Bautrocknung Wienerst messen,dann trocknen.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Eine Bautrocknung kostet in Wien 18 bis 45 Euro pro Gerät und Tag, ein durchschnittlicher Wasserschaden 1.200 bis 4.500 Euro. Messen, Trocknungskonzept, Geräte aufstellen, Verlauf dokumentieren, Freimessung – mit Unterlagen, die die Versicherung akzeptiert.

Trocknen heißt nicht, Geräte aufzustellen und zu warten. Es heißt, zuerst zu messen, wo und wie tief die Feuchte sitzt, daraus ein Verfahren abzuleiten und den Verlauf zu dokumentieren, bis der Untergrund nachweislich trocken ist. Wer ohne Messung Geräte hinstellt, trocknet die Raumluft und nicht den Estrich – und baut danach auf nassem Untergrund auf. Die Folge zeigt sich sechs bis zwölf Monate später als Schimmel unter dem neuen Belag, und dann zahlt niemand mehr, weil die Ursache nicht mehr nachweisbar ist.
Feuchtemessung vor Trocknungsbeginn Dokumentation für die Versicherung Geräte aus eigenem Bestand Freimessung vor dem Wiederaufbau Sanierung aus einer Hand

Was passiert, wenn Wasser in den Aufbau kommt

Ein Fußboden besteht aus mehreren Schichten. Wasser verteilt sich nicht gleichmäßig, sondern sucht sich den Weg des geringsten Widerstands – und bleibt dort, wo es nicht verdunsten kann.

SchichtWas mit dem Wasser passiertTrocknet von selbst?
BodenbelagOberfläche trocknet rasch abja, täuscht aber über den Rest hinweg
Estrichsaugt auf, gibt nur langsam abnur sehr langsam
Trittschall- und WärmedämmungWasser sammelt sich im Hohlraumpraktisch nicht
Randfugen und SockelbereichWasser wandert seitlich in Wändenein
Rohdeckebei Holztramdecken kritischnein, Fäulnisrisiko
Wandputzsteigt kapillar auf, oft 30–80 cm hochlangsam, mit Salzausblühungen
Die kritische Schicht ist fast immer die Dämmung unter dem Estrich. Dort steht das Wasser in einem geschlossenen Hohlraum, kommt nicht an die Luft und trocknet über Jahre nicht ab. Genau deshalb reicht es nicht, Bautrockner im Raum aufzustellen – die trocknen die Luft und die Estrichoberseite. An das Wasser darunter kommt man nur mit Unterdruck- oder Überdruckverfahren, also indem Luft gezielt durch den Dämmschicht-Hohlraum geführt wird.

Was Bautrocknung kostet

PositionEinheitPreis nettoHinweis
Feuchtemessung und Befundpsch.280–650 €Messprotokoll, Verfahrensvorschlag
Bautrockner, KondenstrocknerGerät und Tag18–32 €Raumtrocknung
AdsorptionstrocknerGerät und Tag28–45 €bei niedrigen Temperaturen, Keller
Seitenkanalverdichter für DämmschichttrocknungGerät und Tag26–42 €Unterdruck- oder Überdruckverfahren
Wasserabscheider, FilterGerät und Tag12–22 €bei Unterdruckverfahren erforderlich
Kernbohrungen für TrocknungsöffnungenStk.45–90 €Raster nach Fläche, danach verschlossen
Aufstellung, Einweisung, Abbaupsch.280–550 €An- und Abtransport der Geräte
Kontrollmessung während der TrocknungTermin90–180 €üblich alle 3–7 Tage
Freimessung mit Protokollpsch.180–380 €Nachweis der Trockenheit
Stromkostenje Gerät und Tag3–9 €trägt meist der Nutzer, Zähler empfohlen

Typische Gesamtkosten

SchadensfallDauerKosten netto
Kleiner Schaden, ein Raum, nur Raumtrocknung7–14 Tage600–1.400 €
Durchschnittlicher Wasserschaden mit Dämmschichttrocknung14–25 Tage1.200–4.500 €
Mehrere Räume, zwei Geschoße betroffen21–35 Tage3.500–9.000 €
Keller nach Überflutung21–40 Tage2.500–8.000 €
Trocknung mit Rückbau von Estrich und Dämmungnach Aufbauzusätzlich 80–180 €/m²

Die letzte Zeile ist die Entscheidung, um die es bei jedem größeren Schaden geht: technische Trocknung oder Rückbau. Beides ist richtig, aber in unterschiedlichen Fällen – und der Unterschied liegt bei mehreren tausend Euro.

Trocknen oder aufmachen: die entscheidende Abwägung

KriteriumTechnische TrocknungRückbau von Estrich und Dämmung
Dauer2 bis 5 Wochen mit laufenden Gerätenwenige Tage Rückbau, dann Neuaufbau
Kosten1.200–4.500 €80–180 €/m² plus Neuaufbau
Lärm und StörungGeräte laufen Tag und Nachtkurz, aber laut und staubig
Bewohnbarkeiteingeschränkt, aber möglichRaum nicht nutzbar
Bei Schimmelbildungreicht oft nichtnotwendig
Bei kontaminiertem Wassernicht ausreichendnotwendig
Bei Holztramdeckennur mit engmaschiger Kontrolleoft der sichere Weg
Versicherungmeist gedecktmeist gedeckt, wenn begründet

Die Faustregel aus der Praxis: Sauberes Leitungswasser, das nicht lange gestanden ist, lässt sich in der Regel technisch trocknen. Abwasser, Hochwasser, lange Standzeit oder bereits sichtbarer Schimmel sprechen für den Rückbau, weil sich Keime und Sporen in der Dämmung nicht wegtrocknen lassen. Diese Entscheidung sollte aus dem Messprotokoll und einer Beurteilung folgen, nicht aus der Frage, was gerade schneller geht.

