Industrieboden sanieren Wienaufschneiden, ausbrechen,neu betonieren.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Die Instandsetzung schadhafter Stellen in Industrie- und Gewerbeböden kostet in Wien 180 bis 650 Euro pro Quadratmeter. Schadstelle aufschneiden, Altbeton ausbrechen und entsorgen, Untergrund vorbereiten, mit Stahlfaserbeton oder bewehrtem Beton neu herstellen, ausgleichen, aushärten lassen, Oberfläche wiederherstellen.

Die meisten Anbieter in Wien schleifen, beschichten und versiegeln Böden. Das hilft bei Oberflächenschäden – und nicht, wenn der Boden gebrochen ist. Wo Platten gerissen sind, Kanten ausgebrochen, Fugen zerstört oder Bereiche abgesackt sind, hilft keine Beschichtung: Der Schaden sitzt in der Konstruktion, nicht in der Oberfläche. Dann muss die Stelle aufgeschnitten, der Altbeton ausgebrochen und der Bereich konstruktiv neu hergestellt werden. Genau das machen wir – mit Betonqualitäten von C25/30 bis in den hochfesten Bereich, mit Stahlfaserbewehrung oder klassischer Bewehrung, je nach Belastung und Wunsch des Kunden.
Punktuelle Instandsetzung statt Komplettabbruch Stahlfaserbeton oder bewehrt Arbeiten am Wochenende möglich Staubarm mit Absaugung Festpreis nach Begehung

Beschichten oder betonieren: die entscheidende Unterscheidung

Bevor über Material gesprochen wird, muss klar sein, welche Art von Schaden vorliegt. Beide Wege sind richtig – für unterschiedliche Fälle.

BefundWas hilftWas nicht hilft
Oberfläche staubt, ist abgerieben oder fleckigschleifen, imprägnieren, beschichtenNeuherstellung wäre unverhältnismäßig
Feine Risse ohne HöhenversatzRissverharzung, danach OberflächeBeschichtung allein reißt nach
Ausgebrochene Kanten an FugenKantenaufbau mit Reparaturmörtel oder BetonBeschichtung bricht sofort wieder aus
Löcher, Abplatzungen, Schlaglöcheraufschneiden, ausbrechen, neu betonierenSpachtelmasse hält der Belastung nicht stand
Risse mit Versatz, Platte bewegt sichUrsache prüfen, Bereich neu herstellen, Fugen neu anlegenjede Oberflächenlösung
Bereich abgesackt, Hohllage unter der PlatteUntergrund verdichten oder verpressen, dann neu betonierenAusgleichsmasse – sie sackt mit
Durchschlagene Stellen im Hantelbereichkonstruktiv neu herstellen, Aufbau an die Belastung anpassenAusbessern mit Reparaturmörtel
Die Faustregel: Hohlklang entscheidet. Klingt die Fläche beim Abklopfen hohl oder zeigt sich beim Befahren eine Bewegung, sitzt der Schaden unter der Oberfläche. Dann ist jede Beschichtung verlorenes Geld, weil sie die Bewegung mitmacht und aufreißt. Ist der Untergrund fest und nur die Oberfläche verbraucht, ist umgekehrt eine Neuherstellung unnötig teuer. Deshalb beginnt jedes Angebot mit einer Begehung samt Abklopfen und, wo nötig, einer Probeöffnung.

Was die Instandsetzung kostet

Richtwerte netto, Stand 2026, für Wien. Verbindlich nach Begehung, weil Schichtdicke, Zugänglichkeit und Betonqualität den Preis bestimmen.

UmfangWas gemacht wirdPreis nettoAusfallzeit
Kleine Schadstellen, punktuellaufschneiden, ausbrechen, neu betonieren, schleifen380–650 €/m²2–5 Tage je Bereich
Zusammenhängende Flächen ab 20 m²abschnittsweise Neuherstellung mit Anschluss an den Bestand220–420 €/m²5–10 Tage
Ganze Hallen- oder RaumflächeAbbruch des Altbodens, neuer Aufbau180–320 €/m²2–4 Wochen
Nur Fugen und KantenFugen ausschneiden, Kanten aufbauen, neu verfüllen45–130 €/lfm1–3 Tage
Beschichtung wiederherstellennach der Betonarbeit, wenn gefordert35–90 €/m²2–4 Tage

Einzelpreise

PositionEinheitPreis nettoWas dazugehört
Aufschneiden mit Fugenschneiderlfm18–45 €saubere Schnittkante, Wasser- oder Absaugbetrieb
Altbeton ausbrechen45–120 €abhängig von Dicke und Bewehrung
Bauschutt entsorgenTonne60–140 €sortenrein getrennt, mit Nachweis
Untergrund vorbereiten25–60 €reinigen, verdichten, Haftbrücke
Anschlussbewehrung setzenStk.8–22 €Dübelleisten oder Bewehrungsstäbe in den Bestand
Stahlfaserbeton einbringen340–620 €Material, Einbau, Verdichten, Abziehen
Mattenbewehrung18–35 €alternativ zur Faserbewehrung
Flügelglätten12–28 €oberflächenfertige Betonfläche
Hartstoffeinstreuung18–38 €erhöhte Abriebfestigkeit
Nachbehandlung4–12 €Nachbehandlungsmittel oder Folie, verhindert Schwindrisse
Fugen schneiden und verfüllenlfm22–65 €Scheinfugen, Raumfugen, elastisch verfüllt
Staubschutzwand, Abschottungpsch.450–2.500 €bei Arbeiten im laufenden Betrieb
Zuschlag Wochenend- oder Nachtarbeit%15–35 %wenn der Betrieb nicht schließen kann
Rechenbeispiel 1 · Fitnesscenter, Hantelbereich, 38 m² durchschlagen
Absperrung, Staubschutz, Schneiden, Ausbruch6.400 €
Entsorgung, Untergrund, Anschlussbewehrung4.100 €
Stahlfaserbeton, Verdichten, Flügelglätten7.900 €
Nachbehandlung, Fugen, Reinigung, Wiederherstellung3.300 €

Summe rund 21.700 € netto, das sind 571 €/m², ausgeführt über zwei Wochenenden. Der Betrieb lief weiter, der Bereich war abgeschottet.

