Balkonsanierung WienBeton, Abdichtung, Belag —dicht für Jahrzehnte.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Eine Balkonsanierung in Wien kostet 250 bis 550 Euro pro Quadratmeter netto. Enthalten sind Rückbau, Betoninstandsetzung, Abdichtung, Gefälle, Randabschluss und neuer Belag. Kommt das Geländer dazu, sind es 350 bis 800 €/lfm. Bauzeit 1 bis 3 Wochen je Balkon. Festpreis nach ÖNORM B 2110.

Eine Balkonsanierung in Wien kostet 250 bis 550 € pro Quadratmeter netto. Der Unterschied liegt im Zustand des Betons: Reicht eine neue Abdichtung mit Belag, sind es 250 bis 350 €/m². Ist die Bewehrung angerostet und muss die Platte instandgesetzt werden, 400 bis 550 €/m². Ein neues Geländer kostet 350 bis 800 € je Laufmeter. Bauzeit 1 bis 3 Wochen je Balkon, Gerüst oder Hubsteiger je nach Lage zusätzlich. Bei mehreren Balkonen übereinander sinkt der Quadratmeterpreis deutlich.
Betoninstandsetzung nach ÖNORM EN 1504 Abdichtung nach ÖNORM B 3691 Festpreis ÖNORM B 2110 Fotodokumentation vor dem Schließen 3 Jahre Gewährleistung

Was eine Balkonsanierung in Wien kostet

Richtwerte netto, Stand 2026, verbindlich nach Begehung. Der Preis hängt fast ausschließlich davon ab, wie weit der Beton geschädigt ist – nicht davon, welche Fliese oben liegt.

UmfangZustandPreis nettoBauzeit
Abdichtung und Belag neuBeton intakt, nur Oberfläche schadhaft250–350 €/m²5–8 Werktage
Mit BetoninstandsetzungAbplatzungen, Bewehrung sichtbar400–550 €/m²10–15 Werktage
Mit TragwerksertüchtigungBewehrung stark korrodiert, Statik nötig600–900 €/m²3–5 Wochen
Balkon abtragen und neuPlatte nicht mehr zu retten900–1.600 €/m²4–8 Wochen
Nur Geländer erneuernBeton in Ordnung350–800 €/lfm2–4 Werktage

Einzelpreise, damit Sie ein Angebot prüfen können

PositionEinheitPreis nettoWas dazugehört
Alten Belag und Estrich abtragen45–90 €Stemmen, Abtransport, Entsorgung mit Nachweis
Beton abtragen bis zum tragfähigen Kern60–140 €Höchstdruckwasserstrahlen oder Stemmen
Bewehrung entrosten und beschichtenlfm18–45 €Entrosten bis SA 2½, Korrosionsschutz zweilagig
Betonersatzmörtel nach ÖNORM EN 150470–160 €Haftbrücke, Reprofilierung, Nachbehandlung
Gefälleestrich anlegen35–70 €1,5–2 % vom Gebäude weg, Randdämmstreifen
Abdichtung nach ÖNORM B 369145–85 €Grundierung, zwei Lagen, Dichtbänder, Manschetten
Randabschlussprofil, Tropfkantelfm28–60 €Aluminium oder Edelstahl, in die Abdichtung eingebunden
Feinsteinzeug 2 cm auf Stelzlager85–150 €Stelzlager, Platten, Ausrichten, Randschnitt
Feinsteinzeug im Dünnbett70–120 €Entkopplungsmatte, Kleber, Fugen, Silikon
WPC- oder Holzbelag auf Unterkonstruktion90–170 €Lager, Dielen, Befestigung
Geländer Stahl feuerverzinktlfm350–550 €Ausbau alt, Anfertigung, Montage, Abdichtungsanschluss
Geländer mit Glasfüllunglfm550–800 €VSG-Glas, Klemmprofil, Montage
Entwässerung, Ablauf oder SpeierStk.280–650 €Kernbohrung, Ablauf, Anschluss, Abdichtung
Untersicht sanieren und streichen45–95 €Betoninstandsetzung, Spachtelung, Fassadenfarbe
Gerüst oder Hubsteigerpsch.800–3.500 €je nach Höhe, Standzeit und Zugänglichkeit
Baustelleneinrichtung, Schutz, Reinigungpsch.450–1.200 €Schutz der Wohnung, Staubschleuse, Endreinigung
Rechenbeispiel · Gründerzeitbalkon, 6 m², Beton mit Abplatzungen
Rückbau und Entsorgung480 €
Betoninstandsetzung, Bewehrung1.150 €
Gefälle, Abdichtung, Randprofil1.020 €
Belag, Untersicht, Baustelle1.280 €

