Barrierefreies Bad Wienohne Schwelle,ohne Sturzrisiko.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Ein barrierefreier Badumbau kostet in Wien 5.500 bis 28.000 Euro – vom Tausch der Wanne gegen eine bodengleiche Dusche bis zum rollstuhlgerechten Bad nach ÖNORM B 1600. Die Stadt Wien fördert altersgerechte und behindertengerechte Umbauten; der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein.

Der häufigste Anlass für einen barrierefreien Umbau ist ein Bauteil: der Wannenrand. Wer nicht mehr sicher über fünfzig Zentimeter steigt, meidet das Bad oder riskiert einen Sturz. Deshalb steht am Anfang fast jedes Umbaus die bodengleiche Dusche. Die eigentliche bauliche Aufgabe ist dabei nicht die Dusche selbst, sondern das Gefälle: Das Wasser muss ohne Schwelle zum Abfluss laufen, und dafür braucht es Aufbauhöhe, die im Altbau oft nicht vorhanden ist. Wie das im konkreten Bad gelöst wird – Boden anheben, flache Rinne, Ablauf versetzen – entscheidet die Begehung, nicht der Katalog.
Planung nach ÖNORM B 1600 Unterlagen für den Förderantrag Umbau meist in 1 bis 2 Wochen Sanitär über konzessionierte Partner Festpreis nach Begehung

Altersgerecht oder barrierefrei: der Unterschied ist nicht kosmetisch

Die beiden Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber unterschiedliche Anforderungen – und unterschiedliche Kosten.

MerkmalAltersgerechtBarrierefrei nach ÖNORM B 1600
Zielsicherer und bequemer nutzbarauch mit Rollstuhl selbstständig nutzbar
Duschebodengleich oder mit flachem Einstiegbodengleich, befahrbar, definierte Fläche
Bewegungsflächenausreichend zum Bücken und Drehendefinierte freie Flächen vor jedem Objekt
Türbreitemeist unverändertgrößere lichte Durchgangsbreite, nach außen öffnend oder Schiebetür
WCerhöhte Sitzhöhe, Haltegriffeseitlicher Anfahrbereich, Stützklappgriffe beidseits
WaschtischStandardhöhe, gut erreichbarunterfahrbar, Flachsiphon, Spiegel im Sitzen nutzbar
Typische Kosten9.500–16.000 €16.000–28.000 €
Für die meisten Haushalte ist der altersgerechte Umbau die richtige Entscheidung, nicht die Vollbarrierefreiheit. Er löst das eigentliche Problem – Einstieg, Standsicherheit, Sitzmöglichkeit – zu deutlich geringeren Kosten und passt auch in kleine Wiener Altbaubäder von vier bis sechs Quadratmetern. Die Ausführung nach ÖNORM B 1600 ist dann sinnvoll, wenn ein Rollstuhl im Spiel ist oder absehbar wird, oder wenn die Förderung für behindertengerechte Umbauten beansprucht wird, die daran anknüpft.

Was ein barrierefreies Bad kostet

Richtwerte netto, Stand 2026, für Wien. Sanitärinstallationen führen konzessionierte Partnerbetriebe nach § 94 Z 25 GewO aus, die wir koordinieren.

UmfangWas gemacht wirdPreis nettoDauer
Wanne raus, Dusche reinbodengleiche Dusche im Bereich der alten Wanne5.500–9.500 €4–7 Werktage
Altersgerechtes Badzusätzlich erhöhtes WC, Haltegriffe, rutschhemmende Fliesen9.500–16.000 €1–2 Wochen
Barrierefreies Bad nach ÖNORM B 1600zusätzlich Bewegungsflächen, unterfahrbarer Waschtisch, breitere Tür16.000–28.000 €2–3 Wochen
Bad mit GrundrissänderungWand versetzen, WC verlegen, Leitungen neuab 22.000 €3–5 Wochen