Rechenbeispiel 2 · Lagerhalle, 260 m² Boden mit Rissen und Hohllagen
Abbruch Altboden, Entsorgung 46 Tonnen28.600 €
Untergrund verdichten, Trennlage, Randdämmstreifen9.400 €
Stahlfaserbeton 18 cm, eingebracht und geglättet34.800 €
Fugen, Nachbehandlung, Hartstoffeinstreuung11.200 €

Summe rund 84.000 € netto, das sind 323 €/m². Die Fläche war nach sieben Tagen begehbar, nach 28 Tagen voll belastbar – der Einlagerungsplan wurde entsprechend abgestimmt.

Der Ablauf einer punktuellen Instandsetzung

1 · Begehung und BefundAbklopfen, Schadenskartierung, Messen der Schichtdicke, wo nötig eine Kernbohrung. Ergebnis: Welche Flächen werden ausgetauscht, welche bleiben.
2 · AbschottungStaubschutzwände, Abdeckung der angrenzenden Flächen, Absperrung. Im laufenden Betrieb ist das keine Nebenleistung, sondern die Voraussetzung.
3 · AufschneidenMit dem Fugenschneider entlang der festgelegten Kante, senkrecht und auf volle Tiefe. Eine saubere Schnittkante entscheidet später über den Anschluss.
4 · Ausbrechen und entsorgenAltbeton stemmen oder brechen, Bewehrung trennen, Schutt sortenrein abtransportieren. Bei 20 cm Dicke sind das rund 0,45 Tonnen je Quadratmeter.
5 · Untergrund herrichtenReinigen, lose Teile entfernen, Tragschicht prüfen und verdichten. Hohlräume werden verfüllt, nicht überdeckt.
6 · Anschluss herstellenBewehrungsanschlüsse oder Dübelleisten in den Bestand setzen, Haftbrücke auftragen, damit alt und neu zusammenarbeiten.
7 · BetonierenStahlfaserbeton oder bewehrter Beton einbringen, verdichten, abziehen, je nach Anforderung flügelglätten und Hartstoff einstreuen.
8 · NachbehandelnNachbehandlungsmittel oder Folie – der wichtigste und am häufigsten übersprungene Schritt, weil ohne ihn Schwindrisse entstehen.
9 · Fugen und FreigabeScheinfugen schneiden, Randfugen ausbilden, elastisch verfüllen. Danach Freigabe nach Aushärtungsplan.

Warum die Schnittkante über die Haltbarkeit entscheidet

Der häufigste Grund, warum eine Reparaturstelle nach wenigen Monaten erneut ausbricht, ist nicht der Beton, sondern der Rand. Wird die Schadstelle nur ausgestemmt, bleibt eine ausgefranste, schräge Kante zurück. Der neue Beton läuft dort dünn aus, und eine dünne Betonzunge bricht unter Belastung als Erstes.

AusführungFolge
Schadstelle nur ausgestemmt, unregelmäßige Kantedünn auslaufende Ränder, Ausbruch nach wenigen Monaten
Senkrecht geschnitten, aber zu geringe Tiefezu dünne Schicht, Riss entlang der Schnittkante
Senkrecht auf volle Tiefe geschnitten, Anschluss verdübeltneuer Bereich arbeitet mit dem Bestand, hält dauerhaft
Geschnitten, aber ohne HaftbrückeTrennrisse am Übergang, Wasser dringt ein

Deshalb wird bei uns immer geschnitten und nie nur gestemmt – auch wenn das einen Arbeitsschritt mehr bedeutet. Die Mehrkosten liegen bei wenigen Euro je Laufmeter, der Unterschied in der Haltbarkeit bei Jahren.

Betonqualität: was wann eingebaut wird

Die Festigkeitsklasse wird nach Belastung gewählt, nicht nach Gefühl. Höher ist nicht automatisch besser – ein sehr fester Beton ist spröder und stellt höhere Anforderungen an Einbau und Nachbehandlung.

KlasseTypischer EinsatzHinweis
C25/30Lager- und Nebenflächen, geringe Belastungwirtschaftlich, für viele Bestandsböden ausreichend
C30/37Standard im Gewerbe, Stapler, Regalbetriebhäufigste Wahl bei Hallenböden
C35/45hohe Punktlasten, Werkstätten, Rampenguter Kompromiss aus Festigkeit und Verarbeitbarkeit
C40/50 und höherSchwerlast, Fallbelastung, Sonderfälleverlangt exakte Nachbehandlung, sonst Schwindrisse
Schnellzementbetonwenn der Betrieb nach 24 bis 48 Stunden weiterlaufen mussteurer, dafür kaum Ausfallzeit

Stahlfaser oder Mattenbewehrung?