Die Verfahren

VerfahrenWie es arbeitetWofürBesonderheit
Raumtrocknung mit Kondenstrocknerkühlt Luft ab, Wasser kondensiert, Luft wird zurückgeführtOberflächen, Putz, Estrichoberseitebraucht Temperatur über etwa 15 Grad
AdsorptionstrocknungTrockenmittel entzieht der Luft FeuchteKeller, kalte Räume, Winterfunktioniert auch bei niedrigen Temperaturen
Dämmschichttrocknung im UnterdruckLuft wird aus dem Hohlraum gesaugt, über Filter abgeführtnasse Dämmung unter dem Estrichbevorzugt bei Verdacht auf Keime, da Luft abgeführt wird
Dämmschichttrocknung im Überdrucktrockene Luft wird in den Hohlraum gedrücktnasse Dämmung, saubere Verhältnisseschneller, aber verteilt Partikel im Raum
Wandtrocknung mit BohrungenLuft wird in Hohlräume der Wand geführtzweischalige Wände, VorsatzschalenBohrraster nach Aufbau
Infrarot- und Heizplattenerwärmen das Bauteil gezieltbegrenzte Flächen, Randbereicheergänzend, nicht als alleiniges Verfahren

Welches Verfahren richtig ist, hängt vom Bodenaufbau ab – und genau deshalb gehört zur Messung immer eine Öffnung oder Bohrung, die zeigt, ob überhaupt eine durchgehende Dämmschicht vorhanden ist. In Wiener Altbauwohnungen mit Holztramdecke gibt es sie oft nicht; dort liegt das Wasser in der Schüttung, und das ist ein anderer Fall mit deutlich höherem Risiko für die Konstruktion.

Wasserschaden über einer Holztramdecke

Im Wiener Altbau ist ein Wasserschaden nicht nur ein Feuchteproblem, sondern ein Risiko für das Tragwerk. Unter dem Estrich liegt keine Dämmplatte, sondern eine Schüttung aus Sand oder Schlacke, darunter Holztrame. Wasser bleibt in der Schüttung stehen, und feuchtes Holz bei Raumtemperatur ist der ideale Nährboden für holzzerstörende Pilze. Deshalb wird hier nicht nur die Feuchte gemessen, sondern auch geöffnet und das Holz beurteilt – mindestens an den Tramköpfen an der Außenmauer, wo Schäden zuerst entstehen.
SchrittWarum
Öffnung an der tiefsten Stellezeigt, ob die Schüttung nass ist und wie tief
Holzfeuchte messenüber etwa 20 Prozent beginnt Pilzwachstum
Schüttung entfernen, wenn durchnässtsie trocknet in der Konstruktion nicht ab
Trame belüften und kontrollierenTrocknung über Wochen, mit Messung
Erst danach Aufbau neugebundene Schüttung, Dämmung, Trockenestrich

Das ist aufwendiger als das Aufstellen von Geräten und in dieser Konstruktion der einzige Weg, der hält. Wie der neue Deckenaufbau aussieht, steht auf der Seite Holztramdecke sanieren.

Der Ablauf

1 · SofortmaßnahmenWasser abstellen, stehendes Wasser aufnehmen, Strom im betroffenen Bereich prüfen, durchnässtes Mobiliar wegstellen. Fotos machen, bevor etwas verändert wird.
2 · Messung und BefundFeuchte in Estrich, Putz, Dämmung und gegebenenfalls Holz. Bodenaufbau feststellen, betroffene Fläche abgrenzen, Messprotokoll.
3 · TrocknungskonzeptVerfahren, Gerätezahl, erwartete Dauer, Stromaufnahme. Entscheidung Trocknung oder Rückbau, schriftlich begründet.
4 · Geräte aufstellenBohrungen setzen, Schläuche verlegen, Geräte in Betrieb nehmen, Bedienung erklären. Zwischenzähler für den Strom.
5 · KontrollmessungenAlle drei bis sieben Tage. Verlauf dokumentiert, Geräte angepasst, Fortschritt sichtbar.
6 · FreimessungErst wenn die Werte dauerhaft im Zielbereich liegen. Protokoll als Voraussetzung für den Wiederaufbau.
7 · WiederherstellungBohrungen schließen, Aufbau, Belag, Malerei – auf Wunsch von uns, ohne zweite Firma.

Schritt sechs ist der, der am häufigsten übersprungen wird. Ohne Freimessung weiß niemand, ob der Untergrund trocken ist – und wer darauf einen Belag verklebt, verschließt die Restfeuchte unter einer dichten Schicht.

Was die Versicherung braucht

Bei Leitungswasserschäden zahlt in der Regel eine Versicherung – die Haushaltsversicherung des Betroffenen, die Eigenheim- oder Gebäudeversicherung, bei Schäden aus der Nachbarwohnung deren Haftpflicht. Damit das reibungslos läuft, zählen Unterlagen mehr als Argumente.

UnterlageWarum sie zählt
Fotos vom SchadenstagZustand vor jeder Veränderung, Ausmaß erkennbar
Schadensmeldung mit Datum und UrsacheFrist und Zuordnung zum Versicherungsfall
Messprotokoll vor Trocknungsbeginnbelegt Ausmaß der Durchfeuchtung
Trocknungskonzeptbegründet Geräteanzahl und Dauer
Verlaufsdokumentationzeigt, dass nicht länger als nötig getrocknet wurde
StromzählerstandGrundlage für den Ersatz der Stromkosten
FreimessungsprotokollAbschluss der Trocknung, Start des Wiederaufbaus
Rechnung nach PositionenGerätetage, Messungen, Nebenleistungen getrennt
Die häufigste Kürzung durch Versicherungen betrifft nicht die Trocknung, sondern die Dauer. Wenn nicht dokumentiert ist, wie feucht es am Anfang war und wie die Werte gesunken sind, lässt sich nicht begründen, warum die Geräte vier Wochen liefen. Deshalb messen wir vor dem Start, dokumentieren jeden Kontrolltermin und schließen mit einer Freimessung ab. Diese Unterlagen sind der Unterschied zwischen einer vollständig ersetzten Rechnung und einer Diskussion.