Einzelpreise

PositionEinheitPreis nettoWas dazugehört
Badewanne ausbauenStk.350–750 €Demontage, Fliesen im Wannenbereich, Entsorgung
Bodengleiche Dusche herstellenStk.2.800–5.500 €Gefälle, Rinne oder Punktablauf, Abdichtung, Fliesen
DuschabtrennungStk.450–1.800 €Glas fix oder faltbar, bodenbündig
Rutschhemmende Bodenfliesen95–160 €Material und Verlegung
Wandhängendes WC, erhöhtStk.1.100–1.900 €Vorwandelement, Montage in Komforthöhe
Unterfahrbarer WaschtischStk.650–1.400 €mit Unterputz- oder Flachsiphon
Haltegriff geradeStk.120–260 €montiert in tragfähigem Untergrund
StützklappgriffStk.220–420 €belastbar, hochklappbar neben dem WC
DuschklappsitzStk.280–650 €montiert, belastbar
Thermostatarmatur mit VerbrühschutzStk.350–750 €montiert, Temperatur begrenzt
TürverbreiterungStk.900–2.400 €Durchbruch, Sturz, neue Tür oder Schiebetür
Wandverstärkung für Griffepsch.150–450 €bei Trockenbau- oder Leichtwänden
Elektro: Steckdosen, Licht, Notrufpsch.450–1.800 €durch konzessionierten Elektrotechniker
Abdichtung im Verbund35–70 €Dichtbänder an allen Anschlüssen
Rechenbeispiel 1 · Altbaubad 5,5 m², Wanne raus, bodengleiche Dusche, erhöhtes WC, Griffe
Rückbau Wanne, Entsorgung650 €
Bodengleiche Dusche mit Rinne und Abdichtung4.600 €
Rutschhemmende Fliesen, Wandfliesen im Duschbereich3.200 €
WC erhöht, drei Griffe, Klappsitz, Thermostat3.050 €

Summe rund 11.500 € netto. Nach der Förderung der Stadt Wien kann ein erheblicher Teil davon ersetzt werden – Höhe abhängig von Art des Umbaus und persönlichen Voraussetzungen.

Rechenbeispiel 2 · 7,2 m², rollstuhlgerecht nach ÖNORM B 1600, Tür verbreitert
Rückbau komplett, Leitungen versetzt4.900 €
Bodengleiche Dusche befahrbar, Abdichtung, Fliesen8.400 €
WC mit Anfahrbereich, unterfahrbarer Waschtisch, Griffe5.200 €
Schiebetür, Elektro mit Notruf, Malerei4.300 €

Summe rund 22.800 € netto in 15 Werktagen. Der größte Einzelposten ist nicht die Ausstattung, sondern der Rückbau samt Leitungsverlegung – weil Bewegungsflächen nur entstehen, wenn Objekte ihren Platz wechseln.

Die bodengleiche Dusche im Altbau: warum das Gefälle die Aufgabe ist

Eine Dusche ohne Schwelle funktioniert nur, wenn das Wasser zuverlässig zum Ablauf läuft und nirgendwo stehen bleibt. Dafür braucht es ein Gefälle von etwa ein bis zwei Prozent – auf zwei Meter Duschlänge also zwei bis vier Zentimeter Höhenunterschied. Dieses Gefälle muss im Bodenaufbau untergebracht werden, und genau daran hängt der Aufwand.

AusgangslageLösungAufwandNachteil
Ausreichende Aufbauhöhe vorhandenGefälleestrich mit Punkt- oder LinienablaufStandardkeiner
Wenig Aufbauhöheextraflache Rinne oder Wandablaufetwas höherAuswahl eingeschränkt
Kaum AufbauhöheBodenniveau im ganzen Bad anheben, Schwelle an der Türhöherkleine Schwelle zum Flur bleibt
Holztramdecke darunterAblauf zwischen die Trame legen, Statik prüfenPlanung nötigAblaufposition eingeschränkt
Abwasserleitung zu hochLeitung versetzen oder Hebeanlagedeutlich höherTechnik, Wartung, Geräusch

Die vierte Zeile betrifft in Wien besonders viele Wohnungen: Unter dem Bad liegt eine Holztramdecke, und der Ablauf braucht Platz zwischen den Balken. Wo er sitzen kann, bestimmt damit die Lage der Dusche – nicht umgekehrt. Deshalb wird bei Altbaubädern zuerst geöffnet oder zumindest der Deckenaufbau erhoben, bevor geplant wird. Mehr dazu auf Holztramdecke sanieren.

