Straßenbau Wienab dem Kanal gerechnet,nicht ab dem Asphalt.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

100 Meter Straße kosten je nach Ausführung zwischen 12.500 Euro und weit über einer Million. Der Unterschied liegt nicht im Belag, sondern darin, ob Kanal, Wasser, Strom und Beleuchtung mitgebaut werden. Wir bauen Schotterwege, Privatstraßen, Zufahrten und Erschließungen – mit oder ohne Leitungen.

Im Straßenbau führt der Quadratmeterpreis in die Irre. Eine Fahrbahn ohne Leitungen lässt sich je Quadratmeter kalkulieren: 25 bis 55 Euro für einen Schotterweg, 95 bis 160 Euro für eine asphaltierte Zufahrt. Sobald aber Kanal, Wasserleitung, Strom, Gas, Datenleitungen oder Beleuchtung in dieselbe Trasse kommen, verschiebt sich die Rechnung vollständig: Dann kostet nicht mehr die Fläche, sondern der Laufmeter Trasse – und der Fahrbahnaufbau selbst ist am Ende der kleinste Posten, oft unter fünfzehn Prozent der Gesamtsumme. Deshalb lautet die erste Frage bei jeder Anfrage nicht „wie breit und wie lang", sondern „was liegt darunter".
Trasse, Leitungen und Fahrbahn aus einer Hand Abstimmung mit Leitungsträgern Erfahrung mit Vergabeverfahren Verkehrsführung während der Bauzeit Abrechnung nach Leistungsverzeichnis

Was wir unter Straßenbau verstehen

Straßenbau reicht vom verdichteten Schotterweg über die asphaltierte Hofzufahrt bis zur vollständigen Erschließung mit Kanal, Wasser, Strom und Beleuchtung. Für Sie als Auftraggeber macht es keinen Unterschied, wie viele Gewerke daran hängen – Sie haben einen Vertrag, einen Bauzeitplan und einen Ansprechpartner. Für die Kalkulation macht es den ganzen Unterschied, und genau deshalb beginnt jede Anfrage mit derselben Klärung: Wird eine Fläche befestigt oder wird eine Trasse erschlossen?

Im ersten Fall bauen wir auf dem gewachsenen Untergrund auf und die Arbeit ist in Tagen bis wenigen Wochen erledigt. Im zweiten Fall kommen Leitungsträger, Bewilligungen, Abnahmen und eine Bauzeit dazu, in der die Zufahrten der Anrainer funktionieren müssen. Beides führen wir aus – nur mit völlig unterschiedlichem Aufwand, und diesen Unterschied machen wir im Angebot sichtbar statt ihn in einer Pauschale zu verstecken.

Der häufigste Anlass für eine Anfrage ist eine Straße, die seit Jahren als Schotterweg genutzt wird und nun befestigt werden soll, weil die Anrainer den Staub und die Schlaglöcher satt haben. Der zweithäufigste ist eine Baulandwidmung, bei der eine Zufahrt samt Leitungen erst entstehen muss. Für den ersten Fall steht die Kostenspanne unten in dieser Seite, für den zweiten die Rechnung je Laufmeter Trasse.

Warum Preisangaben aus dem Internet hier nicht funktionieren

Wer nach Straßenbaukosten sucht, findet Spannen von 1.500 Euro bis 1,8 Millionen für 100 Meter. Beide Zahlen sind für sich genommen richtig und für ein Angebot unbrauchbar, weil sie zwei völlig verschiedene Dinge beschreiben.

AngabeWas gemeint istUmgerechnet bei 5 m BreiteWarum die Zahl irreführt
1.500 € für 100 mSchotter auf vorhandenem Untergrund aufgestreut3 €/m²deckt nicht einmal das Material: 25 cm Schotter kosten allein 8–15 €/m² angeliefert
1,8 Mio. € für 100 mvollständige Erschließung samt Infrastruktur3.600 €/m²enthält Kanal, Wasser, Strom, Gas, Daten, Beleuchtung, Gehsteige, Verkehrsführung – die Fahrbahn ist darin ein Nebenposten
Die belastbare Frage lautet: Wird nur eine Fläche befestigt oder wird eine Trasse erschlossen? Im ersten Fall rechnet man in Quadratmetern und landet für 100 Meter bei fünfstelligen Beträgen. Im zweiten Fall rechnet man in Laufmetern Trasse, weil Graben, Rohre, Schächte, Kabel und Wiederherstellung den Preis bestimmen – und landet je nach Umfang im sechs- bis siebenstelligen Bereich. Dazwischen gibt es keine sinnvolle Mischzahl.

Was Straßenbau in Wien und Umgebung kostet

Richtwerte netto, Stand 2026. Die erste Tabelle gilt für die Fahrbahn ohne Leitungen, die zweite für die Trasse mit Leitungen. Verbindlich nach Begehung und Klärung des Leitungsbestands.

Fahrbahn ohne Leitungen

AusführungPreis netto100 m bei 3 m Breite100 m bei 5 m Breite
Schotterweg, verdichtet25–55 €/m²7.500–16.500 €12.500–27.500 €
Schotterweg mit Randeinfassung und Entwässerung55–95 €/m²16.500–28.500 €27.500–47.500 €
Asphalt, Pkw-Zufahrt95–160 €/m²28.500–48.000 €47.500–80.000 €
Asphalt, Schwerlast130–210 €/m²39.000–63.000 €65.000–105.000 €
Privatstraße mit Randsteinen und Entwässerung160–260 €/m²48.000–78.000 €80.000–130.000 €

Der Sprung von 160 auf 260 Euro je Quadratmeter kommt fast ausschließlich von Entwässerung und Randeinfassung, nicht vom Asphalt. Randsteine mit Fundament und Rückenstütze kosten 38 bis 95 Euro je Laufmeter, eine Rinne mit Rost 120 bis 320 Euro, ein Straßenablauf 650 bis 1.800 Euro je Stück. Bei 100 Metern beidseitiger Randeinfassung sind das allein 7.600 bis 19.000 Euro.