Summe rund 3.930 € netto, das sind 655 €/m². Bei vier gleichartigen Balkonen übereinander sinkt der Quadratmeterpreis auf rund 430 €, weil Gerüst, Anfahrt und Baustelleneinrichtung nur einmal anfallen.

Woran Sie erkennen, dass Ihr Balkon fällig ist

Ein Balkon meldet sich lange bevor er einstürzt. Diese acht Zeichen bedeuten Handlungsbedarf – die letzten drei sofort.

  • Feuchte Flecken an der Untersicht oder an der Wand darunter. Wasser läuft bereits durch die Platte.
  • Kalkfahnen und Sinterspuren an der Balkonunterseite: Wasser wandert durch den Beton und löst Kalk heraus.
  • Hohl klingende Fliesen beim Abklopfen. Der Verbund ist weg, darunter steht Wasser.
  • Risse in Fugen und am Wandanschluss, besonders nach Frostperioden.
  • Aufstehende Randprofile oder fehlende Tropfkante: Wasser läuft an der Stirnseite zurück unter den Belag.
  • Rostfahnen an der Balkonkante – die Bewehrung im Beton korrodiert bereits.
  • Abplatzungen mit sichtbarem Stahl. Rostender Stahl dehnt sich um das Zwei- bis Vierfache und sprengt den Beton von innen.
  • Wackelndes Geländer. Meist ist die Verankerung im Beton korrodiert – das ist ein Sicherheitsthema, kein Schönheitsfehler.
Der häufigste Irrtum bei Balkonen: „Wir tauschen nur die Fliesen.“ Die Fliese ist nicht dicht und war es nie. Dicht ist die Abdichtung darunter. Wer neue Platten auf eine alte, undichte Fläche legt, zahlt zweimal – einmal jetzt und einmal in vier Jahren, dann mit Betonschaden.

Der Aufbau, Schicht für Schicht

1 · Tragende BetonplatteSie muss sauber, tragfähig und frei von losen Teilen sein. Alles, was hohl klingt, wird abgetragen – lieber einen Quadratmeter zu viel als eine Stelle zu wenig.
2 · BewehrungsschutzFreigelegter Stahl wird bis SA 2½ entrostet und zweilagig beschichtet. Ohne diesen Schritt rostet er unter dem neuen Mörtel weiter.
3 · ReprofilierungBetonersatzmörtel nach ÖNORM EN 1504, mit Haftbrücke aufgebracht und nachbehandelt. Das ist kein Spachtel aus dem Baumarkt, sondern ein geprüftes Systemprodukt.
4 · Gefälle1,5 bis 2 % vom Gebäude weg. Ohne Gefälle steht Wasser, und stehendes Wasser findet jede Schwachstelle.
5 · AbdichtungVerbundabdichtung nach ÖNORM B 3691, zwei Lagen, mit Dichtband an jeder Ecke, jedem Anschluss und jeder Durchdringung.
6 · Randabschluss mit TropfkanteDas Profil führt Wasser über die Kante ab, statt es an der Stirnseite zurücklaufen zu lassen. Fehlt es, entstehen genau dort die Rostfahnen.
7 · EntkopplungZwischen Abdichtung und Fliesenbelag, damit Temperaturbewegungen nicht in den Belag durchschlagen. Ein Balkon erlebt im Jahr Temperaturunterschiede von 60 Grad und mehr.
8 · BelagFeinsteinzeug im Dünnbett, auf Stelzlagern oder ein Holz- beziehungsweise WPC-Rost. Jede Variante hat ihren Platz – entscheidend ist, was darunter liegt.