Abdichtung: der Teil, den man nie wieder sieht

Eine bodengleiche Dusche ist ein Nassbereich ohne Wanne. Das Wasser trifft auf Fliesen und Fugen, und beide sind nicht dicht – dicht ist die Verbundabdichtung darunter. Fehler an dieser Stelle zeigen sich erst als Feuchteschaden in der Wohnung darunter, oft Jahre später.

  • Flächenabdichtung im Verbund unter den Fliesen, über den gesamten Nassbereich und ausreichend hochgezogen an den Wänden.
  • Dichtbänder an allen Anschlüssen: Boden zu Wand, Wand zu Wand, um Rohrdurchführungen und um den Ablauf. Die Ecken sind die kritischen Punkte, nicht die Flächen.
  • Dichtmanschetten an Armaturenanschlüssen und Rohrdurchführungen – jede Durchdringung ist eine potenzielle Undichtheit.
  • Anschluss an den Ablauf mit dem vom Hersteller vorgesehenen Flansch, nicht improvisiert.
  • Bewegungsfugen dort, wo unterschiedliche Bauteile aneinanderstoßen – im Altbau mit Holzdecke besonders wichtig, weil die Konstruktion arbeitet.

Weil man von all dem nach der Fertigstellung nichts mehr sieht, dokumentieren wir jede Abdichtungsebene mit Fotos, bevor gefliest wird. Das ist der einzige Nachweis, der im Schadensfall zählt – und bei Versicherungsfragen regelmäßig der entscheidende.

Rutschhemmung: welche Fliese ins barrierefreie Bad gehört

Ein Bad ohne Schwelle ist sicherer beim Einstieg und gefährlicher beim Gehen, wenn die falsche Fliese verlegt wird. Für barfuß begangene Nassbereiche gibt es eigene Bewertungsgruppen, und im häuslichen Bad ist eine erhöhte Rutschhemmung sinnvoll, auch wenn sie nicht überall vorgeschrieben ist.

BereichAnforderungPraktische Umsetzung
Duschflächehöchste Rutschhemmung im Badkleinformatige Fliesen, viele Fugen, strukturierte Oberfläche
Übriger Badbodenerhöht, aber reinigbarmittleres Format mit leichter Struktur
Übergang zum Flurkein Stolperrandniveaugleich oder flache Anrampung
Wandfliesenkeine Anforderungnach Gestaltung wählbar

Ein praktischer Hinweis, der häufiger hilft als jede Norm: Je kleiner das Format, desto mehr Fugen, und Fugen geben Halt. Deshalb sind Mosaik oder Kleinformate in der Duschfläche die einfachste und günstigste Art, Rutschsicherheit zu erreichen – und sie erleichtern gleichzeitig die Ausbildung des Gefälles.

Haltegriffe: warum die Wand darüber entscheidet

Ein Haltegriff muss das Körpergewicht eines Menschen halten, der sich fallen lässt – nicht das Gewicht einer Hand. Entscheidend ist deshalb nicht der Griff, sondern der Untergrund.

WandaufbauEignungMaßnahme
Vollziegel massivgutgeeignete Dübel, fachgerecht gesetzt
HochlochziegelbedingtVerbundanker oder Injektionsmörtel
Gipskarton-Vorwandnur mit VerstärkungTraverse oder Einbauplatte vor dem Beplanken einbauen
Leichtbauwand ohne VerstärkungungeeignetWand öffnen, Verstärkung nachrüsten

Daraus ergibt sich eine Reihenfolge, die man nicht umdrehen kann: Die Positionen der Griffe werden vor dem Verkleiden der Wand festgelegt, denn nur dann lässt sich die Verstärkung einbauen. Wer erst nach dem Fliesen entscheidet, wo ein Griff hinkommt, hat entweder Glück oder muss die Fliesen wieder öffnen.

Förderung in Wien: was zu beachten ist

Die Stadt Wien unterstützt sowohl altersgerechte als auch behindertengerechte Umbauten. Die Fördersätze wurden zuletzt angehoben, ändern sich aber – deshalb nennen wir hier keine Prozentzahl, die morgen falsch sein kann, sondern die Logik, die in allen Programmen gleich ist.