KriteriumStahlfaserbetonMattenbewehrung
EinbauFasern sind im Beton, kein Verlegen nötigMatten müssen verlegt und gelagert werden
Kleine Flächenklar im Vorteil, kein Zuschneidenaufwendig bei unregelmäßigem Zuschnitt
Rissverteilungfeine Risse werden im ganzen Querschnitt gehaltenwirkt in der Bewehrungsebene
Fallbelastunggut geeignet, Fasern halten Ausbrüche zusammenAbplatzungen an der Oberfläche möglich
Oberflächeeinzelne Fasern können sichtbar werdengleichmäßige Oberfläche
KostenMaterial teurer, Lohn geringerMaterial günstiger, Lohn höher

Für die punktuelle Instandsetzung im Bestand ist Stahlfaserbeton in den meisten Fällen die bessere Wahl: Er kommt ohne Verlegearbeit aus, funktioniert auch bei unregelmäßigen Ausbruchformen und hält Ausbrüche an den Rändern zusammen. Bei großen, neu hergestellten Flächen mit hohen Einzellasten wird beides kombiniert – Fasern für die Rissverteilung, Matten oder Stabstahl für die Tragfähigkeit. Was im konkreten Fall nötig ist, legt bei tragenden Bauteilen ein konzessionierter Statiker fest.

Aushärten: der Zeitplan, den niemand abkürzen kann

ZeitpunktWas möglich istWas noch nicht geht
nach 12–24 Stundenvorsichtig begehbarkeine Lasten, kein Gerät
nach 3 Tagenleichter Betrieb, FußverkehrStapler, schwere Geräte
nach 7 TagenTeilbelastung, leichte Gerätevolle Nutzlast
nach 28 Tagenvolle Festigkeit, volle Belastung
mit SchnellzementBelastung oft nach 24–48 StundenMehrkosten, engere Verarbeitungsfenster

Vor einem Bodenbelag kommt zusätzlich die Restfeuchte ins Spiel: Beläge werden erst verlegt, wenn der Untergrund ausreichend trocken ist, nachgewiesen mit einer Feuchtemessung. Wer hier drängt, bekommt Blasen und Ablösungen – und dann war die gesamte Instandsetzung umsonst.

Sonderfall Fitnesscenter: Hantelbereich und Functional Area

Kein anderer Gewerbeboden wird so belastet wie der Hantelbereich. Eine Hantelscheibe mit 25 Kilogramm, die aus 1,5 Metern fällt, erzeugt eine Schlagbelastung, für die kein normaler Estrich ausgelegt ist – und sie fällt nicht einmal, sondern hundertmal am Tag, meist an denselben Stellen.

SchadensbildUrsacheRichtige Antwort
Estrich durchgeschlagen, Krater unter der MatteSchlagbelastung auf zu dünnem oder zu weichem AufbauBereich aufschneiden, mit Stahlfaserbeton konstruktiv neu herstellen
Matten wandern, Fugen klaffenuntauglicher Unterbau, Bewegung im AufbauUntergrund neu herstellen, dann Mattensystem neu verlegen
Risse im Bereich der RackfüßePunktlasten aus GerätenLastverteilung planen, Bereich verstärken
Beschwerden aus NachbarwohnungenKörperschall über die Konstruktionentkoppelter Aufbau mit elastischer Zwischenschicht
Wiederkehrende Reparaturen an derselben StelleOberflächenreparatur statt konstruktiver Lösungeinmal richtig: ausschneiden und neu betonieren
Der häufigste Fehler im Fitnessbereich ist die Reparatur mit Spachtelmasse. Sie sieht nach zwei Tagen gut aus und ist nach drei Wochen wieder aufgeschlagen, weil sie eine Schlagbelastung aufnehmen soll, für die sie nicht gemacht ist. Wirtschaftlich ist das teurer als die einmalige konstruktive Lösung: Drei Reparaturversuche samt Sperrzeiten kosten mehr als der Austausch der Fläche – und in der Zwischenzeit ist der Bereich für die Mitglieder unbenutzbar.

Für den Wiederaufbau kommt es auf die Kombination an: eine tragfähige Betonplatte, darüber ein Fallschutzsystem, das die Energie aufnimmt. Die Betonplatte allein verhindert das Durchschlagen, die Matte allein verteilt nur. Wird nur eines von beidem erneuert, kehrt der Schaden zurück.

Arbeiten im laufenden Betrieb

Fitnesscenter, Lager, Werkstätten und Handelsflächen können selten wochenlang schließen. Deshalb planen wir die Instandsetzung um den Betrieb herum.

ModellWie es läuftAuswirkung auf den Preis
Abschnittsweise bei laufendem BetriebTeilfläche abgeschottet, Rest bleibt nutzbar+10 bis 25 %
WochenendarbeitFreitagabend bis Montagfrüh, mit Schnellzement+15 bis 35 %
Nachtarbeitnur bei kurzen Abschnitten sinnvolldeutlich teurer
Vollsperre des Bereichsschnellste und günstigste VarianteBasispreis

Was dabei zählt, ist die Abschottung. Betonstaub ist fein, aggressiv und setzt sich überall ab – in Geräten, Lüftungen, Regalen und Ware. Eine ordentliche Staubwand mit Schleuse und Unterdruckhaltung kostet einige Hundert bis wenige Tausend Euro und verhindert Schäden, die ein Vielfaches ausmachen. Deshalb steht sie bei uns als eigene Position im Angebot und nicht im Kleingedruckten.