Trasse mit Leitungen

GewerkPreis je Laufmeter TrasseWas enthalten ist
Kanal, Schmutzwasser280–650 €Graben, Bettung, Rohr, Verfüllung, Verdichtung
Kanal, Regenwasser220–520 €je nach Durchmesser und Tiefe
Schächte1.200–3.800 € je Stückalle 30–50 m erforderlich
Wasserleitung120–320 €Rohr, Armaturen, Spülung, Druckprobe
Strom- und Datenleitungen90–260 €Leerrohre, Sandbettung, Warnband, Kabelzug durch den Netzbetreiber
Gasleitung140–340 €Ausführung durch den Netzbetreiber, Graben durch uns
Straßenbeleuchtung750–2.400 € je LichtpunktFundament, Mast, Leuchte, Verkabelung
Wiederherstellung der Fahrbahn über der Trasse95–210 €/m²Aufbau und Belag nach dem Verfüllen
Rechenbeispiel 1 · Privatstraße 100 m, 5 m Fahrbahn, keine neuen Leitungen
Aushub 190 m³, Planum, Abtransport13.400 €
Frostkoffer 30 cm, Tragschicht, verdichtet26.500 €
Asphalt Trag- und Deckschicht, 500 m²27.000 €
Randsteine beidseitig, 3 Einläufe, Anschluss24.600 €

Summe rund 91.500 € netto, das sind 183 €/m² oder 915 € je Laufmeter Straße. Entwässerung und Randeinfassung machen darin gut ein Viertel aus.

Rechenbeispiel 2 · Erschließung 100 m für vier Bauplätze, mit Leitungen
Kanal 100 m mit 3 Schächten, Hausanschlüsse68.000 €
Wasser, Strom- und Datenleerrohre, Gas-Graben41.000 €
Straßenbeleuchtung, 4 Lichtpunkte7.800 €
Fahrbahn 500 m² komplett, Randsteine, Entwässerung91.500 €

Summe rund 208.300 € netto, also 2.083 € je Laufmeter. Die Fahrbahn macht 44 Prozent aus – bei aufwendigeren Erschließungen mit tieferem Kanal, Pumpwerk oder Gehsteigen sinkt ihr Anteil auf unter 20 Prozent.

Welche Art von Straße gebaut wird

Die Begriffe werden im Alltag durcheinandergebracht, unterscheiden sich aber in Aufbau, Genehmigung und Erhaltungspflicht erheblich.

TypWas ihn ausmachtTypischer AufbauWer erhält sie
Schotterweg, Wirtschaftswegbefestigt, aber ohne gebundene Decke20–30 cm Schotter, verdichtetEigentümer
Private Zufahrtein Grundstück, Pkw-VerkehrFrostkoffer, Tragschicht, Asphalt 6+3 cmEigentümer
Privatstraßemehrere Grundstücke, Anrainerverkehr, oft Müllabfuhrwie Zufahrt, plus Entwässerung und RandeinfassungEigentümer oder Wegegemeinschaft
Erschließungsstraßeneue Bauplätze, mit Leitungen in der Trassevolle Ausführung inklusive Infrastrukturzunächst Bauträger, oft spätere Übernahme
Gemeindestraßeöffentlich gewidmetnach Vorgaben des TrägersGemeinde beziehungsweise Stadt
BetriebsstraßeWerks- und Lagerverkehr, Lkwverstärkter Aufbau, 70–80 cm gesamtBetrieb

Der Übergang zwischen Privatstraße und Gemeindestraße ist der Punkt, an dem Projekte oft hängen bleiben. Soll eine private Erschließung später von der Gemeinde übernommen werden, muss sie von Anfang an nach deren Vorgaben gebaut werden – Breite, Aufbau, Radien, Entwässerung, Beleuchtung, teils auch Gehsteige. Wer günstiger baut und auf eine spätere Übernahme hofft, zahlt die Differenz später als Nachrüstung, und zwar am fertigen Objekt.

Die Reihenfolge: warum zuerst gegraben wird

Im Straßenbau entscheidet die Reihenfolge über die Kosten stärker als jede Materialwahl. Alles, was unter der Fahrbahn liegt, muss vor der Fahrbahn fertig sein – sonst wird sie zweimal gebaut.

1 · Bestand und LeitungsauskunftEinmessen, Leitungsauskünfte einholen, Bestand aufnehmen. In Wien liegen Leitungen oft flacher als geplant.
2 · Abstimmung mit den LeitungsträgernKanal, Wasser, Strom, Gas, Telekom, Beleuchtung – jeder hat eigene Vorgaben zu Tiefe, Bettung, Abständen und Abnahme.
3 · Trasse aufgrabenGraben herstellen, sichern, Aushub lagern oder abführen. Bei mehreren Gewerken in einer Trasse: gemeinsamer Graben statt fünf einzelner.
4 · Leitungen verlegenKanal zuerst, weil er im Gefälle liegt und die Tiefe vorgibt. Danach Druckleitungen und Kabel, die flexibler geführt werden können.
5 · Verfüllen und verdichtenLagenweise, mit Nachweis. Schlecht verdichtete Gräben sind die Hauptursache für spätere Setzungen in der Fahrbahn.
6 · Unterbau herstellenFrostkoffer und Tragschicht über die gesamte Breite, nicht nur über dem Graben.
7 · Randeinfassung und EntwässerungRandsteine, Rinnen, Einläufe, Schachtdeckel höhengenau einbinden.
8 · FahrbahnAsphalttrag- und Deckschicht in einem Zug, danach Markierung und Beschilderung.
Der teuerste Fehler im Straßenbau ist eine Leitung, die nach der Fahrbahn kommt. Wird ein Hausanschluss oder ein Leerrohr vergessen, muss die fertige Straße aufgeschnitten, der Graben hergestellt, verfüllt und der Belag wiederhergestellt werden. Das kostet je Querung schnell 2.500 bis 6.000 Euro und hinterlässt eine Naht, die nach wenigen Jahren die erste Schadstelle bildet. Deshalb werden vor dem Unterbau alle Anschlüsse abgefragt – auch die, die erst in fünf Jahren gebraucht werden. Ein Leerrohr kostet wenige Euro je Laufmeter, eine nachträgliche Querung das Hundertfache.