Zur Stromfrage: Trocknungsgeräte laufen rund um die Uhr und verbrauchen je Gerät etwa 3 bis 9 Euro Strom pro Tag. Bei sechs Geräten über drei Wochen sind das mehrere hundert Euro, die über den Zähler des Nutzers laufen. Versicherungen ersetzen das meist, brauchen aber den Zwischenzählerstand. Wir montieren deshalb einen Zähler und notieren Anfangs- und Endstand im Protokoll.

Wie lange es dauert

AufbauVerfahrenTypische Dauer
Fliesen auf Estrich, oberflächlich nassRaumtrocknung5–10 Tage
Estrich auf Dämmung, Hohlraum nassDämmschichttrocknung14–25 Tage
Zwei Geschoße, größere Flächekombiniert21–35 Tage
Keller nach Überflutung, dicke BauteileAdsorption21–40 Tage
Schüttung über Holztramdeckemeist Rückbau statt Trocknungnach Aufbau
Wände nach kapillarem AufstiegWandtrocknung3–8 Wochen

Diese Zeiten sind Erfahrungswerte, keine Zusagen. Wie schnell ein Bauteil trocknet, hängt von Temperatur, Luftwechsel, Bauteildicke und davon ab, wie lange das Wasser vor Beginn der Trocknung gestanden ist. Genau deshalb ist der wichtigste Faktor der Zeitpunkt des Beginns: Jeder Tag, den das Wasser im Aufbau steht, verlängert die Trocknung überproportional und erhöht das Schimmelrisiko.

Schimmel: ab wann es ein anderes Thema ist

Schimmel braucht Feuchte, Temperatur und Nährboden. In einer beheizten Wohnung sind zwei davon immer vorhanden, deshalb entscheidet die Feuchte – und die Zeit.

Zeit nach dem SchadenWas zu erwarten istKonsequenz
0–24 StundenWasser verteilt sich, noch kein Wachstumbeste Ausgangslage, sofort messen
2–4 Tageerste Keimung möglichTrocknung jetzt starten
5–10 Tagesichtbares Wachstum an Oberflächen möglichTrocknung plus Behandlung
über 2 WochenWachstum in Hohlräumen wahrscheinlichRückbau statt reiner Trocknung erwägen
MonateBefall in der KonstruktionSanierung, siehe Schimmelsanierung

Der praktische Schluss daraus: Bei einem Wasserschaden ist Geschwindigkeit die wirksamste und billigste Maßnahme. Zwei Tage früher begonnen spart regelmäßig eine Woche Trocknungsdauer und manchmal den gesamten Rückbau.

Bautrocknung im Neubau

Nicht jede Trocknung folgt auf einen Schaden. Auch im Neubau und nach größeren Umbauten steckt Feuchtigkeit im Gebäude – aus Beton, Estrich, Putz und Mörtel. Ein frisch eingebrachter Zementestrich enthält Wasser, das erst abgeben werden muss, bevor ein Belag verlegt werden darf.

SituationWarum getrocknet wirdTypische Dauer
Zementestrich vor BelagsverlegungRestfeuchte muss unter den Grenzwertje nach Dicke Wochen, mit Trocknung kürzer
Neubau im WinterBaufeuchte kann nicht abziehen2–6 Wochen begleitend
Nach Innenputzarbeitengroße Wassermengen in den Wänden1–3 Wochen
Vor MalerarbeitenUntergrund muss trocken seintageweise
Vor dem Einbau von ParkettHolz reagiert empfindlich auf Restfeuchtebis zur Freimessung

Der Unterschied zur Schadenstrocknung: Hier ist die Feuchte gleichmäßig verteilt und bekannt, es geht um Beschleunigung, nicht um Schadensbegrenzung. Wichtig bleibt die Messung vor der Belagsverlegung – bei Estrich mit dem CM-Gerät, weil elektrische Messungen nur Anhaltswerte liefern. Wer Parkett auf zu feuchten Estrich verlegt, bekommt Schüsselung und Fugen, und der Bodenleger haftet zu Recht nicht dafür.

Die häufigsten Fehler

FehlerWarum er passiertFolge
Ohne Messung Geräte aufstellenes soll schnell gehenRaumluft trocken, Aufbau weiterhin nass
Nur Raumtrocknung bei nasser Dämmungder Boden fühlt sich trocken anWasser bleibt im Hohlraum, Schimmel folgt
Trocknung zu früh beendenGeräte stören, Kosten laufenRestfeuchte unter dem neuen Belag eingeschlossen
Keine Freimessunggilt als Formsachekein Nachweis, Streit bei Folgeschäden
Fenster dauerhaft offen bei laufenden Gerätengut gemeintKondenstrockner arbeitet gegen die Außenluft, Stromverbrauch ohne Wirkung
Heizung abgedrehtEnergie sparenTrocknung verlangsamt sich deutlich
Holztramdecke wie Betondecke behandeltAufbau nicht geprüftFäulnis in der Konstruktion, teuerste aller Folgen
Kein Stromzähler montiertwird vergessenVersicherung ersetzt die Stromkosten nicht
Belag vor der Freimessung verlegtTermindruckSchaden wiederholt sich, diesmal ohne Deckung

Der fünfte Punkt überrascht viele: Ein Kondenstrockner arbeitet in einem geschlossenen Raum am besten. Wer dauerhaft lüftet, zieht ständig feuchte Außenluft nach, die das Gerät zusätzlich entfeuchten muss – das kostet Strom und bringt wenig. Bei Adsorptionstrocknern kann gezielte Abluft dagegen Teil des Konzepts sein. Was gilt, sagen wir bei der Einweisung.

Was eine Trocknung verlängert – und was sie verkürzt

Zwischen zwei Wohnungen mit demselben Schadensbild liegen in der Praxis oft zehn Tage Unterschied. Das liegt selten an den Geräten und fast immer an den Randbedingungen.