Balkone im Wiener Altbau: fünf Besonderheiten

1. Der Gründerzeitbalkon ist oft ein Kragarm ohne Reserve

Viele Wiener Balkone aus der Gründerzeit sind auskragende Platten mit geringer Betondeckung – teils nur 10 bis 15 mm statt der heute üblichen 40 mm. Das bedeutet: Der Stahl liegt näher an der Oberfläche und rostet früher. Eine dicke neue Aufbauschicht erhöht zudem das Gewicht am Kragarm. Deshalb gehört bei sichtbarer Bewehrung die Statik dazu, bevor gebaut wird.

2. Schutzzone und MA 19

Liegt der Balkon zur Straße und das Haus in einer Schutzzone, beurteilt die MA 19 jede Veränderung des Erscheinungsbildes – besonders beim Geländer. Ein schmiedeeisernes Gründerzeitgeländer gegen eine Glasbrüstung zu tauschen, wird dort regelmäßig nicht bewilligt. Die Sanierung des Bestandsgeländers ist dann der Weg: entrosten, richten, beschichten.

3. Französische Balkone und Blumenfenster

Viele „Balkone“ in Wien sind in Wahrheit französische Balkone ohne begehbare Fläche. Dort geht es nur um das Geländer und den Fensteranschluss – Kosten 350 bis 800 € je Laufmeter, ohne Abdichtungsaufbau.

4. Nachträglich angebaute Balkone

In den 1980er- und 90er-Jahren wurden viele Balkone nachträglich an Gründerzeithäuser gehängt, meist als Stahlkonstruktion mit Betonplatte. Bei diesen sind die Verankerungen in der Fassade der kritische Punkt: Korrosion dort ist gefährlicher als jede Abplatzung in der Platte.

5. Zugang und Baustelle

Ein Balkon im vierten Stock ohne Lift bedeutet: Material und Schutt über die Wohnung oder über einen Hubsteiger. Beides muss vorher geklärt sein. Bei Arbeiten über dem Gehsteig kommt eine Bewilligung der MA 46 und eine Absturzsicherung dazu.

Wer zahlt: Eigentümer, Mieter, Gemeinschaft?

KonstellationWer zahltGrundlage
Mietwohnung, Balkon schadhaftVermieterErhaltungspflicht nach § 3 MRG, aus der Mietzinsreserve
Mietwohnung, Belag soll schöner werdenMieter, mit ZustimmungVerbesserung nach § 9 MRG
Wohnungseigentum, BalkonplatteEigentümergemeinschaftAllgemeiner Teil der Liegenschaft, aus der Rücklage
Wohnungseigentum, Bodenbelag obenmeist der Wohnungseigentümerje nach Wohnungseigentumsvertrag
Schaden bei der Wohnung darunterGebäudeversicherung prüfenoft gedeckt, wenn plötzlich und unvorhergesehen

Die Zuordnung Balkonplatte zu allgemeinen Teilen ist der Punkt, an dem in Eigentümergemeinschaften am häufigsten gestritten wird. Wir liefern ein Leistungsverzeichnis, das Substanz und Oberfläche getrennt ausweist – damit die Abrechnung nachvollziehbar wird.

Ablauf einer Balkonsanierung

Tag 0 · BegehungAbklopfen der Fläche, Prüfung der Untersicht, Betondeckung messen, Geländerverankerung kontrollieren, Fotobefund. Daraus ergibt sich, ob 250 oder 550 € pro Quadratmeter realistisch sind.
Tag 1 · Schutz und RückbauWohnung abgeschottet, Balkontür geschützt, alter Belag und Estrich herunter, Schutt über Container oder Hubsteiger.
Tag 2 · Befund am offenen BetonErst jetzt ist sichtbar, wie weit die Bewehrung korrodiert ist. Mehrkosten werden hier besprochen und schriftlich freigegeben – nicht später auf der Rechnung.
Tag 2–4 · BetoninstandsetzungLose Bereiche abtragen, Stahl entrosten und beschichten, Reprofilierung mit Systemmörtel, Nachbehandlung.
Tag 5 · GefälleGefälleestrich einbringen, 1,5 bis 2 % vom Haus weg, Randdämmstreifen setzen.
Tag 6–7 · AbdichtungZwei Lagen nach ÖNORM B 3691, Dichtbänder an Wandanschluss, Türschwelle und Ablauf, Randprofil mit Tropfkante einbinden. Fotos vor dem Verdecken.
Tag 8–9 · BelagEntkopplung, Fliesen im Dünnbett oder Platten auf Stelzlagern, Randschnitt, Fugen, Silikon an Bewegungsfugen.
Tag 10 · Geländer und UntersichtGeländer montieren oder saniert wieder einsetzen, Untersicht spachteln und streichen.
Tag 11 · AbnahmeDichtheitsprüfung, Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110, Übergabe der Fotodokumentation, Feinreinigung.