Welche Böden wir instand setzen

ObjektTypische BelastungTypischer Schaden
FitnesscenterFallbelastung, Punktlasten aus Gerätendurchgeschlagene Bereiche im Hantelbereich
Lager und LogistikStapler, Regallasten, RangierenFugenausbrüche, Risse, Hohllagen
Werkstatt und ProduktionMaschinenfundamente, Öl, ChemieAbplatzungen, Absenkungen, Ölschäden
Tiefgarage und ParkdeckVerkehr, Streusalz, FeuchteBetonabplatzungen, freiliegende Bewehrung
Handel und MarktRollcontainer, Publikumsverkehrabgefahrene Fugen, Stolperkanten
Gastro und GroßkücheNässe, Fett, Reinigungsmittelzerstörte Beläge, undichte Abläufe
Büro und Praxisgering, aber Optik zähltEstrichrisse, Unebenheiten vor Belagswechsel

In Tiefgaragen kommt ein Punkt dazu, der die Reihenfolge bestimmt: Ist die Bewehrung bereits korrodiert, reicht das Verfüllen nicht. Dann wird der Beton bis hinter die Bewehrung entfernt, der Stahl entrostet und passiviert, erst danach neu aufgebaut. Mehr dazu auf der Seite Tiefgaragensanierung.

Ursachen: warum Böden brechen

  • Zu dünne Schicht. Ein Estrich von 50 Millimetern hält keine Schlag- oder Staplerlasten. Das ist kein Mangel des Estrichs, sondern eine Fehlnutzung.
  • Fehlende oder falsch gesetzte Fugen. Beton schwindet. Ohne Scheinfugen sucht er sich die Risse selbst, meist diagonal über die Fläche.
  • Hohllage im Untergrund. Wird die Tragschicht nicht verdichtet oder spült Wasser sie aus, verliert die Platte ihre Auflage und bricht.
  • Mangelhafte Nachbehandlung. Trocknet die Oberfläche zu schnell aus, entstehen Netzrisse – sichtbar oft erst nach Wochen.
  • Punktlasten ohne Lastverteilung. Regalfüße und Maschinenfüße konzentrieren die Last auf wenige Quadratzentimeter.
  • Chemischer Angriff. Öle, Säuren und Reinigungsmittel zerstören die Zementmatrix an der Oberfläche.
  • Nutzungsänderung. Aus einem Verkaufsraum wird ein Lager, aus einer Halle ein Fitnessbereich – der Boden wurde für etwas anderes gebaut.

Die letzte Ursache ist die häufigste, die wir in Wien antreffen: Flächen werden anders genutzt als ursprünglich geplant. Dann hilft kein Ausbessern, sondern nur ein Aufbau, der zur neuen Nutzung passt – und genau das klären wir vor dem Angebot, damit die Instandsetzung nicht in zwei Jahren wieder ansteht.

Wie ein Boden aufgebaut ist – und wo er versagt

Ein Gewerbeboden ist ein Schichtsystem. Welche Schicht gebrochen ist, entscheidet darüber, ob eine Reparatur reicht oder die Fläche neu aufgebaut werden muss.

SchichtAufgabeTypisches VersagenFolge für die Instandsetzung
Nutzschicht oder BelagOptik, Reinigbarkeit, RutschhemmungAbrieb, Ablösungen, Blasennur Oberfläche, günstig
HartstoffschichtAbriebfestigkeitabgefahren, staubtschleifen oder neu einstreuen
Betonplatte oder Estrichträgt und verteilt die LastRisse, Brüche, DurchschlägeBereich ausschneiden, neu betonieren
Trenn- oder Gleitlageentkoppelt von Untergrundbeschädigt, verrutschtbeim Neuaufbau erneuern
Dämm- oder AusgleichsschichtWärme, Schall, Höhenausgleichzusammengedrückt, durchfeuchtetaustauschen, sonst sackt alles nach
Tragschicht, Untergrundnimmt die Last aufHohllagen, Setzungen, ausgespültverdichten oder verpressen vor dem Betonieren

Der entscheidende Punkt: Ein Schaden an der Oberfläche kann von ganz unten kommen. Sackt der Untergrund, reißt die Platte, und an der Oberfläche zeigt sich ein Riss. Wer nur den Riss verfüllt, hat in drei Monaten denselben Riss daneben. Deshalb steht am Anfang immer die Frage, welche Schicht versagt hat – und nicht, wie die Oberfläche wieder ordentlich aussieht.

Was ein belastbares Angebot enthalten muss

Angebote für Bodeninstandsetzungen sind schwer vergleichbar, weil die Vorleistungen selten ausgeschrieben werden. Diese sieben Punkte machen den Vergleich möglich:

  • Schnittlänge und Ausbruchfläche mit Mengen, nicht „Reparatur pauschal".
  • Schichtdicke und Betonklasse benannt – 12 cm C25/30 ist etwas völlig anderes als 20 cm C35/45.
  • Bewehrungsart: Stahlfaserdosierung in kg/m³ oder Mattentyp, damit klar ist, was eingebaut wird.
  • Entsorgung nach Tonnen, mit Hinweis auf sortenreine Trennung und Nachweis.
  • Staubschutz und Abschottung als eigene Position, nicht als Nebenleistung.
  • Nachbehandlung und Fugen ausgewiesen – beides wird gern weggelassen und kostet später am meisten.
  • Freigabeplan: wann begehbar, wann teilbelastbar, wann voll belastbar.