Entwässerung: wohin das Wasser darf

Eine Straße erzeugt versiegelte Fläche, und das anfallende Niederschlagswasser muss geregelt abgeführt werden. Was zulässig ist, hängt von Boden, Grundwasser und Bewilligung ab.

VarianteWann sie infrage kommtGrößenordnung
Versickerung über Bankett oder Muldedurchlässiger Boden, Platz vorhandengünstig, 40–120 €/lfm
Sickerschächtebegrenzter Platz, Boden geeignet1.200–3.500 € je Schacht
Straßenabläufe mit Anschluss an den Kanaldichter Boden, Kanal vorhanden und bewilligt650–1.800 € je Ablauf plus Leitung
Rückhaltebecken oder Retentiongrößere Flächen, Auflage des Trägersprojektabhängig
Rinnen als LinienentwässerungTore, Übergänge, Gefällewechsel120–320 €/lfm

Die Entscheidung fällt nicht auf der Baustelle, sondern in der Planung: Eine Versickerungslösung verlangt anderen Unterbau als eine Fläche, die auf Einläufe entwässert, und die Zulässigkeit hängt an Auflagen. Wir klären das vor dem Aushub, weil sich danach Gefälle und Höhenlage der gesamten Straße daraus ableiten.

Der Aufbau: was unter der Straße liegt

Eine Straße trägt nicht wegen ihrer Decke, sondern wegen des Aufbaus darunter. Die Dicken richten sich nach dem schwersten Fahrzeug, das regelmäßig fährt – und das ist bei einer Wohnstraße nicht der Pkw, sondern das Müllfahrzeug.

NutzungFrostschutzTragschichtAsphaltGesamt
Fuß- und Radweg20–25 cm3 cmetwa 25–30 cm
Private Zufahrt, Pkw25–30 cm15 cm6 + 3 cmetwa 45–55 cm
Privatstraße mit Müllabfuhr30–35 cm20 cm8 + 4 cmetwa 60–70 cm
Gemeindestraße, Durchzugsverkehr35–40 cm20–25 cm8–10 + 4 cmetwa 70–80 cm
Betriebsstraße, Schwerverkehr40 cm25 cm10 + 4 cmetwa 80 cm

Dazu kommt der Untergrund selbst: Ist er bindig, weich oder wasserführend, reicht der Standardaufbau nicht. Dann wird entweder tiefer ausgetauscht, ein Geotextil oder Geogitter eingelegt oder der Untergrund stabilisiert. Diese Entscheidung fällt nach dem Aushub, wenn das Planum offen liegt – deshalb steht sie in unseren Angeboten als Bedarfsposition mit Einheitspreis und nicht als Überraschung.

Befund am PlanumMaßnahmeMehrkosten
Tragfähiger Kies oder Schotterverdichten, Aufbau wie geplantkeine
Bindiger Boden, feuchtGeotextil als Trennlage, stärkerer Frostkoffer8–22 €/m²
Weicher UntergrundBodenaustausch, teils mit Geogitter25–70 €/m²
Wasserführende SchichtSickerleitung im Bankett, Ableitung45–120 €/lfm
Altlasten oder belastetes MaterialBeprobung, gesonderte Entsorgungnach Befund

Bauzeit und Vorlauf

ProjektBauzeitVorlaufWas den Vorlauf bestimmt
Schotterweg 100 m3–6 Tage1–2 WochenMaterialdisposition
Asphaltierte Zufahrt 100 m1–2 Wochen2–4 WochenTermin im Asphaltwerk, Wetter
Privatstraße 100 m mit Entwässerung2–4 Wochen3–6 WochenBewilligung der Entwässerung
Erschließung 100 m mit Leitungen6–12 Wochen2–6 MonateAbstimmung mit allen Leitungsträgern
Gemeindeauftrag nach Ausschreibungnach LeistungsverzeichnisVerfahrensdauerVergabeverfahren und Einspruchsfristen

Bei Erschließungen ist der Vorlauf fast immer länger als die Bauzeit. Jeder Leitungsträger hat eigene Vorlaufzeiten, eigene Vorgaben zu Tiefe und Bettung und eigene Abnahmen. Wer im Frühjahr bauen will, sollte im Herbst davor mit der Abstimmung beginnen – das ist der realistische Zeitrahmen, nicht der pessimistische.