Die acht häufigsten Fehler an Wiener Balkonen

  • Fliesen auf Fliesen. Spart zwei Tage, kostet die Aufbauhöhe und verdeckt den Schaden, statt ihn zu beheben.
  • Keine Abdichtung, nur Fliesenkleber. Der mit Abstand häufigste Befund beim Rückbau.
  • Kein Gefälle. Wasser steht, friert, sprengt den Belag von unten auf.
  • Fehlende Tropfkante. Wasser läuft an der Stirnseite zurück, genau dort rostet die Bewehrung zuerst.
  • Anschlusshöhe an der Tür zu gering. Unter 15 cm über Belagsoberkante ohne Rinne läuft bei Schlagregen Wasser ins Wohnzimmer.
  • Geländer nachträglich durch die Abdichtung gebohrt. Jede Durchdringung ohne Manschette ist ein Leck mit Ansage.
  • Betonschaden überspachtelt statt instandgesetzt. Der Stahl rostet darunter weiter, in drei bis fünf Jahren platzt es erneut.
  • Keine Bewegungsfuge am Wandanschluss. Der Balkon dehnt sich im Sommer, die starre Fuge reißt.

So prüfen Sie ein Angebot zur Balkonsanierung

Steht die Abdichtung als eigene Position drin?Mit Norm, Fläche und Systemangabe. Fehlt sie, ist das Angebot nicht günstiger, sondern unvollständig.
Ist Betoninstandsetzung eingepreist oder nur „bei Bedarf“?Seriös ist eine Position mit angenommener Menge und Einheitspreis, damit Sie wissen, was Mehraufwand kostet.
Sind Randprofil und Tropfkante enthalten?Zwei Positionen, die gern fehlen und später den ganzen Aufbau entwerten.
Wer stellt Gerüst oder Hubsteiger?800 bis 3.500 €, die sonst als Nachtrag kommen.
Ist die Entsorgung mit Nachweis enthalten?Bauschutt aus Wien ist dokumentiert zu entsorgen.
Gibt es eine Zeile „nicht enthalten“?Geländer, Untersicht, Malerarbeiten, Beleuchtung – was fehlt, gehört benannt.
Wie hoch ist die Haftpflicht?Bei Arbeiten in der Höhe über bewohntem Bereich mindestens 3 Mio. €.
Bekommen Sie Fotos vor dem Verschließen?Von der Bewehrung, der Reprofilierung und der fertigen Abdichtung. Ohne sie lässt sich später nichts nachweisen.

Für wen wir Balkone sanieren

Hausverwaltungen

Mehrere Balkone in einer Fassadenachse, koordiniert mit einem Gerüst. Prüffähiges Leistungsverzeichnis, getrennte Ausweisung von Substanz und Oberfläche, wöchentliche Fotoberichte.

Wohnungseigentümer

Ein einzelner Balkon, oft mit der Frage, was Gemeinschaft und was Eigentümer zahlt. Wir schreiben das Angebot so, dass die Trennung sichtbar ist.

Zinshaus-Eigentümer

Balkonsanierung im Zuge der Fassadensanierung – das Gerüst steht ohnehin, der Quadratmeterpreis sinkt deutlich.

Private Bauherren

Der eigene Balkon im Reihenhaus oder in der Eigentumswohnung. Klarer Preis, saubere Baustelle, Wohnung bleibt bewohnbar.