FaktorWirkung auf die DauerWas sich beeinflussen lässt
Zeit zwischen Schaden und Beginnstärkster Einzelfaktorsofort melden, sofort messen lassen
Raumtemperaturkühle Räume trocknen deutlich langsamerHeizung anlassen, auch bei laufenden Geräten
Dicke des Estrichsdicke Aufbauten brauchen längernicht beeinflussbar, aber planbar
Art der Dämmunggeschlossenzellige Dämmung lässt kaum Luft durchVerfahren anpassen, gegebenenfalls Rückbau
Dichtheit der Randfugenundichte Ränder verringern den Luftdurchsatzabkleben, Randbereiche schließen
Anzahl der Bohrungenzu wenige verlängern spürbarRaster nach Fläche, nicht nach Bequemlichkeit
Lüftungsverhaltenfalsches Lüften kostet WirkungEinweisung befolgen
Abschalten der Gerätejede Unterbrechung setzt den Prozess zurückdurchlaufen lassen
Der teuerste Fehler ist Warten. Wer erst die Versicherung fragt, ob die Trocknung gedeckt ist, und deshalb eine Woche verstreichen lässt, zahlt am Ende mehr – weil die Trocknung länger dauert und weil nach sieben Tagen Schimmelbildung in Hohlräumen wahrscheinlich wird, was den Rückbau nach sich zieht. Versicherungen erwarten ausdrücklich, dass Schadenminderungsmaßnahmen sofort eingeleitet werden. Melden, messen lassen, sofort beginnen – die Frage der Deckung lässt sich parallel klären, das Wasser im Aufbau wartet nicht.

Umgekehrt gilt: Wenn die ersten Messwerte vorliegen und die Geräte richtig gesetzt sind, ist der Rest Routine. Die Wohnung bleibt in der Regel bewohnbar, der Verlauf wird dokumentiert, und nach der Freimessung steht fest, was wiederhergestellt werden muss. Von den Kosten entfällt der größte Anteil auf die Gerätetage – und genau diesen Anteil senkt ein früher Beginn.

Rohrgebrechen im Zinshaus: warum mehrere Wohnungen betroffen sind

Im Wiener Zinshaus läuft ein Wasserschaden selten in einer Wohnung ab. Bricht eine Leitung im Steigstrang oder in einer Abzweigung, verteilt sich das Wasser über Installationsschächte, Deckendurchführungen und die Schüttung – und taucht oft zwei Geschoße tiefer auf, ohne dass die dazwischenliegende Wohnung nass aussieht.

OrtTypisches SchadensbildWas zu prüfen ist
Schadenswohnungnasser Boden, Wandsockel feuchtAufbau öffnen, Ausdehnung messen
Wohnung darunterFlecken an der Decke, abblätternde FarbeDeckenputz, Schüttung, Tramköpfe
InstallationsschachtWasser läuft vertikal ab, außen unsichtbarSchacht öffnen, Feuchte über alle Geschoße messen
Stiegenhaus, KellerWasser sammelt sich am tiefsten PunktKellerdecke und Mauerfuß kontrollieren
Nachbarwohnung waagrechtSockelleiste feucht, Parkett wirft aufRandbereiche und Estrichfuge messen
Der Fehler, der in Zinshäusern am meisten Geld kostet, ist die zu kleine Messung. Gemessen wird nur dort, wo es sichtbar nass ist, getrocknet ebenso – und ein halbes Jahr später zeigt sich der Schaden in der Nachbarwohnung, an der die Ursache längst nicht mehr festgemacht werden kann. Deshalb messen wir bei Schäden in Mehrparteienhäusern grundsätzlich angrenzende Räume und das darunterliegende Geschoß mit und halten auch die trockenen Werte fest. Diese Nullmessungen kosten wenig und sind später der Beleg dafür, was zum Schaden gehört und was nicht.

Für die Hausverwaltung ist außerdem die Zuständigkeit zu klären: Leitungen im Allgemeinbereich betreffen die Eigentümergemeinschaft, Leitungen ab der Abzweigung in die Wohnung meist den Wohnungseigentümer. Wir dokumentieren die Schadensstelle so, dass diese Abgrenzung aus den Unterlagen hervorgeht, und arbeiten auf Wunsch parallel für beide Seiten, solange das offen kommuniziert ist.

Wer zahlt was

UrsacheWer kommt üblicherweise aufWas gedeckt ist
Rohrbruch in der eigenen WohnungHaushalts- oder EigenheimversicherungTrocknung, Folgeschäden am Inhalt
Rohrbruch im Gebäude, allgemeine TeileGebäudeversicherung der EigentümergemeinschaftBausubstanz, Trocknung
Wasser aus der Nachbarwohnungderen HaftpflichtSchaden beim Betroffenen
Defektes Gerät, etwa WaschmaschineHaushaltsversicherung, teils Haftpflichtje nach Vertrag
Eindringendes Regen- oder Hochwassernur mit Zusatzdeckunghäufig ausgeschlossen oder begrenzt
Baumangel, undichte Abdichtungausführendes Unternehmen, GewährleistungMangelbehebung, nicht Versicherung
Rückstau aus dem Kanalnur mit Zusatzdeckungoft ausgeschlossen

Die Zuordnung ist in der Praxis oft strittig, besonders zwischen Wohnungseigentümern und Hausverwaltung. Für uns ändert das an der Arbeit nichts – wir messen, trocknen und dokumentieren. Was die Unterlagen wert sind, zeigt sich aber genau in diesen Fällen: Wer Messprotokoll, Verlauf und Freimessung vorlegen kann, diskutiert über Zuständigkeit, nicht über den Schaden selbst.

Ein Hinweis, der regelmäßig zu spät kommt: Die Schadensmeldung an die Versicherung sollte sofort erfolgen, auch wenn das Ausmaß noch unklar ist. Viele Verträge sehen unverzügliche Meldung vor, und eine Meldung lässt sich ergänzen – eine verspätete nicht heilen.