Wer welche Leitung verlegt

In einer Erschließungstrasse arbeiten mehrere Beteiligte, und nicht alles darf jeder ausführen. Die Aufteilung ist in jedem Projekt ähnlich:

GewerkWer gräbtWer verlegt und schließt anWer nimmt ab
Kanalwirwir, nach Vorgaben des TrägersTräger, mit Dichtheitsprüfung
Wasserleitungwirwir oder Fachbetrieb, je nach VorgabeWasserversorger, mit Druckprobe und Spülung
StromwirNetzbetreiber zieht die KabelNetzbetreiber
GaswirNetzbetreiberNetzbetreiber
TelekommunikationwirAnbieter, wir legen LeerrohreAnbieter
Straßenbeleuchtungwirkonzessionierter ElektrotechnikerAuftraggeber mit Prüfbefund

Daraus folgt der eigentliche Aufwand eines Erschließungsprojekts: Es müssen fünf bis sieben Beteiligte in derselben Trasse koordiniert werden, jeder mit eigenen Terminen und eigenen Abnahmen. Genau das ist unsere Aufgabe als ausführendes Unternehmen – ein gemeinsamer Graben statt sechs einzelner, eine Reihenfolge, die funktioniert, und eine Wiederherstellung, die erst beginnt, wenn alle fertig sind.

Ein gemeinsamer Graben spart oft ein Drittel der Kosten. Werden Kanal, Wasser, Strom und Daten nacheinander in eigenen Gräben verlegt, fallen Aushub, Sicherung, Verfüllung und Verdichtung jedes Mal erneut an. Liegen sie mit den vorgeschriebenen Abständen in einer gemeinsamen Trasse, fällt das einmal an. Voraussetzung ist, dass alle Beteiligten zum selben Zeitpunkt bereit sind – deshalb beginnt die Koordination Monate vor dem ersten Spatenstich.

Was Sie am Ende bekommen

  • Bestandsdokumentation der Leitungen mit Lage und Tiefe – die Grundlage für jede spätere Grabung und für Käufer der Bauplätze.
  • Verdichtungsnachweise für Gräben und Tragschichten.
  • Prüfprotokolle: Dichtheitsprüfung beim Kanal, Druckprobe und Spülung bei Wasser, Befund bei der Beleuchtung.
  • Aufbaubeschreibung mit Schichtdicken und Materialien.
  • Fotodokumentation von Graben, Bettung, Verfüllung und Planum – alles, was danach unsichtbar ist.
  • Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110 mit Mängelliste und Fristen.

Für Erschließungen, die später an eine Gemeinde übergehen sollen, ist die Bestandsdokumentation der wichtigste Teil. Ohne sie wird eine Übernahme regelmäßig abgelehnt, weil niemand Verantwortung für Leitungen übernimmt, deren Lage nicht dokumentiert ist.

Privatstraße: wer zahlt, wer erhält, wer haftet

Bei Privatstraßen und gemeinsam genutzten Zufahrten entstehen die meisten Konflikte nicht beim Bau, sondern danach. Diese Punkte sollten vor Baubeginn schriftlich geklärt sein:

FrageWarum sie zähltEmpfehlung
Wem gehört der Grund?bestimmt, wer bauen darf und wer erhältGrundbuchstand prüfen, Dienstbarkeiten beachten
Wer trägt die Baukosten?meist mehrere AnrainerAufteilungsschlüssel vorab festhalten, etwa nach Grundstücksgröße oder Nutzung
Wer erhält die Straße später?Schneeräumung, Reparaturen, BeleuchtungVereinbarung über laufende Kosten treffen
Wer haftet bei Unfällen?Wegehalterhaftung trifft den HalterZuständigkeit und Versicherung klären
Winterdienstungeräumte Privatstraßen sind ein HaftungsthemaDienstleister beauftragen oder Turnus festlegen
Spätere Übernahme durch die Gemeindenur bei normgerechter Ausführung möglichVorgaben vorab einholen und danach bauen

Aus Bausicht ist vor allem der letzte Punkt relevant, weil er den Aufbau bestimmt. Wir fragen deshalb bei jeder Privatstraße nach, ob eine Übernahme angedacht ist – und holen im Zweifel die Vorgaben ein, bevor kalkuliert wird. Der Mehrpreis für eine übernahmefähige Ausführung liegt meist bei 15 bis 30 Prozent; die Nachrüstung einer fertigen Straße kostet ein Vielfaches davon.

Verkehrsführung während der Bauzeit

Bei Straßen ist die Baustelle selbst ein eigenes Thema, weil Anrainer, Lieferverkehr, Müllabfuhr und Einsatzfahrzeuge weiterkommen müssen.

  • Abschnitte statt Vollsperre. Gearbeitet wird in Teilstücken, damit jede Zufahrt erreichbar bleibt – ausgenommen einzelne Tage, etwa beim Asphalteinbau.
  • Stahlplatten als Überfahrt. Offene Gräben werden für Zufahrten überbrückt, damit niemand tagelang abgeschnitten ist.
  • Ankündigung und Aushang. Zeitraum, Abschnitte, Ansprechpartner – zwei Wochen vorher, so wie im Wohnbau auch.
  • Müllabfuhr abstimmen. Wo das Fahrzeug nicht einfahren kann, wird ein Sammelpunkt vereinbart, statt die Tonnen stehen zu lassen.
  • Einsatzfahrzeuge. Die Durchfahrt für Rettung und Feuerwehr muss jederzeit gewährleistet sein; das gehört ins Verkehrskonzept.
  • Beschilderung und Absicherung nach Vorgabe, bei Arbeiten im öffentlichen Bereich mit Bewilligung.

Diese Maßnahmen stehen bei uns als eigene Positionen im Angebot. Sie wirken auf den ersten Blick wie Beiwerk und sind der Grund, warum Straßenbaustellen in Wohngebieten funktionieren oder eskalieren.

Arbeiten für Gemeinden und öffentliche Auftraggeber

Straßenbau ist der Bereich, in dem wir am häufigsten für Gemeinden, Verbände und öffentlich beeinflusste Auftraggeber arbeiten. Dabei gelten andere Regeln als bei privaten Aufträgen – nicht bautechnisch, sondern im Verfahren.