Fehlt einer dieser Punkte, ist das Angebot nicht günstiger, sondern unvollständig. Am häufigsten fehlen Nachbehandlung und Fugen – genau die beiden Positionen, deren Weglassen nach wenigen Monaten zu Rissen führt, die dann niemand mehr eindeutig zuordnen kann.

Wirtschaftlich rechnen: reparieren oder neu machen

SituationEmpfehlungBegründung
Wenige Stellen, Rest der Fläche intaktpunktuell instand setzengeringster Eingriff, kürzeste Ausfallzeit
Viele Einzelstellen, über 40 % der FlächeFläche neu herstellenSumme der Einzelreparaturen übersteigt den Neuaufbau
Nutzung ändert sichAufbau neu planenalter Aufbau passt nicht zur neuen Belastung
Schäden kehren regelmäßig zurückUrsache beheben, dann konstruktiv lösenwiederholte Reparaturen kosten mehr als die richtige Lösung
Belag soll ohnehin erneuert werdenUntergrund gleich mitmachenFläche ist frei, doppelte Sperrzeit entfällt

Die vierte Zeile beschreibt den Fall, in dem wir am häufigsten gerufen werden: Es wurde bereits zwei- oder dreimal ausgebessert. Rechnet man die bisherigen Reparaturen und die Sperrzeiten zusammen, liegt der Betrag meist über dem, was die konstruktive Lösung von Anfang an gekostet hätte.

Fugen: der Teil, an dem Böden zuerst kaputtgehen

In Hallen- und Gewerbeböden beginnt der Verfall fast immer an den Fugen. Der Grund ist einfach: Dort ist der Beton unterbrochen, die Kante ungeschützt, und jedes Rad und jeder Palettenhubwagen schlägt genau darauf.

FugenartAufgabeTypischer SchadenInstandsetzung
Scheinfugegibt dem Schwinden eine kontrollierte StelleKanten ausgebrochen, Füllung fehltausschneiden, Kanten aufbauen, neu verfüllen
Raum- und Randfugetrennt die Platte von Wänden und Stützenverschmutzt, überdeckt, wirkungslosfreilegen, neu ausbilden
ArbeitsfugeGrenze zwischen zwei BetonierabschnittenHöhenversatz, Ausbruchverdübeln, Kanten neu herstellen
Bewegungsfuge im Bestandnimmt Bewegungen aus dem Gebäude aufelastische Füllung verhärtet, reißtFüllprofil erneuern, nie starr verfüllen

Ein häufiger und teurer Fehler ist es, Fugen einfach zu überbetonieren, weil sie stören. Das hält selten länger als eine Heizperiode: Der Beton arbeitet weiter und reißt an derselben Stelle, nur unkontrolliert und mit ausgefransten Rändern. Richtig ist, die Fuge zu übernehmen und im neuen Bereich fortzuführen – bei der Instandsetzung ebenso wie beim Neuaufbau.

Für die Kantenausbildung gibt es zwei Wege: Bei geringer Beanspruchung reicht ein Kantenaufbau mit hochfestem Reparaturmörtel. Bei Staplerverkehr über die Fuge lohnt sich ein Fugenprofil aus Stahl, das die Kante dauerhaft schützt. Das Profil kostet je Laufmeter mehr, hält aber genau dort, wo sonst jedes Jahr nachgearbeitet wird.

Was wir dokumentieren und warum

Bei Böden in Gewerbeobjekten hängt oft mehr an der Dokumentation als am Bau selbst: Versicherungsfälle, Mietverhältnisse, Betreiberpflichten, Gewährleistung gegenüber dem Vormieter oder dem Voranbieter.

UnterlageWofür sie gebraucht wird
Fotos der Schadstellen vor dem AusbruchNachweis des Schadensumfangs, Versicherung, Vermieter
Fotos des freigelegten Untergrundszeigt die tatsächliche Ursache, begründet Nachträge
Fotos der AnschlussbewehrungNachweis der fachgerechten Ausführung, nach dem Betonieren unsichtbar
Lieferscheine des BetonsFestigkeitsklasse, Fasergehalt, Liefermenge
Protokoll der NachbehandlungNachweis gegen den Vorwurf von Schwindrissen
Freigabeplan mit Datumklärt, ab wann belastet werden durfte – wichtig bei Folgeschäden
Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110Beginn der Gewährleistungsfrist, Mängelliste

Besonders der vorletzte Punkt wird unterschätzt. Wird eine Fläche zu früh mit Staplern befahren und reißt danach, ist ohne Freigabeplan kaum zu klären, woran es lag. Mit Freigabeplan ist es in zwei Minuten geklärt – und das schützt beide Seiten.

Drei typische Aufträge aus der Praxis

Die folgenden Fälle beschreiben Aufgabenstellungen, wie sie in Wien regelmäßig vorkommen – ohne Kundennamen, weil Objektdaten vertraulich bleiben.