FörderschieneFür wenWorauf es ankommt
Altersgerechter Umbauältere Menschen, Eigentum und MieteZuschuss der Stadt Wien, Voraussetzungen und Höchstbetrag vorab prüfen
Behindertengerechter UmbauMenschen mit Behinderunghöherer Fördersatz, Ausführung nach ÖNORM B 1600 maßgeblich
Unterstützung Sozialministeriumservicebei begründetem Bedarfzusätzlich zur Landesförderung möglich
Zuschuss der Pflegeversicherung oder Sozialhilfeabhängig vom EinzelfallBeratung über die zuständige Stelle
Den Förderantrag immer vor der Auftragsvergabe stellen. Wer schon beauftragt oder mit den Arbeiten begonnen hat, verliert den Anspruch in aller Regel vollständig – unabhängig davon, wie förderwürdig der Umbau inhaltlich wäre. Das ist der teuerste vermeidbare Fehler in diesem Bereich, und er lässt sich mit einem einzigen Termin verhindern. Wir liefern Kostenaufstellung, Planskizze und Fotodokumentation in der Form, die für den Antrag gebraucht wird; gestellt wird er von Ihnen oder Ihren Angehörigen.

Zwei weitere Punkte aus der Praxis: Erstens sollte der Antrag zum tatsächlich geplanten Umfang passen – wird später mehr gemacht als beantragt, ist der Mehranteil meist nicht gedeckt. Zweitens brauchen Mieter die Zustimmung des Vermieters, und zwar schriftlich, bevor der Antrag läuft. Für altersgerechte Umbauten gibt es gesetzliche Erleichterungen, das ersetzt aber nicht die Abstimmung.

Als Mieter umbauen: was zu klären ist

FrageWas gilt in der RegelEmpfehlung
Darf ich als Mieter umbauen?mit Zustimmung des Vermieters, für barrierefreie Maßnahmen gibt es Erleichterungenschriftlich einholen, bevor der Förderantrag läuft
Muss ich beim Auszug zurückbauen?hängt von der Vereinbarung abRückbauverzicht gleich mitvereinbaren
Wer zahlt?meist der Mieter, teils mit Beteiligung des Vermietersvor Beginn klären, auch die Förderzuordnung
Wirkt sich das auf die Miete aus?je nach Vereinbarung und Rechtslagemietrechtlich prüfen lassen

Aus unserer Sicht praktisch wichtig: Ein barrierefreier Umbau erhöht die Vermietbarkeit einer Wohnung, weil er sie für eine größere Gruppe nutzbar macht. Das ist ein Argument, das in Gesprächen mit Vermietern regelmäßig trägt – gerade in Häusern mit älterer Mieterschaft, wo dieselbe Frage in zwei Jahren erneut kommt.

Der Ablauf, Tag für Tag

Am Beispiel des altersgerechten Umbaus mit bodengleicher Dusche, 5,5 m², sieben Werktage:

TagWas passiertBad nutzbar
Tag 1Schutz von Flur und Wohnung, Rückbau Wanne und Fliesen im Nassbereichnein
Tag 2Leitungen anpassen, Ablauf setzen, Vorwand für das WCnein
Tag 3Gefälle herstellen, Untergrund vorbereitennein
Tag 4Abdichtung mit Dichtbändern, Fotodokumentationnein
Tag 5Fliesen Boden und Wand im Duschbereichnein
Tag 6Verfugen, Sanitärobjekte montieren, Griffe setzenteilweise
Tag 7Silikon, Abtrennung, Endreinigung, Übergabeja

Für ältere Bewohner ist die entscheidende Frage: Wie lange ist das Bad nicht benutzbar? Bei einer Wohnung mit zweitem WC ist das unkritisch. Ist nur ein Bad vorhanden, planen wir die Arbeiten so eng wie möglich und klären vorab, ob für zwei bis drei Tage eine Ausweichmöglichkeit besteht – bei Angehörigen, in der Nachbarwohnung oder über eine mobile Lösung. Diese Frage gehört an den Anfang, nicht ans Ende.