ThemaWas giltWas wir dafür liefern
Vergabeverfahrenje nach Auftragswert Direktvergabe, Verhandlungsverfahren oder offene Ausschreibung nach dem BundesvergabegesetzAngebot nach Ausschreibungsunterlage, vollständig und fristgerecht
LeistungsverzeichnisPositionen und Mengen werden vom Auftraggeber vorgegebenPreise je Position, keine Pauschalen, keine Alternativen ohne Kennzeichnung
Vertragsgrundlagein der Regel ÖNORM B 2110, oft mit ergänzenden VertragsbestimmungenAbwicklung nach Norm, Abnahme, Deckungs- und Haftrücklass
NachweiseGewerbeberechtigung, Versicherung, Referenzen, Eignungsnachweisevollständige Unterlagen mit dem Angebot
Subunternehmermüssen benannt und teils genehmigt werdennamentliche Nennung samt Konzession im Angebot
Bauzeit und PönaleTermine sind vertraglich fixiert, Verzug wird sanktioniertrealistischer Bauzeitplan statt optimistischer Zusagen
VerkehrsführungAnrainer, Zufahrten, Müllabfuhr, Einsatzfahrzeuge bleiben erreichbarVerkehrskonzept, Beschilderung, Abstimmung mit der Behörde
Abrechnungnach tatsächlich erbrachten Mengen, prüffähigAufmaß gemeinsam, Rechnung nach Positionen

Die Schwellenwerte, bis zu denen eine Direktvergabe zulässig ist, werden per Verordnung geregelt und wurden in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst. Welcher Wert im konkreten Fall gilt, weiß der Auftraggeber – wir richten uns danach und liefern das Angebot in der Form, die das jeweilige Verfahren verlangt.

Was Gemeinden bei uns am häufigsten anfragen: Sanierung und Neuherstellung von Gemeindestraßen und Güterwegen, Asphaltierung von Parkflächen und Vorplätzen, Instandsetzung nach Leitungsarbeiten, Randsteine und Gehsteige, Entwässerung und Straßenabläufe, Wendehammer und Begegnungsflächen sowie Winterschäden am Belag. Für alle diese Leistungen sind wir das ausführende Unternehmen; reglementierte Gewerke wie Elektroarbeiten an der Beleuchtung laufen über konzessionierte Partnerbetriebe, die im Angebot namentlich stehen.

Breiten, Radien und was die Feuerwehr braucht

Bei Privatstraßen und Erschließungen bestimmen nicht die Pkw die Maße, sondern die größten regelmäßig verkehrenden Fahrzeuge: Müllabfuhr, Lieferverkehr und Einsatzfahrzeuge.

ElementPraxiswertWarum
Fahrbahnbreite einspurig3,0–3,5 mPkw-Verkehr mit Ausweichstellen
Fahrbahnbreite begegnungsfähig5,0–5,5 mzwei Fahrzeuge können aneinander vorbei
Zufahrt für Einsatzfahrzeugenach Vorgabe, meist ab 3,5 mDurchfahrtsbreite und Tragfähigkeit sind geregelt
Kurvenradius innenab etwa 5 mMüllfahrzeug und Feuerwehr brauchen Schleppkurve
WendehammerDurchmesser nach Fahrzeugtypsonst muss rückwärts gefahren werden, was Müllabfuhren ablehnen
Längsneigungbis etwa 10 %, im Winter kritischsteiler wird bei Schnee unbefahrbar
Tragfähigkeitnach schwerstem Fahrzeugein Müllfahrzeug wiegt beladen über 20 Tonnen

Ein Punkt, der in der Planung regelmäßig untergeht: Die Müllabfuhr fährt nur, wenn Breite, Radien und Wendemöglichkeit passen. Fehlt der Wendehammer, müssen die Tonnen an den Beginn der Straße gebracht werden – für die Anrainer jeden Dienstag. Das lässt sich später nur mit Grundablöse lösen, also praktisch gar nicht.

Sanierung bestehender Straßen

SchadenUrsacheMaßnahmePreis netto
Schlaglöcher, einzelnWassereintritt, Frostausschneiden, neu einbauen180–450 € je Stelle
Setzungen über LeitungsgräbenGraben schlecht verdichtetBereich öffnen, verdichten, neu aufbauen120–260 €/m²
Netzrisse über die FlächeUnterbau am EndeVollaufbau erneuern95–210 €/m²
Ausgebrochene Ränderkeine RandeinfassungRandstein setzen, Rand ergänzen38–95 €/lfm
Frostaufbrüche nach dem Winterzu dünner oder nasser Frostkofferörtlich erneuern, Entwässerung prüfennach Fläche
Abgesackte SchachtdeckelVerdichtung rund um den SchachtSchachtbereich neu einbinden450–1.400 € je Schacht

Bei Gemeindestraßen kommt regelmäßig die Frage auf, ob eine Deckensanierung reicht oder der Unterbau mitgemacht werden muss. Die ehrliche Antwort hängt am Schadensbild: Einzelne Schlaglöcher und Ränder lassen sich reparieren, netzartige Risse über die Fläche nicht. Wer dort nur die Decke erneuert, kauft zwei bis drei Jahre – das kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn ohnehin eine Leitungssanierung ansteht, und ist es nicht, wenn danach zwanzig Jahre Ruhe erwartet wird.

Warum Straßen im Winter kaputtgehen

Die meisten Straßenschäden entstehen nicht durch Verkehr, sondern durch Wasser in Verbindung mit Frost. Deshalb sind die entscheidenden Bauteile nicht Asphalt und Tragschicht, sondern Entwässerung und Frostkoffer.