Geräte im Überblick

GerätAufgabeLeistung und VerbrauchLautstärke
Kondenstrocknerentzieht der Raumluft Feuchteetwa 0,4–0,9 kW, 20–50 l Wasser pro Taghörbar, dauerhaft
AdsorptionstrocknerTrocknung bei Kältehöherer Verbrauch, warme Abluftdeutlich hörbar
SeitenkanalverdichterLuft durch die Dämmschichtetwa 0,5–1,5 kWlaut, oft mit Schalldämpfer
Wasserabscheider und FilterLuftreinigung im Unterdruckgeringleise
VentilatorenLuftbewegung an Oberflächengeringmittel
Luftreiniger mit Schwebstofffilterbei Keim- oder Sporenverdachtgeringleise

Die Lautstärke ist der Punkt, der Bewohner am meisten belastet, besonders bei Seitenkanalverdichtern. Wo es geht, stellen wir sie außerhalb des Wohnbereichs auf oder verwenden Schalldämpfer. In Nachtstunden abzuschalten klingt naheliegend, verlängert die Trocknung aber und wird von Versicherungen ungern bezahlt – hier ist eine ehrliche Abwägung mit den Bewohnern besser als eine stille Abschaltung, die den Verlauf verfälscht.

Messen: was wirklich aussagekräftig ist

MethodeWas sie misstAussagekraft
Widerstandsmessung mit ElektrodenLeitfähigkeit im MaterialAnhaltswert, salzabhängig
Kapazitive MessungFeuchte in oberflächennahen Schichtengut zum Abgrenzen der Fläche, nicht für Tiefe
CM-MessungWassergehalt einer Materialprobeverbindlich für Estrich vor Belagsverlegung
Darrmethode im LaborWassergehalt exakthöchste Genauigkeit, dauert länger
HolzfeuchtemessungFeuchte im Holzentscheidend bei Holztramdecken
Klimamessung Temperatur und LuftfeuchteBedingungen im RaumGrundlage für die Beurteilung des Verlaufs
ThermografieTemperaturunterschiede an Oberflächenzeigt Verteilung, nicht die Menge

Die dritte Zeile ist für den Wiederaufbau die wichtigste: Vor dem Verlegen eines Belags gilt die CM-Messung als Nachweis, nicht das elektrische Handgerät. Wer einen Bodenleger beauftragt, wird danach gefragt – und ohne Protokoll übernimmt kein seriöser Verleger die Gewährleistung.

Rechenbeispiel 1 · Rohrbruch in einer Wohnung, 1050 Wien, 28 m² betroffen
Messung, Befund, Trocknungskonzept480 €
14 Kernbohrungen für die Dämmschichttrocknung840 €
4 Verdichter, 2 Kondenstrockner, 18 Tage2.340 €
Aufstellung, 3 Kontrollmessungen, Freimessung890 €
Bohrungen schließen, Randbereiche herstellen420 €

Summe rund 4.970 € netto. Davon entfielen etwa 47 Prozent auf die Gerätetage – der Grund, warum der Beginn so entscheidend ist: Zwei Tage früher gestartet hätte in diesem Fall voraussichtlich vier Gerätetage gespart, also rund 520 €.

Rechenbeispiel 2 · Keller nach Starkregen, 1210 Wien, 60 m²
Auspumpen, Grobreinigung, Befund1.150 €
2 Adsorptionstrockner, 4 Ventilatoren, 26 Tage3.120 €
Kontrollmessungen, Klimaprotokoll640 €
Putz im Sockelbereich abgeschlagen, Freimessung1.480 €

Summe rund 6.390 € netto. Der abgeschlagene Sockelputz war nicht vermeidbar: Durch das Hochwasser sind Salze eingetragen worden, die im Putz bleiben und später erneut Feuchte anziehen. Trocknen allein hätte das Problem vertagt, nicht gelöst.

Warum Trocknung und Sanierung zusammengehören

Nach jeder Trocknung folgt Wiederherstellung: Bohrungen schließen, Randfugen, Beläge, Malerei, oft Sanitär. Wird dafür ein zweites Unternehmen gesucht, entstehen zwei Probleme. Erstens vergeht Zeit, in der die Wohnung nicht nutzbar ist. Zweitens verschiebt sich die Verantwortung: Wer den Belag verlegt, will einen Nachweis, dass der Untergrund trocken ist – und wenn die Trocknungsfirma nicht mehr im Spiel ist, wird dieser Nachweis zur Streitfrage.

Wenn Messung, Trocknung, Freimessung und Wiederaufbau in einer Hand liegen, gibt es diese Schnittstelle nicht. Die Freimessung ist dann kein Formalakt zwischen zwei Firmen, sondern die eigene Voraussetzung für den nächsten Arbeitsschritt – und die Verantwortung bleibt an einer Stelle.

Schritt nach der TrocknungTypischer UmfangGrößenordnung
Bohrungen schließen, RandanschlussVerschluss, Ausgleich15–35 €/m²
Estrich teilweise erneuernwo Rückbau nötig war60–120 €/m²
Bodenbelag neuVinyl, Laminat, Parkett, Fliesen45–160 €/m²
Wandputz im Sockelbereichabschlagen, neu aufbauen45–95 €/lfm
Malereibetroffene Flächen oder ganzer Raum12–24 €/m²
Sanitär- und Elektroanschlüssewo betroffennach Aufwand

Was Sie am Ende bekommen

  • Messprotokoll vom Beginn mit Angabe der betroffenen Flächen und Werte.
  • Trocknungskonzept mit Verfahren, Gerätezahl und erwarteter Dauer.
  • Verlaufsdokumentation jeder Kontrollmessung mit Datum.
  • Freimessungsprotokoll als Nachweis für Versicherung und Bodenleger.
  • Stromzählerstände für die Abrechnung des Verbrauchs.
  • Rechnung nach Positionen: Gerätetage, Messungen, Nebenleistungen getrennt.
  • Auf Wunsch die Wiederherstellung im selben Auftrag, mit dem eigenen Trocknungsnachweis als Grundlage.