Wann Sie uns nicht brauchen

Wenn nur die Fugen unansehnlich sind und der Belag hohlraumfrei sitzt, reicht eine Fugensanierung für ein paar hundert Euro. Wenn das Haus in zwei Jahren ohnehin eine Fassadensanierung bekommt, warten Sie – dann steht das Gerüst sowieso und Sie sparen 800 bis 3.500 €. Und wenn der Balkon in einem Haus liegt, das gerade eine Sockelsanierung plant, gehört er dort hinein und nicht als Einzelmaßnahme vergeben. Das sagen wir Ihnen bei der Begehung, auch wenn wir damit einen Auftrag verschieben.

Häufige Fragen zur Balkonsanierung in Wien

Was kostet eine Balkonsanierung in Wien?
250 bis 550 € pro Quadratmeter netto. Ist der Beton intakt und nur Abdichtung und Belag fällig, 250 bis 350 €/m². Mit Betoninstandsetzung 400 bis 550 €/m². Ein 6 m² großer Balkon mit Betonschaden kostet rund 3.900 € netto.
Was kostet ein 10 m² großer Balkon?
2.500 bis 5.500 € netto je nach Zustand des Betons, zuzüglich Gerüst oder Hubsteiger mit 800 bis 3.500 €. Bei mehreren Balkonen übereinander sinkt der Quadratmeterpreis um 20 bis 35 %.
Warum ist der Quadratmeterpreis bei kleinen Balkonen so hoch?
Weil Anfahrt, Schutz der Wohnung, Gerüst, Entsorgung und Bauleitung unabhängig von der Fläche anfallen. Bei 4 m² verteilen sich diese Fixkosten auf wenige Quadratmeter – das ist kein Aufschlag, sondern Mathematik.
Kann man nicht einfach nur die Fliesen tauschen?
Technisch ja, fachlich fast nie. Die Fliese ist nicht dicht, dicht ist die Abdichtung darunter. Wer neue Platten auf eine alte Fläche legt, verdeckt den Schaden für drei bis fünf Jahre – dann kommt er zurück, mit Betonschaden.
Wie lange dauert eine Balkonsanierung?
5 bis 8 Werktage, wenn der Beton intakt ist. Mit Betoninstandsetzung 10 bis 15 Werktage, weil Mörtel und Abdichtung Trocknungszeiten brauchen. Bei Tragwerksertüchtigung 3 bis 5 Wochen.
Kann ich während der Sanierung in der Wohnung bleiben?
Ja. Der Balkon ist während der Bauzeit nicht nutzbar und die Balkontür zeitweise abgeklebt, die Wohnung selbst bleibt bewohnbar. Laut wird es an den Abbruchtagen, meist ein bis zwei Tage.
Woran erkenne ich, dass mein Balkon saniert werden muss?
Feuchte Flecken oder Kalkfahnen an der Untersicht, hohl klingende Fliesen, Risse am Wandanschluss, Rostfahnen an der Kante, Abplatzungen mit sichtbarem Stahl oder ein wackelndes Geländer. Die letzten drei bedeuten sofortigen Handlungsbedarf.
Was bedeutet es, wenn Bewehrungsstahl sichtbar ist?
Dass der Beton seine Schutzfunktion verloren hat. Rostender Stahl dehnt sich um das Zwei- bis Vierfache aus und sprengt den Beton von innen. Ab diesem Punkt wird es mit jedem Winter schlimmer und teurer – hier gehört nicht gewartet.
Kann ein Balkon einstürzen?
Bei fortgeschrittener Korrosion der tragenden Bewehrung im Kragarm ist das nicht auszuschließen; in Österreich gab es solche Fälle. Deshalb wird bei großflächigen Abplatzungen an der Einspannstelle zur Wand ein Statiker beigezogen, bevor irgendjemand die Fläche betritt.
Was ist Betondeckung und warum ist sie wichtig?
Der Abstand zwischen Bewehrungsstahl und Betonoberfläche. Er schützt den Stahl vor Feuchte und Kohlendioxid. Heute sind 40 mm üblich, in Gründerzeitbalkonen sind es oft nur 10 bis 15 mm – deshalb rosten sie früher als moderne Konstruktionen.
Was ist Karbonatisierung?