VorgangWas passiertWas dagegen hilft
Wasser dringt über Risse und offene Ränder einsammelt sich in der TragschichtRisse früh vergießen, Randeinfassung erhalten
Das Wasser gefriertdehnt sich aus, hebt den Belag andurchlässiger Frostkoffer, in dem kein Wasser steht
Es taut wieder aufder Aufbau sackt ungleichmäßig zusammenausreichende Dicke und Verdichtung
Fahrzeuge belasten die geschwächte Stelleder Belag bricht auf, ein Schlagloch entstehtSchäden im Frühjahr sofort schließen
Streusalz gelangt in den Aufbaugreift Beton und Bewehrung an, Asphalt wenigerEntwässerung, die salzhaltiges Wasser abführt

Daraus folgt eine einfache Erhaltungsregel: Wer im Frühjahr die aufgegangenen Risse vergießt und die Einläufe reinigt, verlängert die Lebensdauer der Fläche um Jahre. Wer wartet, bis Schlaglöcher entstehen, saniert nicht mehr die Oberfläche, sondern den Aufbau – und das kostet das Zehnfache.

Die häufigsten Fehler im Straßenbau

FehlerWarum er passiertFolge
Leitungen nach der FahrbahnAnschlüsse nicht vollständig abgefragtfertige Straße wird aufgeschnitten, 2.500–6.000 € je Querung
Gräben schlecht verdichtetspart Zeit, wird nicht kontrolliertSetzungen im Belag entlang der Trasse
Kein WendehammerFläche wird gespartMüllabfuhr fährt nicht ein, später kaum lösbar
Zu geringe Breite oder RadienPlanung nach Pkw statt nach MüllfahrzeugFahrzeuge kommen nicht durch, Randschäden
Entwässerung nicht geklärtgilt als Detailstehendes Wasser, Frostschäden, Auflagenverstoß
Aufbau unter GemeindeniveauÜbernahme wird vorausgesetzt, nicht geprüftGemeinde übernimmt nicht, Nachrüstung am fertigen Objekt
Keine Verkehrsführung geplantBaustelle wird unterschätztAnrainerbeschwerden, Baustopp, Verzug
Pauschalangebot ohne Mengenwirkt einfachernicht prüffähig, Nachträge nicht nachvollziehbar

Woran Sie zwei Angebote vergleichbar machen

  • Getrennte Blöcke für Leitungen und Fahrbahn – sonst lässt sich nicht erkennen, was wofür kalkuliert wurde.
  • Grabenmeter mit Tiefe und Breite, nicht nur „Kanal, 100 m".
  • Aushub und Entsorgung in Kubikmetern, mit Angabe, ob Material wieder eingebaut wird.
  • Schichtdicken in Zentimetern für Frostkoffer, Tragschicht und Asphalt.
  • Randeinfassung und Entwässerung in Laufmetern und Stück.
  • Verdichtungsnachweise, besonders über den Gräben.
  • Verkehrsführung und Wiederherstellung als eigene Positionen.

Bei öffentlichen Ausschreibungen sind diese Punkte im Leistungsverzeichnis ohnehin vorgegeben. Bei privaten Projekten fehlen sie oft – und genau dort entstehen die Nachträge, weil niemand festgelegt hat, wie tief gegraben und wie stark aufgebaut wird.

Was wir im Straßenbau selbst ausführen

Damit klar ist, wo wir mit eigenen Leuten arbeiten und wo konzessionierte Partnerbetriebe übernehmen:

LeistungAusführung
Aushub, Planum, Bodenaustausch, Verdichtungeigene Ausführung
Gräben für alle Leitungen, Bettung, Verfüllungeigene Ausführung
Kanal und Regenwasserleitungen, Schächteeigene Ausführung nach Vorgaben des Trägers
Frostkoffer, Tragschicht, Randeinfassung, Entwässerungeigene Ausführung
Asphalttrag- und Deckschichteigene Ausführung mit Asphaltkolonne
Pflaster- und Betonflächeneigene Ausführung
Elektroarbeiten an der Beleuchtungkonzessionierter Elektrotechniker, im Angebot namentlich genannt
Gas- und teils WasseranschlüsseNetzbetreiber beziehungsweise befugter Fachbetrieb
Vermessung und Statik, wo erforderlichZiviltechniker als Partnerbetrieb

Diese Aufteilung steht in jedem Angebot, weil sie für öffentliche Auftraggeber ein Eignungskriterium ist und für private Bauherren die Frage beantwortet, wer im Schadensfall zuständig ist. Die Koordination aller Beteiligten bleibt bei uns – das ist der Kern der Leistung, nicht ein Zusatz.

Abgrenzung zu unseren anderen Leistungen

Ihr VorhabenPassende Seite
Nur die Fläche asphaltieren, keine LeitungenAsphaltierung
Gepflasterte AusführungPflasterung
Kanal, Anschluss, Senkgrube auflassenKanalbau
Wasser- und DruckleitungenRohrleitungsbau
Aushub, Gelände, PlanumErdbewegungen
Stützmauern entlang der TrasseStützmauer
Hallen- und BetriebsbödenIndustrieboden sanieren

Wann Sie uns nicht brauchen

Für ein einzelnes Schlagloch oder eine kurze Ausbesserung genügt eine Reparaturkolonne. Wir lohnen uns, sobald Trasse, Leitungen, Unterbau, Entwässerung und Belag zusammenkommen, wenn eine Erschließung nach Vorgaben eines Trägers entstehen soll oder wenn ein öffentlicher Auftraggeber ein prüffähiges Angebot nach Leistungsverzeichnis braucht.