Die häufigsten Fehler beim barrierefreien Umbau

FehlerWarum er passiertFolge
Antrag erst nach AuftragserteilungUnkenntnis der FristenlogikFörderung vollständig verloren
Griffe ohne WandverstärkungPosition erst nach dem Fliesen festgelegtGriff hält nicht, Fliesen müssen geöffnet werden
Zu glatte BodenflieseOptik entscheidet, nicht die RutschhemmungSturzrisiko steigt statt zu sinken
Dusche ohne ausreichendes GefälleAufbauhöhe unterschätztWasser steht, Fugen veralgen
Abdichtung nur im Duschbereichspart MaterialFeuchteschaden am Übergang
Tür öffnet nach innenwird nicht mitgedachtim Notfall blockiert die gestürzte Person die Tür
Spiegel zu hoch montiertStandardhöhe übernommenim Sitzen nicht nutzbar
Kein VerbrühschutzThermostat wirkt verzichtbarVerbrühungsgefahr bei eingeschränkter Reaktion

Der sechste Punkt ist der, der am seltensten bedacht wird und am meisten zählt: Eine nach innen öffnende Badtür lässt sich von außen nicht öffnen, wenn jemand dahinter gestürzt ist. Eine nach außen öffnende Tür oder eine Schiebetür löst das – und kostet beim Umbau kaum mehr, wenn man es von Anfang an einplant.

Maße, die im Alltag zählen

Barrierefreiheit ist in erster Linie eine Frage von Abständen und Höhen. Die folgenden Werte sind Orientierung aus der Praxis; im Einzelfall entscheidet die ÖNORM B 1600 und vor allem die Person, die das Bad benutzt.

ElementBewährter WertWarum
Sitzhöhe WCetwa 46–48 cm inklusive SitzAufstehen aus tiefer Position ist die häufigste Schwierigkeit
Stützklappgriffe neben dem WCbeidseits, etwa 28 cm Abstand zur MitteAbstützen beim Hinsetzen und Aufstehen
Freie Fläche vor WC und Waschtischmöglichst 120 × 120 cm, mit Rollstuhl mehrDrehen und Anfahren ohne Rangieren
Duschflächemindestens 90 × 90 cm, besser 120 × 120 cmPlatz für Sitz und Helfer
Höhe Duschsitzetwa 46–48 cmgleiche Logik wie beim WC
Waschtisch UnterfahrbarkeitKnieraum frei, FlachsiphonNutzung im Sitzen oder im Rollstuhl
Spiegelunterkantetief genug für sitzende Nutzungsonst nur im Stehen brauchbar
ArmaturenEinhebel oder berührungslos, gut erreichbarKraft und Feinmotorik lassen nach
Lichte Türbreiteje größer, desto besser; Schiebetür als AlternativeRollator und Rollstuhl brauchen Durchfahrt

Ein Hinweis, der in Prospekten selten steht: Diese Maße sind Mittelwerte. Wer klein ist, für den ist ein erhöhtes WC unbequem; wer groß ist, braucht mehr. Deshalb messen wir bei der Begehung gemeinsam aus, in welcher Höhe Griffe und Sitz tatsächlich passen – mit der Person, die das Bad benutzen wird, nicht mit einem Katalogwert.

Komplettumbau oder Teillösung: was wann passt

Am Markt gibt es Anbieter, die versprechen, eine Wanne binnen eines Tages in eine Dusche zu verwandeln. Das ist möglich – und für manche Situationen eine sinnvolle Lösung. Man sollte nur wissen, was dabei passiert und was nicht.

VarianteWas gemacht wirdDauerGrenzen
WannenausschnittStück der Wannenwand wird herausgeschnitten, Einstiegselement eingesetzt1 TagRestschwelle bleibt, kein bodengleiches Duschen
Duschelement in die Wannennischefertige Duschwanne anstelle der Badewanne1–2 Tageflache Schwelle bleibt, Boden unverändert
Bodengleiche Dusche gefliestBoden geöffnet, Gefälle, Abdichtung, Fliesen4–7 Tageaufwendiger, dafür schwellenlos und dauerhaft
Komplettes barrierefreies BadGrundriss, Objekte, Türen, Elektro2–3 Wochenhöchste Kosten, volle Wirkung

Unsere Einordnung: Die ersten beiden Varianten sind gute Zwischenlösungen, wenn es schnell gehen muss, das Budget begrenzt ist oder die Wohnsituation ohnehin nur noch kurz besteht. Sie lösen das Einstiegsproblem, aber nicht die Schwelle – und wer mit Rollator oder Rollstuhl unterwegs ist, kommt damit nicht weiter. Dann führt kein Weg an der gefliesten, bodengleichen Lösung vorbei. Wir sagen das offen, auch wenn die kleine Lösung der kleinere Auftrag ist.