Kohlendioxid aus der Luft dringt in den Beton ein und senkt dessen Alkalität. Der Stahl verliert dadurch seinen natürlichen Korrosionsschutz. Der Vorgang läuft über Jahrzehnte und ist der Hauptgrund, warum alte Balkone irgendwann schadhaft werden – unabhängig von der Pflege.
Was ist ÖNORM EN 1504?
Die Normenreihe für Schutz und Instandsetzung von Betontragwerken. Sie regelt, welche Produkte für Bewehrungsschutz und Reprofilierung zulässig sind und wie sie verarbeitet werden. Ein Angebot, das darauf verweist, ist überprüfbar – eines mit „Beton ausbessern“ nicht.
Welche Abdichtung wird verwendet?
Auf Balkonen üblicherweise eine Verbundabdichtung nach ÖNORM B 3691 direkt unter dem Belag, zweilagig mit Dichtbändern in allen Ecken und Anschlüssen. Bei Terrassen über Wohnraum kommen Bahnenabdichtungen infrage – das entscheidet sich nach Aufbau und Nutzung.
Wie viel Gefälle braucht der Balkon?
1,5 bis 2 % vom Gebäude weg, also 1,5 bis 2 cm pro Meter. Weniger bedeutet stehendes Wasser, mehr wird beim Gehen spürbar und lässt Möbel wandern.
Warum ist die Tropfkante so wichtig?
Ohne sie läuft Wasser an der Stirnseite der Platte zurück und zieht unter den Belag. Genau dort entstehen die typischen Rostfahnen und Abplatzungen an der Balkonkante. Das Randprofil kostet 28 bis 60 € pro Laufmeter und verhindert den teuersten Schaden.
Wie hoch muss die Abdichtung an der Balkontür hochgezogen werden?
Mindestens 15 cm über Oberkante Belag. Bei barrierefreien Übergängen darf auf 5 cm reduziert werden, dann aber zwingend mit Entwässerungsrinne direkt vor der Tür. Ohne Rinne läuft bei Schlagregen Wasser in die Wohnung.
Kann der Übergang barrierefrei ausgeführt werden?
Ja, mit reduzierter Anschlusshöhe und Rinne vor der Tür. Das ist aufwendiger und teurer, für alters- oder rollstuhlgerechte Wohnungen aber Voraussetzung. Der Aufpreis liegt bei 600 bis 1.400 € je Tür.
Welcher Belag ist der beste?
Feinsteinzeug 2 cm auf Stelzlagern ist der wartungsärmste Aufbau: frostsicher, jederzeit abnehmbar, Wasser läuft darunter auf der Abdichtung ab. Feinsteinzeug im Dünnbett ist günstiger und flacher. Holz ist warm und schön, braucht aber alle zwei Jahre Pflege. WPC liegt dazwischen, wird in der Sonne aber heiß.
Was sind Stelzlager?
Höhenverstellbare Auflager, auf denen die Platten schwimmend liegen. Der Belag bleibt trocken, die Abdichtung darunter ist zugänglich, das Gefälle liegt in der Abdichtungsebene und die Oberfläche bleibt waagrecht. Aufpreis 25 bis 60 €/m².
Welche Rutschhemmung braucht der Balkonbelag?
Im Außenbereich R10 oder R11. Draußen kommen Nässe, Laub und Frost zusammen – eine Innenraumfliese mit R9 ist auf dem Balkon riskant.
Was kostet ein neues Geländer?
350 bis 550 € je Laufmeter für Stahl feuerverzinkt, 550 bis 800 € mit Glasfüllung. Enthalten sind Ausbau des alten Geländers, Anfertigung nach Maß, Montage und der abgedichtete Anschluss an die Platte.
Wie hoch muss das Geländer sein?
In Wien in der Regel 100 cm, ab 12 m Absturzhöhe 110 cm. Der lichte Abstand zwischen den Stäben darf höchstens 12 cm betragen, damit Kinder nicht durchrutschen. Maßgeblich sind Bauordnung und OIB-Richtlinie 4.
Kann mein altes Schmiedeeisengeländer erhalten bleiben?
Meist ja, und in Schutzzonen ist das oft die einzig zulässige Variante: ausbauen, entrosten, schadhafte Teile ergänzen, grundieren, zweifach beschichten, wieder einsetzen. Kosten 180 bis 350 € je Laufmeter – deutlich günstiger als ein Neubau.