Häufige Fragen zum Straßenbau in Wien

Was kostet eine Erschließung je Bauplatz?
Im Beispiel mit 100 m für vier Bauplätze rund 208.300 € netto, also etwa 52.000 € je Bauplatz für Straße und Leitungen. Kommen Pumpwerk, tiefer Kanal oder Gehsteige dazu, steigt das deutlich – die Fahrbahn ist dann der kleinere Teil.
Warum ist ein gemeinsamer Graben günstiger?
Weil Aushub, Sicherung, Verfüllung und Verdichtung nur einmal anfallen statt für jedes Gewerk erneut. Das spart häufig ein Drittel – setzt aber voraus, dass alle Leitungsträger zum selben Zeitpunkt bereit sind. Deshalb beginnt die Koordination Monate vorher.
Was ist, wenn der Untergrund nicht trägt?
Dann wird nach dem Aushub entschieden: Geotextil als Trennlage (8–22 €/m²), Bodenaustausch mit Geogitter (25–70 €/m²) oder eine Sickerleitung im Bankett (45–120 €/lfm). Diese Positionen stehen bei uns als Bedarfspositionen im Angebot, damit sie keine Überraschung sind.
Wer haftet bei einer Privatstraße?
Die Wegehalterhaftung trifft den Halter der Straße, also Eigentümer oder Wegegemeinschaft. Dazu gehört auch der Winterdienst. Das sollte samt Versicherung und Kostenaufteilung vor Baubeginn schriftlich geregelt sein.
Was kostet es mehr, übernahmefähig zu bauen?
Meist 15 bis 30 Prozent gegenüber einer reinen Privatstraße – für Breite, Aufbau, Radien, Entwässerung und Beleuchtung nach Vorgabe. Die Nachrüstung einer fertigen Straße kostet ein Vielfaches davon.
Was gehört in die Bestandsdokumentation?
Lage und Tiefe aller Leitungen, Schachtpositionen, Aufbaubeschreibung, Verdichtungs- und Prüfprotokolle. Ohne diese Unterlagen lehnen Gemeinden eine Übernahme regelmäßig ab, und jede spätere Grabung wird zum Blindflug.
Was kosten 100 Meter Straße?
Ohne Leitungen 12.500 bis 130.000 € netto bei 5 m Breite, je nach Ausführung vom Schotterweg bis zur Privatstraße mit Randsteinen. Mit Leitungen beginnt es bei rund 200.000 € und kann bei voller Erschließung ein Vielfaches erreichen.
Warum findet man im Internet Angaben von 1.500 € bis 1,8 Mio.?
Weil zwei verschiedene Dinge gemischt werden. 1.500 € entsprechen 3 €/m² und decken nicht einmal das Schottermaterial. 1,8 Mio. entsprechen 3.600 €/m² und enthalten Kanal, Wasser, Strom, Gas, Beleuchtung und Gehsteige – die Fahrbahn ist darin ein Nebenposten.
Rechnet man in Quadratmetern oder Laufmetern?
Ohne Leitungen in Quadratmetern, mit Leitungen in Laufmetern Trasse. Sobald gegraben wird, bestimmen Graben, Rohre, Schächte und Wiederherstellung den Preis, nicht die Fläche.
Was kostet ein Schotterweg?
25 bis 55 €/m² verdichtet, mit Randeinfassung und Entwässerung 55 bis 95 €/m². Für 100 m bei 3 m Breite sind das 7.500 bis 28.500 € netto.
Warum ist die Privatstraße teurer als die Zufahrt?
Wegen Entwässerung und Randeinfassung. Randsteine kosten 38 bis 95 €/lfm, eine Rinne 120 bis 320 €/lfm, ein Straßenablauf 650 bis 1.800 € je Stück. Beidseitig auf 100 m ergibt das allein 7.600 bis 19.000 €.
In welcher Reihenfolge wird gebaut?
Leitungsauskunft, Abstimmung mit den Trägern, Graben, Leitungen, verfüllen und verdichten, Unterbau, Randeinfassung und Entwässerung, dann die Fahrbahn. Alles, was unter der Straße liegt, muss vorher fertig sein.
Was passiert, wenn ein Anschluss vergessen wird?
Die fertige Straße wird aufgeschnitten, der Graben hergestellt und der Belag wiederhergestellt – 2.500 bis 6.000 € je Querung, dazu eine Naht, die später als Erste aufgeht. Deshalb fragen wir vor dem Unterbau alle Anschlüsse ab, auch künftige.
Lohnen sich Leerrohre auf Vorrat?
Fast immer. Ein Leerrohr kostet wenige Euro je Laufmeter, wenn der Graben ohnehin offen ist. Eine nachträgliche Querung kostet das Hundertfache. Wir legen deshalb standardmäßig Reserverohre mit ein.
Warum sackt es über Leitungsgräben ab?
Weil der Graben nicht lagenweise verdichtet wurde. Das zeigt sich erst nach Monaten als Rinne im Belag. Richtig ist lagenweises Verfüllen mit Nachweis – das ist der Unterschied zwischen einer Straße, die zwanzig Jahre hält, und einer, die nach drei Jahren wellig ist.
Wie breit muss eine Privatstraße sein?
Einspurig 3,0 bis 3,5 m mit Ausweichstellen, begegnungsfähig 5,0 bis 5,5 m. Maßgeblich ist nicht der Pkw, sondern das größte regelmäßig verkehrende Fahrzeug – meist die Müllabfuhr mit über 20 Tonnen.
Braucht es einen Wendehammer?
Sobald die Straße nicht durchgängig befahrbar ist, ja. Müllabfuhren fahren in Sackgassen ohne Wendemöglichkeit nicht ein. Nachträglich lässt sich das kaum lösen, weil dafür Grundfläche gebraucht wird.