AusgangslageWas gemacht wurdeWarum so
Hantelbereich, mehrere durchgeschlagene Stellen unter den Matten, zuvor zweimal gespachteltBereiche ausgeschnitten, Stahlfaserbeton, Fallschutzsystem neuSpachtelmasse nimmt keine Schlagbelastung auf; die Konstruktion musste die Energie aufnehmen
Lagerhalle, Fugenkanten über die gesamte Fahrspur ausgebrochenFugen ausgeschnitten, Kanten mit Stahlprofil neu aufgebaut, elastisch verfülltOhne Profil bricht die Kante bei Staplerverkehr jedes Jahr erneut aus
Werkstatt, Boden im Bereich einer Maschine abgesacktPlatte geöffnet, Hohlraum verdichtet, verstärkter Aufbau mit LastverteilungDie Ursache lag im Untergrund; eine Ausgleichsmasse wäre mitgesackt

Das Muster ist in allen drei Fällen gleich: Vorher wurde an der Oberfläche gearbeitet, der Schaden kam zurück. Erst die konstruktive Lösung hat gehalten. Deshalb fragen wir bei jeder Anfrage zuerst, was bereits versucht wurde – das sagt meist mehr über die Ursache als der aktuelle Zustand.

Betriebsabläufe: wie wir die Sperrzeit kurz halten

  • Fläche in Abschnitte teilen. Nicht die ganze Halle gleichzeitig, sondern Felder, die einzeln freigegeben werden.
  • Schnellzement dort, wo es zählt. In Bereichen, die der Betrieb dringend braucht, wird mit schneller Festigkeitsentwicklung gearbeitet, im Rest normal – das spart Kosten.
  • Vorbereitende Arbeiten vorziehen. Schneiden und Ausbrechen lassen sich außerhalb der Betriebszeiten machen, betoniert wird dann im Zug.
  • Material vorab disponieren. Beton kommt nach Zeitplan, nicht auf Zuruf – bei Wochenendterminen ist das der kritische Punkt.
  • Freigabeplan aushängen. Jeder im Betrieb sieht, welche Fläche ab wann betreten und befahren werden darf.

Der letzte Punkt klingt banal und verhindert den häufigsten Folgeschaden: Eine Fläche wird zu früh befahren, weil niemand wusste, dass sie noch nicht freigegeben war. Ein Aushang mit Datum und Uhrzeit kostet nichts und erspart die Diskussion, wer für den Riss verantwortlich ist.

Wenn danach ein Belag draufkommt

Viele Flächen bekommen nach der Instandsetzung wieder einen Belag – Epoxid, PU, Vinyl, Fliesen oder ein Mattensystem. Dann entscheidet der Zustand des Untergrunds darüber, ob der Belag hält.

BelagAnforderung an den UntergrundWorauf zu achten ist
Epoxid- oder PU-Beschichtungfest, sauber, ausreichend trocken, aufgerautRestfeuchte messen, sonst Blasen und Ablösung
Vinyl oder Kautschukeben, rissfrei, trockenUnebenheiten zeichnen sich durch
Fliesentragfähig, Bewegungsfugen übernommenFugen müssen durchgeführt werden, sonst reißen die Fliesen
Fallschutzmattenebener, tragfähiger UntergrundMatte verteilt, sie trägt nicht
Sichtbeton als Nutzschichtgeglättet, nachbehandelt, imprägniertFarbunterschiede zwischen alt und neu bleiben sichtbar

Der letzte Punkt ist eine ehrliche Vorwarnung: Ein neu betonierter Bereich wird im Farbton nie exakt dem Altbestand entsprechen. Wer eine einheitliche Optik will, braucht entweder eine Beschichtung über die gesamte Fläche oder muss mit einem sichtbaren Flicken leben. Das sagen wir vor dem Auftrag, nicht danach.

Gewährleistung und was sie voraussetzt

Für unsere Leistungen gelten die gesetzlichen Fristen, bei unbeweglichen Sachen drei Jahre nach § 933 ABGB. Vertragsgrundlage ist die ÖNORM B 2110 mit Abnahmeprotokoll und Rücklässen. Damit die Gewährleistung im Streitfall trägt, braucht es allerdings zwei Dinge, die der Auftraggeber beeinflusst:

  • Freigabezeiten einhalten. Wird eine Fläche vor der Freigabe befahren, ist der Schaden nicht auf die Ausführung zurückzuführen. Der Freigabeplan hängt deshalb sichtbar aus.
  • Nutzung wie vereinbart. Ein Boden, der für Fußverkehr und leichte Geräte hergestellt wurde, hält keinen Staplerbetrieb aus. Ändert sich die Nutzung, sagen Sie es uns – dann wird der Aufbau von vornherein anders geplant.

Beides klingt selbstverständlich und ist in der Praxis der häufigste Streitpunkt bei Bodenschäden. Mit dokumentierter Ausführung, Lieferscheinen und Freigabeplan lässt sich in wenigen Minuten klären, woran ein Schaden liegt – und genau deshalb dokumentieren wir so ausführlich.

Warum Betonstaub ein eigenes Thema ist

Beim Schneiden und Brechen entsteht feiner Quarzstaub. Für den Betrieb heißt das zweierlei: Es ist ein Arbeitsschutzthema für die ausführenden Leute und ein Sachthema für alles, was in der Halle steht.