Wird das Geländer durch die Abdichtung gebohrt?
Nach Möglichkeit nicht. Besser ist die seitliche Befestigung an der Stirnseite der Platte oder eine Montage vor dem Abdichten mit eingebundenen Manschetten. Jede nachträgliche Durchdringung der fertigen Abdichtung ist eine potenzielle Leckstelle.
Braucht der Balkon einen Ablauf?
Bei kleinen Flächen mit freiem Rand genügt oft der Wasserspeier über die Kante. Ab etwa 8 m², bei Brüstungen ohne Abfluss oder wenn darunter ein Gehweg liegt, gehört ein Ablauf mit Anschluss an die Dachentwässerung dazu, 280 bis 650 € je Stück.
Was passiert mit der Untersicht?
Sie wird mitsaniert: lose Teile abtragen, Bewehrung schützen, reprofilieren, spachteln und mit Fassadenfarbe streichen, 45 bis 95 €/m². Wer nur oben arbeitet, sieht den Schaden weiter von unten.
Braucht die Balkonsanierung eine Baubewilligung?
Die reine Instandsetzung in der Regel nicht. Bewilligungspflichtig wird es bei Eingriffen ins Tragwerk, bei Änderung von Größe oder Erscheinungsbild und in Schutzzonen. Einreichung und Statik laufen über konzessionierte Partnerbetriebe nach § 94 Z 5 GewO.
Was gilt in einer Schutzzone?
Die MA 19 beurteilt jede Veränderung des Erscheinungsbildes, insbesondere beim Geländer. Ein historisches Geländer gegen Glas zu tauschen wird dort regelmäßig nicht bewilligt – die Sanierung des Bestands ist der gangbare Weg.
Wer zahlt die Balkonsanierung in einer Mietwohnung?
Ist der Balkon schadhaft, fällt die Instandsetzung unter die Erhaltungspflicht des Vermieters nach § 3 MRG. Will der Mieter nur einen schöneren Belag, ist das eine Verbesserung nach § 9 MRG und braucht die Zustimmung des Eigentümers.
Wer zahlt im Wohnungseigentum?
Die Balkonplatte selbst ist allgemeiner Teil der Liegenschaft, ihre Sanierung wird über die Rücklage finanziert und in der Eigentümerversammlung beschlossen. Für den Bodenbelag ist je nach Wohnungseigentumsvertrag oft der einzelne Eigentümer zuständig – wir weisen beides im Angebot getrennt aus.
Zahlt die Versicherung?
Bei allmählicher Korrosion und Verschleiß in der Regel nicht, das gilt als Instandhaltung. Bei einem plötzlichen Ereignis – Sturmschaden, herabgestürztes Teil, Wasserschaden in der Wohnung darunter – prüft die Gebäudeversicherung. Fotodokumentation ist dafür die Grundlage.
Was passiert, wenn beim Rückbau mehr Betonschaden auftaucht?
Wir stoppen, fotografieren und legen ein Nachtragsangebot vor, bevor weitergearbeitet wird. Deshalb steht die Betoninstandsetzung mit angenommener Menge und Einheitspreis im Angebot – so wissen Sie vorher, was Mehraufwand kostet.
Kann im Winter gearbeitet werden?
Betonersatzmörtel und Abdichtung brauchen Temperaturen über 5 °C. Unter diesen Bedingungen wird nicht abgedichtet – wer es trotzdem tut, produziert Haftungsprobleme. Rückbau und Vorbereitung sind ganzjährig möglich.
Wie lange hält eine fachgerechte Balkonsanierung?
Die Abdichtung 25 bis 30 Jahre, die Betoninstandsetzung ähnlich lang, Fliesen 25 Jahre und mehr. Silikonfugen sind Wartungsfugen und gehören alle fünf bis acht Jahre erneuert. Ein Holzbelag hält 12 bis 20 Jahre.
Wie pflege ich den Balkon danach?
Laub und Schmutz vom Ablauf fernhalten, Fugen und Randanschlüsse einmal jährlich ansehen, im Winter kein Streusalz verwenden – es greift Fugen und Beton an. Bei Stelzlagern die Platten alle paar Jahre abnehmen und darunter reinigen.