Diese Unterlagen sind kein Papierkram, sondern der Teil der Leistung, der sich später auszahlt – gegenüber der Versicherung, gegenüber der Hausverwaltung und, im unangenehmsten Fall, gegenüber einem Sachverständigen.

Trocknung in der bewohnten Wohnung

Die meisten Trocknungen in Wien laufen nicht in leeren Objekten, sondern in Wohnungen, in denen weiter gelebt wird. Das ist möglich, hat aber Folgen, die vorher besprochen gehören – sonst werden die Geräte nach drei Nächten abgeschaltet und die Trocknung beginnt von vorn.

ThemaWas zu erwarten istWas hilft
Lärm50 bis 65 Dezibel dauerhaft, vergleichbar mit einem Staubsauger im NebenraumTüren schließen, Schlafraum wenn möglich freihalten, Gerätewahl anpassen
WärmeTrockner geben Abwärme ab, Räume werden 3 bis 6 Grad wärmerim Sommer nachts lüften, wenn das Konzept es zulässt
Stromverbrauch3 bis 9 € je Gerät und Tag, bei fünf Geräten bis zu 45 € täglichZwischenzähler setzen, Verbrauch protokollieren, bei der Versicherung einreichen
PlatzGeräte und Schläuche brauchen Stellfläche, Möbel müssen weg von den WändenRäumen und Abdecken vor Trocknungsbeginn einplanen
Abschaltenjede Unterbrechung verlängert die Trocknung überproportionalnur nach Rücksprache, im Protokoll vermerken
Mietminderungbei erheblicher Beeinträchtigung möglich, Höhe ist EinzelfallZustand und Dauer dokumentieren, mit der Hausverwaltung klären
Der wichtigste Punkt ist der Zwischenzähler. Die Stromkosten trägt zunächst der Nutzer, ersetzt werden sie in der Regel von der Versicherung – aber nur, wenn der Verbrauch belegt ist. Ein Zähler kostet wenig, wird bei Aufstellung und Abbau abgelesen und im Protokoll festgehalten. Ohne Zähler wird geschätzt, und geschätzte Beträge werden am häufigsten gekürzt. Wir setzen den Zähler standardmäßig und tragen die Zählerstände in dieselbe Dokumentation ein wie die Messwerte.

Wird die Wohnung während der Trocknung unbewohnbar – etwa weil Estrich zurückgebaut wird oder der einzige Sanitärraum betroffen ist –, gehört das früh geklärt. Viele Haushaltsversicherungen decken Hotel- oder Ersatzwohnungskosten für eine begrenzte Zeit, sofern die Unbewohnbarkeit vom ausführenden Betrieb oder vom Sachverständigen bestätigt wird. Diese Bestätigung stellen wir aus, wenn sie sachlich zutrifft.

Woran Sie eine ordentliche Trocknungsfirma erkennen

Bei Wasserschäden entscheiden Betroffene unter Zeitdruck, oft nach einem Anruf der Versicherung oder des Installateurs. Diese sechs Punkte trennen eine saubere Abwicklung von einer teuren:

  • Gemessen wird vor dem Aufstellen, nicht danach. Wer ohne Messung Geräte bringt, kennt weder Verfahren noch Dauer.
  • Der Bodenaufbau wird geöffnet oder angebohrt. Ohne zu wissen, ob eine Dämmschicht vorhanden ist, lässt sich kein Verfahren wählen.
  • Es gibt ein schriftliches Konzept mit Gerätezahl und erwarteter Dauer, nicht nur einen Tagessatz.
  • Kontrollmessungen sind eingeplant, nicht optional. Ohne Verlauf gibt es keine Begründung gegenüber der Versicherung.
  • Die Freimessung ist zugesagt, mit Protokoll.
  • Ein Stromzähler wird montiert, sonst bleibt der Verbrauch am Nutzer hängen.

Fehlt einer dieser Punkte, wird es meist nicht billiger, sondern nur später teurer – entweder weil die Versicherung kürzt oder weil auf feuchtem Untergrund aufgebaut wurde.

Sonderfälle

FallBesonderheitVorgehen
Wasser in der FußbodenheizungLeck im Heizkreis, Bohrungen riskantVerlegeplan oder Thermografie vor jeder Bohrung
Denkmalgeschütztes GebäudeOberflächen dürfen nicht beliebig geöffnet werdenÖffnungen abstimmen, schonende Verfahren
Parkett auf nassem EstrichBelag schüsselt, ist meist verlorenBelag entfernen, sonst keine Trocknung möglich
Abwasser aus dem KanalKeimbelastungRückbau statt Trocknung, Desinfektion, Schutzmaßnahmen
Serverraum oder LagerBetrieb läuft weiterTrocknung mit Abschottung, Aufstellung außerhalb
Leerstehende Wohnung im Winterkeine Heizung, kalte BauteileAdsorptionstrocknung, Beheizung organisieren
Schaden über mehrere Wohnungenmehrere Eigentümer und Versicherungengetrennte Protokolle je Einheit, gemeinsame Koordination

Ein weiterer Punkt betrifft die Reihenfolge: Elektroinstallationen im nassen Bereich gehören geprüft, bevor Geräte angeschlossen werden. Feuchte Verteiler und durchnässte Steckdosen sind bei einem Wasserschaden keine Seltenheit, und die zusätzliche Dauerlast durch Trocknungsgeräte trifft dann auf eine ohnehin belastete Anlage. Wir klären das vor dem Aufstellen mit dem Elektriker ab, weil ein Ausfall mitten in der Trocknung nicht nur Zeit kostet, sondern die Dokumentation unterbricht.

Der letzte Fall ist in Wiener Zinshäusern der Normalfall: Ein Rohrbruch im dritten Stock betrifft drei Wohnungen und das Stiegenhaus. Dann braucht jede Einheit ihre eigene Dokumentation, weil jede Versicherung nur ihren Teil prüft – die Trocknung selbst wird aber als ein Vorgang geplant, sonst arbeiten die Geräte gegeneinander.