Ausstattung: worauf es im Alltag ankommt

BauteilEmpfehlungBegründung
DuscharmaturThermostat mit Verbrühschutz, Brausestange mit verstellbarem HalterTemperatur bleibt stabil, Brause im Sitzen erreichbar
Duschsitzklappbar, mit Armlehnen, fest montiertmobile Hocker rutschen, feste Sitze geben Sicherheit
BodenablaufRinne an der Wand oder Punktablauf, reinigbarHaare und Seifenreste müssen ohne Werkzeug entfernbar sein
WC-Betätigunggroßflächig, leicht erreichbarkleine Tasten sind bei Kraftverlust schwierig
Waschtischarmaturlanger Hebel oder berührungslosfunktioniert auch mit wenig Handkraft
Beleuchtungblendfrei, zusätzlich am SpiegelSehkraft lässt nach, Schatten erhöhen Sturzrisiko
Fußbodenheizung oder Handtuchheizkörperoptional, angenehmwarmer Boden verringert das Rutschrisiko durch nasse Füße nicht, aber die Verweildauer

Reinigung und Pflege danach

Ein barrierefreies Bad ist leichter zu reinigen als ein herkömmliches – wenn beim Umbau daran gedacht wurde. Drei Details entscheiden darüber:

  • Ablauf zugänglich. Eine Rinne mit herausnehmbarem Siebeinsatz lässt sich ohne Werkzeug reinigen, ein schwer erreichbarer Punktablauf nicht.
  • Fugen so wenig wie möglich im Spritzbereich. Großformat an den Wänden, Kleinformat nur dort, wo Rutschhemmung gebraucht wird.
  • Silikonfugen fungizid. Sie bleiben länger sauber, und sie sind ein Verschleißteil – nach fünf bis acht Jahren gehören sie erneuert, das kostet wenig und verhindert Schimmel.

Wenn die Reinigung nicht mehr selbst zu schaffen ist, übernimmt sie auf Wunsch unsere Partnerfirma regelmäßig – das ist häufig genau der Punkt, an dem ein barrierefreies Bad seinen Zweck erfüllt: Es ermöglicht, länger in der eigenen Wohnung zu bleiben.

Barrierefrei planen, bevor es nötig wird

Der günstigste barrierefreie Umbau ist der, den man nicht extra macht, sondern in eine ohnehin anstehende Badsanierung einbaut. Der Unterschied liegt dann nicht bei zehntausend Euro, sondern bei ein bis drei Tausend – weil Rückbau, Abdichtung, Fliesen und Leitungen sowieso anfallen.

MaßnahmeMehrkosten bei ohnehin geplanter BadsanierungKosten als späterer Einzelumbau
Bodengleiche Dusche statt Wanne800–2.200 €5.500–9.500 €
Wandverstärkung für Griffe150–450 €600–1.600 € inklusive Fliesenarbeit
Leerrohr für Notruf80–250 €450–1.200 €
WC in Komforthöhe0–200 €1.100–1.900 €
Tür nach außen öffnend150–600 €900–2.400 €

Das ist der stärkste Rat, den wir bei diesem Thema geben können: Wer ein Bad ohnehin erneuert, sollte die vier Vorbereitungen mitmachen – Wandverstärkungen, Leerrohr, Komforthöhe, Türanschlag. Sie kosten zusammen unter tausend Euro, fallen optisch nicht auf und sparen später ein Vielfaches. Genutzt werden sie vielleicht nie; gebraucht werden sie meist schneller als gedacht.

Wenn Pflege ins Spiel kommt

Ein Bad, in dem gepflegt wird, hat andere Anforderungen als eines, das nur selbstständig genutzt wird. Wer das von Anfang an mitdenkt, spart einen zweiten Umbau.