MaßnahmeWirkungWann sie eingesetzt wird
Nassschnittbindet den Staub direkt an der Klingewo Wasser unproblematisch ist
Absaugung am Geräterfasst den Staub an der Entstehungsstellein Innenräumen mit empfindlicher Einrichtung
Staubwand mit Schleusetrennt Arbeitsbereich vom Betriebimmer bei laufendem Betrieb
UnterdruckhaltungLuft strömt in den Arbeitsbereich, nicht herausbei Lebensmittel-, Gesundheits- und Fitnessbereichen
Feinreinigung danachentfernt abgesetzten Staub von Flächen und Gerätenvor der Freigabe an den Betrieb

Gerade in Fitnesscentern lohnt sich der Aufwand: Betonstaub in Laufbändern, Kabelzügen und Lüftungsanlagen führt zu Reklamationen und Wartungskosten, die schnell den Preis der Abschottung übersteigen. Deshalb planen wir sie von vornherein ein und weisen sie transparent aus, statt sie als selbstverständlich anzunehmen. Was am Ende zählt, ist eine Fläche, die der Betrieb ohne Einschränkung nutzen kann – sauber übergeben, dokumentiert und mit klarem Freigabeplan.

Abgrenzung zu unseren anderen Bodenleistungen

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Geschäftslokal komplett umbauenGeschäftslokal umbauen

Wann Sie uns nicht brauchen

Wenn der Boden nur staubt, matt ist oder eine neue Optik bekommen soll, ist ein Betrieb für Schleifen, Imprägnieren und Beschichten die richtige und günstigere Adresse. Wir kommen ins Spiel, wenn die Konstruktion betroffen ist: gebrochene Stellen, Hohllagen, ausgebrochene Fugen, durchgeschlagene Bereiche – alles, wo Beton raus und neuer Beton rein muss.