Was Sie selbst tun können, bevor wir da sind

  • Wasser abstellen – Hauptabsperrhahn oder Eckventil, wenn die Quelle klar ist.
  • Strom prüfen: Bei Wasser in der Nähe von Steckdosen oder im Verteiler den betroffenen Stromkreis abschalten.
  • Fotos machen, bevor etwas weggeräumt wird – Ausmaß, Wasserstand, betroffene Gegenstände.
  • Stehendes Wasser aufnehmen, so weit gefahrlos möglich.
  • Möbel hochstellen oder aus dem Raum bringen, besonders Holz und Polster.
  • Teppiche und lose Beläge entfernen, sie halten die Feuchte im Estrich.
  • Schaden melden – Versicherung, bei Mietwohnungen zusätzlich Hausverwaltung.
  • Nicht sofort aufreißen: Was geöffnet werden muss, entscheidet die Messung.

Der letzte Punkt spart Geld. Wer in der ersten Aufregung den Bodenbelag herausreißt, beschädigt manchmal Material, das erhalten bleiben könnte, und erschwert die Beurteilung. Umgekehrt gilt: Lüften und heizen schadet in den ersten Stunden nie.

Für Hausverwaltungen und Fachbetriebe

Wasserschäden kommen ohne Ankündigung, meist am Wochenende und selten einzeln. Was wir dafür anbieten:

LeistungWas das bedeutet
Feste Tagessätze je Gerätkalkulierbar, ohne Einzelangebot je Schadensfall
Messung binnen weniger Werktagebei Rahmenvereinbarung kürzer
Einheitliche DokumentationMessprotokoll, Verlauf, Freimessung – im selben Format für alle Objekte
Gerätebestand aus eigener Handkeine Abhängigkeit von Mietstationen
Anschluss an die SanierungEstrich, Boden, Malerei, Bad – ohne zweite Vergabe
Ein Ansprechpartnerauch bei mehreren Schäden parallel

Für Installateure ist besonders der letzte Punkt relevant: Nach der Reparatur des Rohrs bleibt der nasse Aufbau, und der Kunde erwartet eine Lösung. Wer dann einen Partner hat, der misst, trocknet und wiederherstellt, gibt den Schaden weiter, statt ihn zu erklären.

Abgrenzung zu unseren anderen Leistungen

Ihr VorhabenPassende Seite
Schaden beheben und Wohnung wiederherstellenWasserschadensanierung
Schimmel entfernen und Ursache beseitigenSchimmelsanierung
Feuchte Kellerwände ohne RohrbruchMauertrockenlegung
Feuchter Keller, Abdichtung von innenKellersanierung
Durchnässte HolztramdeckeHolztramdecke sanieren
Estrich neu aufbauenEstrich verlegen

Wann Sie uns nicht brauchen

Eine umgestoßene Vase, ein übergelaufenes Waschbecken, feuchte Fliesen – das trocknet mit Lüften und Heizen von selbst. Wir kommen ins Spiel, wenn Wasser in den Bodenaufbau oder in Wände gelangt ist, wenn eine Versicherung beteiligt ist, wenn der Verdacht auf eine nasse Dämmschicht besteht oder wenn nach der Trocknung gebaut werden muss.