Wohin darf das Regenwasser?
Je nach Boden und Auflage: Versickerung über Mulde oder Bankett, Sickerschächte, Straßenabläufe mit Kanalanschluss oder Rückhaltung. Das wird vor dem Aushub geklärt, weil sich Gefälle und Höhenlage der Straße daraus ableiten.
Kann eine Privatstraße später von der Gemeinde übernommen werden?
Nur, wenn sie von Anfang an nach deren Vorgaben gebaut wurde – Breite, Aufbau, Radien, Entwässerung, Beleuchtung, teils Gehsteige. Wer günstiger baut und auf Übernahme hofft, zahlt die Differenz später als Nachrüstung am fertigen Objekt.
Arbeiten Sie für Gemeinden?
Ja, regelmäßig: Gemeindestraßen und Güterwege, Vorplätze, Instandsetzung nach Leitungsarbeiten, Randsteine, Gehsteige, Entwässerung und Winterschäden. Wir liefern das Angebot nach Ausschreibungsunterlage mit allen Eignungsnachweisen.
Wie läuft ein Vergabeverfahren ab?
Abhängig vom Auftragswert als Direktvergabe, Verhandlungsverfahren oder offene Ausschreibung nach dem Bundesvergabegesetz. Welcher Schwellenwert gilt, gibt der Auftraggeber vor – wir liefern fristgerecht, vollständig und ohne ungekennzeichnete Alternativen.
Wer führt Elektroarbeiten an der Beleuchtung aus?
Konzessionierte Elektrotechniker, die im Angebot namentlich stehen. Fundamente, Masten, Leerrohre und Gräben übernehmen wir, den Anschluss der Netzbetreiber beziehungsweise der Fachbetrieb.
Was kostet Straßenbeleuchtung?
750 bis 2.400 € je Lichtpunkt inklusive Fundament, Mast, Leuchte und Verkabelung. Die Abstände ergeben sich aus der geforderten Beleuchtungsstärke, üblich sind 25 bis 35 m.
Bleibt die Straße während der Bauzeit befahrbar?
In Abschnitten meist ja. Zufahrten zu Grundstücken, Müllabfuhr und Einsatzfahrzeuge werden im Verkehrskonzept berücksichtigt. Vollsperren betreffen einzelne Tage, etwa beim Asphalteinbau.
Wie lange dauert eine Erschließung über 100 Meter?
Mit Leitungen sechs bis zwölf Wochen, ohne Leitungen zwei bis vier Wochen. Dazu kommt Vorlauf für Abstimmung mit den Leitungsträgern und Bewilligungen, der oft länger dauert als die Bauzeit.
Was ist mit Winterschäden?
Frostaufbrüche entstehen, wo Wasser im Aufbau steht. Die Reparatur ist kurzfristig möglich, dauerhaft hilft nur, die Ursache zu beheben: Entwässerung prüfen, Frostkoffer örtlich erneuern.
Reicht es, nur die Deckschicht zu erneuern?
Bei tragfähigem Unterbau ja, 45 bis 75 €/m². Bei netzartigen Rissen über die Fläche nicht – dort zeichnen sich die Risse binnen eines Jahres wieder durch, weil die Ursache unten liegt.
Wie läuft die Abrechnung bei öffentlichen Aufträgen?
Nach tatsächlich erbrachten Mengen auf Basis des vorgegebenen Leistungsverzeichnisses, mit gemeinsamem Aufmaß und prüffähiger Rechnung je Position. Vertragsgrundlage ist die ÖNORM B 2110 mit Abnahme, Deckungs- und Haftrücklass.
Was ist mit Leitungen, die nicht in den Plänen stehen?
Die gibt es in Wien regelmäßig. Vor dem Aushub wird eingemessen, in Leitungsnähe von Hand geschachtet. Taucht trotzdem etwas Unbekanntes auf, wird angehalten, dokumentiert und mit dem Träger geklärt, bevor weitergearbeitet wird.
Können Sie auch nur einzelne Gewerke übernehmen?
Ja, etwa nur den Kanal oder nur die Fahrbahn. Bei mehreren Gewerken ist die Vergabe an einen Ansprechpartner meist günstiger, weil die Schnittstellen zwischen Graben, Verfüllung und Belag entfallen – dort entstehen sonst die Streitfälle.
Wie schnell bekomme ich eine Einschätzung?
Begehung binnen fünf Werktagen in Wien und Umgebung, danach zwei Werktage bis zum Angebot. Bei Erschließungen mit Leitungen brauchen wir vorher die Auskünfte der Träger – das bestimmt den Zeitplan stärker als unsere Kapazität.

Verwandte Leistungen

◆ Partnerfirma · Bling Premium Reinigung

Straße fertig? Die Baustelle hinterlässt Spuren.

Nach Abschluss übernimmt unsere Partnerfirma Bling Premium Reinigung die Reinigung der angrenzenden Flächen und Zufahrten. Mehr unter bling-bling.at.

Anfrage senden

Direkt hier anfragen — Festpreisangebot kostenlos. Skyline Bau antwortet innerhalb von 2 Werktagen.

Anfrage zu: Straßenbau Wien
Bau-Notfall? Wasserschaden, Schimmel, akute Schäden — bitte direkt via WhatsApp 24/7 — wir kommen zeitnah.

Sie und Skyline Bau erhalten je eine Bestätigung per E-Mail.

Bereit für Ihren Straßenbau in Wien?

Schreiben Sie uns direkt auf WhatsApp — Fotos schicken. Antwort in 2 Werktagen.

Bling Bling GmbH · Marke Skyline Bau · Firmendaten im Impressum

Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister“ konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.