Häufige Fragen zur Industriebodensanierung in Wien

Was kostet die Instandsetzung einer einzelnen Schadstelle?
Kleine Stellen liegen bei 380 bis 650 €/m², wobei Anfahrt, Abschottung und Gerät auch bei kleinen Flächen anfallen. Deshalb ist es fast immer günstiger, mehrere Stellen in einem Termin zu erledigen statt einzeln über Monate verteilt.
Ab wann lohnt sich ein kompletter Neuaufbau?
Erfahrungsgemäß ab etwa 40 Prozent betroffener Fläche. Darunter sind Einzelstellen günstiger, darüber übersteigt die Summe der Reparaturen samt Sperrzeiten die Kosten der Neuherstellung.
Welche Fugenkante hält bei Staplerverkehr?
Bei starker Beanspruchung ein Fugenprofil aus Stahl. Ein Kantenaufbau mit Reparaturmörtel reicht für leichten Verkehr, bricht bei Staplern über die Fuge aber regelmäßig wieder aus.
Darf über bestehende Fugen betoniert werden?
Nein. Der Beton arbeitet weiter und reißt an derselben Stelle, dann unkontrolliert und mit ausgefransten Rändern. Bestehende Fugen werden aufgenommen und im neuen Bereich fortgeführt.
Wie viel Bauschutt fällt an?
Bei 20 cm Dicke rund 0,45 Tonnen je Quadratmeter. Bei 260 m² sind das etwa 46 Tonnen – ein eigener Kostenblock, der im Angebot nach Tonnen ausgewiesen wird.
Was ist mit Maschinen und Ware während der Arbeiten?
Sie werden abgedeckt oder ausgeräumt, und der Arbeitsbereich wird mit Staubwand und Schleuse abgeschottet. Betonstaub in Lagern, Lüftungen und Geräten verursacht mehr Schaden als die Abschottung kostet.
Was kostet es, schadhafte Stellen im Betonboden auszutauschen?
Punktuell 380 bis 650 €/m², bei zusammenhängenden Flächen ab 20 m² 220 bis 420 €/m², bei ganzen Hallenflächen 180 bis 320 €/m². Der Fitnessbereich im Beispiel mit 38 m² lag bei rund 21.700 € netto.
Woran erkenne ich, ob Beschichten reicht?
Am Klang und an der Bewegung. Klingt die Fläche beim Abklopfen hohl oder bewegt sie sich beim Befahren, sitzt der Schaden in der Konstruktion – dann reißt jede Beschichtung wieder auf. Ist der Untergrund fest und nur die Oberfläche verbraucht, reicht Schleifen und Beschichten.
Warum wird aufgeschnitten und nicht nur ausgestemmt?
Weil eine ausgefranste Kante dazu führt, dass der neue Beton dünn ausläuft – und eine dünne Betonzunge bricht als Erstes wieder aus. Ein senkrechter Schnitt auf volle Tiefe kostet wenige Euro je Laufmeter und entscheidet über Jahre Haltbarkeit.
Welche Betonqualität wird eingebaut?
Nach Belastung: C25/30 für Nebenflächen, C30/37 als Standard im Gewerbe, C35/45 bei hohen Punktlasten, darüber bei Schwerlast und Fallbelastung. Höher ist nicht automatisch besser – fester Beton ist spröder und verlangt exakte Nachbehandlung.
Stahlfaserbeton oder Bewehrungsmatten?
Bei punktueller Instandsetzung meist Stahlfaser, weil kein Verlegen nötig ist und unregelmäßige Ausbruchformen kein Problem sind. Bei großen neuen Flächen mit hohen Einzellasten wird kombiniert. Bei tragenden Bauteilen legt das ein konzessionierter Statiker fest.
Wie lange dauert es, bis ich den Boden wieder nutzen kann?
Vorsichtig begehbar nach 12 bis 24 Stunden, leichter Betrieb nach drei Tagen, Teilbelastung nach sieben, volle Belastung nach 28 Tagen. Mit Schnellzementbeton ist die Fläche oft nach 24 bis 48 Stunden belastbar – gegen Mehrkosten.
Können Sie am Wochenende arbeiten?
Ja. Freitagabend bis Montagfrüh ist bei Fitnesscentern und Handelsflächen die übliche Lösung, meist mit Schnellzement. Der Zuschlag liegt bei 15 bis 35 %, dafür entfällt der Umsatzausfall.
Wie wird der Betonstaub im Betrieb beherrscht?
Durch Nassschnitt oder Absaugung am Gerät, Staubwand mit Schleuse und, in empfindlichen Bereichen, Unterdruckhaltung. Vor der Freigabe folgt eine Feinreinigung – Staub in Geräten und Lüftungen kostet mehr als jede Abschottung.
Was passiert mit dem Bauschutt?
Er wird sortenrein getrennt, abtransportiert und mit Nachweis entsorgt, 60 bis 140 € je Tonne. Bei 20 cm Dicke fallen rund 0,45 Tonnen je Quadratmeter an – das ist bei größeren Flächen ein eigener Kostenblock.
Warum bricht die Stelle im Fitnesscenter immer wieder auf?
Weil mit Spachtelmasse repariert wird, die für Schlagbelastung nicht gemacht ist. Sie hält wenige Wochen. Die dauerhafte Lösung ist konstruktiv: aufschneiden, ausbrechen, mit Stahlfaserbeton neu herstellen und darüber ein Fallschutzsystem, das die Energie aufnimmt.
Reicht es, nur die Matten zu tauschen?
Nur wenn der Untergrund intakt ist. Ist der Estrich darunter durchgeschlagen, verteilt die neue Matte die Last auf einen kaputten Untergrund – der Schaden kommt zurück, nur unsichtbar.
Was tun gegen Beschwerden aus den Wohnungen darüber oder daneben?
Das ist Körperschall, der über die Konstruktion läuft. Er wird über einen entkoppelten Aufbau mit elastischer Zwischenschicht reduziert. Das gehört in dieselbe Planung wie die Instandsetzung, sonst wird der Boden zweimal geöffnet.
Müssen Fugen neu geschnitten werden?
Ja, wenn die Fläche neu hergestellt wird. Beton schwindet, und ohne Scheinfugen sucht er sich die Risse selbst. Bestehende Fugen werden aufgenommen und im neuen Bereich fortgeführt, nicht überbetoniert.
Was ist Nachbehandlung und warum ist sie so wichtig?
Das Abdecken oder Besprühen der frischen Fläche, damit sie nicht zu schnell austrocknet. Ohne sie entstehen Netz- und Schwindrisse, oft erst nach Wochen sichtbar. Es ist der billigste Arbeitsschritt mit der größten Wirkung – und der am häufigsten weggelassene.
Können Sie auch beschichten?
Die Wiederherstellung der Oberfläche nach unserer Betonarbeit organisieren wir, 35 bis 90 €/m². Für reine Beschichtungsprojekte ohne Bauleistung sind spezialisierte Beschichter die günstigere Adresse.
Wie wird bei Hohllagen vorgegangen?
Erst wird geprüft, wie weit der Hohlraum reicht – durch Abklopfen und Kernbohrung. Dann wird entweder verpresst oder die Platte geöffnet, der Untergrund verdichtet und neu betoniert. Eine Ausgleichsmasse darüber sackt mit.
Was ist bei freiliegender Bewehrung zu tun?
Beton bis hinter die Bewehrung entfernen, Stahl entrosten und passivieren, dann mit Korrosionsschutz und Reprofilierungsmörtel aufbauen. Wird nur überdeckt, rostet der Stahl weiter und sprengt den neuen Beton ab.
Wann ist eine statische Beurteilung nötig?
Bei reiner Oberflächenerneuerung nicht. Sobald tragende Bauteile betroffen sind, die Nutzung sich ändert oder höhere Lasten dazukommen, ja – das übernimmt ein konzessionierter Partnerbetrieb, der im Angebot namentlich steht.
Wie groß darf eine Instandsetzungsfläche sein?
Nach oben gibt es keine Grenze, wir haben Hallenflächen und punktuelle Stellen im Programm. Wirtschaftlich kippt es ab etwa 40 % betroffener Fläche: Dann ist die Neuherstellung des ganzen Bodens meist günstiger als viele Einzelstellen.
Arbeiten Sie auch außerhalb Wiens?
In Wien und im Umland, für größere Flächen auch weiter. Der Anfahrtsaufschlag steht im Angebot.
Wie schnell können Sie beginnen?
Begehung binnen fünf Werktagen, Angebot zwei Werktage danach. Kleinere Instandsetzungen lassen sich in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen einplanen, Wochenendtermine nach Abstimmung.
Wie verbindlich ist der Preis bei unbekannter Schichtdicke?
Der Festpreis steht nach der Begehung mit Mengen und Positionen. Was von der tatsächlichen Schichtdicke abhängt, steht als Bedarfsposition mit Einheitspreis darin – ehrlicher, als eine Pauschale zu nennen und später nachzufordern.
Was bekomme ich zur Dokumentation?
Fotos der Schadstellen vor dem Ausbruch, des freigelegten Untergrunds und der Anschlussbewehrung, dazu Lieferscheine des Betons mit Festigkeitsklasse und das Abnahmeprotokoll. Bei Versicherungsfällen ist genau das die verlangte Grundlage.
Ist das auch für Versicherungsschäden möglich?
Ja. Wir dokumentieren Schadensumfang und Ausführung in der Form, die Versicherungen üblicherweise verlangen, und rechnen nach Positionen ab.

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