Häufige Fragen zur Bautrocknung in Wien

Was kostet eine Bautrocknung in Wien?
18 bis 45 € je Gerät und Tag. Ein durchschnittlicher Wasserschaden mit Dämmschichttrocknung liegt bei 1.200 bis 4.500 €, ein Kleinschaden mit reiner Raumtrocknung bei 600 bis 1.400 €.
Wie lange dauert die Trocknung?
Oberflächliche Schäden 5 bis 10 Tage, nasse Dämmschicht 14 bis 25 Tage, Keller nach Überflutung 21 bis 40 Tage. Entscheidend ist, wie lange das Wasser vor Trocknungsbeginn gestanden ist.
Reicht es, Bautrockner aufzustellen?
Nur bei oberflächlicher Nässe. Steht Wasser in der Dämmschicht unter dem Estrich, trocknet ein Raumtrockner lediglich die Luft – an den Hohlraum kommt man nur mit Unter- oder Überdruckverfahren.
Warum wird vorher gemessen?
Weil sich ohne Messung weder das Verfahren noch die Dauer begründen lässt. Die häufigste Kürzung durch Versicherungen betrifft nicht die Trocknung selbst, sondern die Dauer – und die lässt sich nur mit Messwerten belegen.
Zahlt die Versicherung die Trocknung?
Bei Leitungswasserschäden in der Regel ja. Erforderlich sind Schadensmeldung, Fotos, Messprotokoll, Trocknungskonzept, Verlauf und Freimessung. Hochwasser und Rückstau sind oft nur mit Zusatzdeckung versichert.
Wer zahlt den Strom?
Der Verbrauch läuft über den Zähler des Nutzers, 3 bis 9 € je Gerät und Tag. Versicherungen ersetzen das meist, brauchen aber Anfangs- und Endstand – deshalb montieren wir einen Zwischenzähler.
Was ist eine Freimessung?
Der abschließende Nachweis, dass der Untergrund wieder im Zielbereich liegt. Ohne dieses Protokoll übernimmt kein seriöser Bodenleger die Gewährleistung, und bei Folgeschäden fehlt der Beleg.
Kann ich während der Trocknung wohnen bleiben?
Meist ja, mit Einschränkungen. Die Geräte laufen Tag und Nacht und sind hörbar, besonders Seitenkanalverdichter. Wo möglich, stellen wir sie außerhalb des Wohnbereichs auf oder verwenden Schalldämpfer.
Darf ich die Geräte nachts abschalten?
Besser nicht. Das verlängert die Trocknung, verfälscht den dokumentierten Verlauf und wird von Versicherungen ungern getragen. Wenn die Belastung zu groß ist, besprechen wir eine Lösung, statt still abzuschalten.
Soll ich bei laufenden Geräten lüften?
Bei Kondenstrocknern nein – dauerhaft offene Fenster ziehen feuchte Außenluft nach, die das Gerät zusätzlich entfeuchten muss. Bei Adsorptionstrocknern kann gezielte Abluft Teil des Konzepts sein. Was gilt, sagen wir bei der Einweisung.
Soll die Heizung anbleiben?
Ja. Wärme beschleunigt die Trocknung deutlich. Abgedrehte Heizkörper sind einer der häufigsten Gründe, warum eine Trocknung länger dauert als geplant.
Wann ist Rückbau besser als Trocknung?
Bei Abwasser, Hochwasser, langer Standzeit oder sichtbarem Schimmel. Keime und Sporen in der Dämmung lassen sich nicht wegtrocknen. Der Rückbau kostet 80 bis 180 €/m² plus Neuaufbau, ist dann aber der einzige haltbare Weg.
Was ist bei einer Holztramdecke anders?
Dort liegt keine Dämmplatte, sondern eine Schüttung über Holzbalken. Nasses Holz bei Raumtemperatur führt zu Pilzbefall, deshalb wird geöffnet, die Holzfeuchte gemessen und die durchnässte Schüttung meist entfernt statt getrocknet.
Ab wann droht Schimmel?
Erste Keimung ist nach zwei bis vier Tagen möglich, sichtbares Wachstum nach fünf bis zehn. Nach zwei Wochen ist Wachstum in Hohlräumen wahrscheinlich. Deshalb ist ein früher Beginn die wirksamste und billigste Maßnahme.
Müssen Löcher in den Boden gebohrt werden?
Für die Dämmschichttrocknung ja, im Raster nach Fläche, 45 bis 90 € je Bohrung. Sie werden nach der Freimessung wieder verschlossen und sind nach dem Wiederaufbau nicht mehr sichtbar.
Was ist der Unterschied zwischen Unter- und Überdruck?
Beim Unterdruck wird Luft aus dem Hohlraum gesaugt und über Filter abgeführt – bevorzugt bei Keimverdacht. Beim Überdruck wird trockene Luft hineingedrückt, das ist schneller, verteilt aber Partikel im Raum.
Wie wird bei Estrich vor der Belagsverlegung gemessen?
Mit der CM-Messung an einer Materialprobe. Elektrische Handgeräte liefern nur Anhaltswerte und sind als Nachweis nicht geeignet – der Bodenleger wird nach dem CM-Wert fragen.
Trocknen Sie auch im Neubau?
Ja, Baufeuchte aus Beton, Estrich und Putz, besonders im Winter. Dort geht es um Beschleunigung, nicht um Schadensbegrenzung – die Feuchte ist gleichmäßig verteilt und bekannt.
Was soll ich sofort tun, bevor Sie kommen?
Wasser abstellen, Strom im betroffenen Bereich prüfen, Fotos machen, stehendes Wasser aufnehmen, Möbel und Teppiche raus, Schaden melden. Nicht sofort aufreißen – was geöffnet wird, entscheidet die Messung.
Wie schnell können Sie kommen?
Messung innerhalb weniger Werktage, bei Hausverwaltungen mit Rahmenvereinbarung schneller. Weil jeder Tag zählt, klären wir am Telefon die Sofortmaßnahmen, bevor wir vor Ort sind.
Machen Sie auch die Wiederherstellung?
Ja: Bohrungen schließen, Estrich, Beläge, Sockelputz, Malerei. Der Vorteil liegt an der Schnittstelle – der Trocknungsnachweis ist dann die eigene Grundlage für den Wiederaufbau, nicht eine Streitfrage zwischen zwei Firmen.
Warum musste im Keller der Putz abgeschlagen werden?
Nach Hochwasser werden Salze in den Putz eingetragen, die dort bleiben und später erneut Feuchte anziehen. Trocknen allein vertagt das Problem – der Sockelputz muss runter und neu aufgebaut werden.
Kann die Trocknung vorzeitig beendet werden?
Technisch ja, sinnvoll selten. Restfeuchte, die unter einem neuen Belag eingeschlossen wird, führt Monate später zu Schimmel – und dann ist die Ursache nicht mehr nachweisbar und der Schaden nicht mehr gedeckt.
Wie viele Geräte werden gebraucht?
Das ergibt sich aus Fläche, Aufbau und Raumvolumen und steht im Trocknungskonzept. Bei 28 m² mit Dämmschichttrocknung sind vier Verdichter und zwei Kondenstrockner ein üblicher Ansatz.
Arbeiten Sie mit Mietgeräten?
Wir arbeiten mit eigenem Bestand. Das ist bei Wasserschäden relevant, weil nach Starkregenereignissen in Wien die Mietstationen innerhalb eines Tages leer sind.
Was ist bei Schäden aus der Nachbarwohnung zu tun?
Sofort melden – bei der eigenen Versicherung und der Hausverwaltung. Reguliert wird meist über die Haftpflicht des Verursachers. Ihre Position hängt an der Dokumentation, nicht an der Diskussion.
Trocknen Sie auch Gewerbeobjekte?
Ja, Geschäftslokale, Lager und Büros. Dort ist meist die Betriebsunterbrechung das größere Thema als die Trocknung selbst, deshalb planen wir Aufstellung und Zeiten rund um den Betrieb.
Was kostet die Messung allein?
280 bis 650 € inklusive Befund und Verfahrensvorschlag. Wenn danach getrocknet wird, ist das die Grundlage für die gesamte Abrechnung gegenüber der Versicherung.
Kann Feuchte in der Wand auch ohne Rohrbruch kommen?
Ja, etwa durch aufsteigende Feuchte im Altbau. Dann hilft keine Bautrocknung, sondern eine Horizontalsperre – siehe Mauertrockenlegung.
Wer haftet, wenn nach dem Wiederaufbau Schimmel auftritt?
Das entscheidet die Dokumentation. Liegt eine Freimessung vor und wurde danach fachgerecht aufgebaut, ist die Ursache anderswo zu suchen. Fehlt sie, trägt in der Praxis derjenige das Risiko, der ohne Nachweis weitergebaut hat.

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