Sind Blumentröge ein Problem?
Ja, wenn sie direkt auf dem Belag stehen und dauerhaft feucht sind. Darunter trocknet nichts ab, und Wurzeln finden jede Schwachstelle in der Abdichtung. Besser sind Untersetzer mit Abstand oder Tröge am Geländer.
Kann ich einen Sichtschutz oder eine Markise montieren?
Ja, aber die Befestigung gehört geplant, bevor abgedichtet wird. Nachträgliches Bohren durch Abdichtung oder Brüstung erzeugt Leckstellen. Sagen Sie uns beim Aufmaß, was später montiert werden soll.
Machen Sie auch mehrere Balkone in einem Haus?
Das ist der Regelfall bei Hausverwaltungen. Mehrere Balkone in einer Fassadenachse werden mit einem Gerüst abgearbeitet – das senkt die Kosten pro Balkon um 20 bis 35 % gegenüber der Einzelvergabe.
Lohnt es sich, die Balkonsanierung mit der Fassade zu verbinden?
Sehr. Das Gerüst steht ohnehin, die Baustelleneinrichtung fällt einmal an, und im Rahmen einer geförderten Sockelsanierung sind die Balkone anteilig förderfähig. Wer beides trennt, zahlt das Gerüst zweimal.
Wird der Balkon gedämmt?
Die Platte selbst in der Regel nicht. Relevant ist die Wärmebrücke an der Einspannstelle: Ein auskragender Balkon leitet Kälte in die Decke. Bei einer Fassadendämmung wird die Untersicht mitgedämmt, um das zu entschärfen.
Was ist mit nachträglich angebauten Stahlbalkonen?
Dort ist die Verankerung in der Fassade der kritische Punkt, nicht die Platte. Korrodierte Anker sind gefährlicher als jede Abplatzung. Solche Konstruktionen gehören alle paar Jahre geprüft, und die Prüfung gehört dokumentiert.
Führt Skyline Bau die Arbeiten selbst aus?
Rückbau, Betoninstandsetzung, Estrich, Abdichtung, Fliesen und Malerei machen unsere eigenen Leute. Statik, Schlosserarbeiten am Geländer und Elektro laufen über konzessionierte Partnerbetriebe, die im Angebot namentlich stehen.
Ist Skyline Bau ein Baumeister?
Nein. Skyline Bau ist die Marke des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH, eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO. Baumeisterleistungen, Statik und Einreichung erfolgen über konzessionierte Partnerbetriebe nach § 94 Z 5 GewO.
Gibt es einen Festpreis?
Ja, nach der Begehung, als Leistungsverzeichnis nach ÖNORM B 2110 mit Positionen, Mengen, Ausschlüssen und Bauzeitplan. Die Betoninstandsetzung steht mit angenommener Menge darin, weil ihr tatsächlicher Umfang erst beim Rückbau sichtbar wird.
Bekomme ich eine Fotodokumentation?
Ja, von der freigelegten Bewehrung, der Reprofilierung und der fertigen Abdichtung vor dem Verdecken. Das ist die einzige Möglichkeit, später nachzuweisen, was tatsächlich gemacht wurde – gegenüber Eigentümergemeinschaft, Verwaltung oder Versicherung.
Welche Gewährleistung gibt es?
Drei Jahre nach § 933 ABGB auf die Bauleistung. Unsere Bau-Haftpflicht beträgt 3 Mio. €, der Nachweis liegt vor Auftragsbeginn vor.
Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Begehung binnen fünf Werktagen, Angebot innerhalb von zwei Werktagen danach. Der Baustart liegt je nach Auslastung und Witterung bei zwei bis sechs Wochen.
Arbeiten Sie in allen Wiener Bezirken?
Ja, in allen 23 Bezirken, mit Schwerpunkt im Gründerzeitbestand. Klosterneuburg und Wiener Umland auf Anfrage.

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Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister” konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.