AnforderungWarumBauliche Konsequenz
Platz für eine zweite PersonHelfen beim Duschen und am WCBewegungsfläche neben Dusche und WC einplanen
Duschsitz mit Armlehnensicheres Sitzen auch bei SchwächeWandverstärkung großzügiger ausführen
Keine Abtrennung oder klappbarZugang von außen, Platz für HelfendeGefälle und Fläche entsprechend größer
Robuste Oberflächenhäufige Reinigung, DesinfektionFliesen und Fugen entsprechend wählen
Notruf erreichbarSturz im Bad ist der häufigste NotfallLeerrohr oder Funklösung vorsehen

Was dabei oft übersehen wird: Das WC braucht seitlich Platz, damit jemand helfen kann. Ein WC in einer Nische ist technisch korrekt und im Pflegefall unbrauchbar. Deshalb gehört die Frage „Wird hier möglicherweise Unterstützung gebraucht?" in jede Planung – sie kostet in der Umsetzung meist nichts, wenn sie früh gestellt wird.

Warum der Umbau meist günstiger ist als die Alternative

Die Frage, ob sich ein barrierefreier Umbau lohnt, wird oft nur gegen den Kaufpreis gerechnet. Der ehrlichere Vergleich ist ein anderer: Was kostet es, wenn er nicht gemacht wird?

SzenarioGrößenordnungAnmerkung
Barrierefreier Badumbaueinmalig 5.500–28.000 €, davon ein Teil gefördertWohnung bleibt nutzbar
Umzug in eine geeignete WohnungMaklerkosten, Kaution, Umzug, neue Mietesoziales Umfeld geht verloren
Mobile Unterstützung beim Duschenlaufende Kosten, mehrmals wöchentlichdauerhaft, summiert sich rasch
Sturz mit FolgenKrankenhaus, Rehabilitation, oft Pflegebedarfder teuerste und wahrscheinlichste Fall

Stürze im Bad sind bei älteren Menschen einer der häufigsten Gründe für einen Krankenhausaufenthalt, und ein einzelner Sturz kann den Verlauf der nächsten Jahre bestimmen. Vor diesem Hintergrund ist der Umbau keine Ausstattungsfrage, sondern Vorsorge – und die einzige Maßnahme aus dieser Tabelle, die das Problem an der Ursache löst, statt es zu verwalten.

Abgrenzung: welche Seite passt zu Ihrem Vorhaben

Ihr VorhabenPassende Seite
Bad erneuern, ohne besondere AnforderungenBadsanierung
Ganze Wohnung sanieren, Bad inklusiveWohnungssanierung
Nur Fliesen erneuernFliesen verlegen
Heizung, Lüftung oder SanitärtechnikHKLS
Zugang zum Haus, Lift, StiegenhausStiegenhaussanierung
Decke trägt das neue Bad nichtHolztramdecke sanieren

Der letzte Punkt betrifft im Wiener Altbau mehr Bäder, als man vermuten würde: Ein neues Bad bringt mit Estrich, Fliesen und gefüllter Wanne schnell 200 bis 400 Kilogramm pro Quadratmeter zusätzlich auf eine Holzkonstruktion, die dafür nicht bemessen wurde. Deshalb gehört bei Altbaubädern die Frage nach der Decke an den Anfang – nicht, weil wir gern öffnen, sondern weil die Alternative ein Nachtrag mitten in der Bauzeit ist.

Wenn schnell gehandelt werden muss

Viele Umbauten entstehen nicht aus Vorsorge, sondern nach einem Ereignis – einem Sturz, einem Krankenhausaufenthalt, einer neuen Diagnose. Dann zählt Zeit, und die Frage lautet: Was lässt sich sofort machen, was braucht Planung?

MaßnahmeUmsetzbar inKostenWirkung
Haltegriffe an Wanne und WC1 Tag350–900 €sofort spürbar, verhindert die häufigsten Stürze
Duschsitz oder Wannensitz1 Tag280–650 €Duschen im Sitzen möglich
Thermostatarmatur mit Verbrühschutz1 Tag350–750 €Sicherheit bei eingeschränkter Reaktion
Wanneneinstieg nachrüsten1–2 Tage900–2.200 €Zwischenlösung, wenn der Umbau warten muss
Rutschhemmende Beschichtung1 Tag250–700 €Sofortmaßnahme auf vorhandenen Fliesen
Kompletter Umbau zur Dusche1–2 Wochenab 5.500 €dauerhafte Lösung

Diese Staffelung ist bewusst so gedacht: Die ersten fünf Punkte sind Sofortmaßnahmen, die in wenigen Tagen Sicherheit bringen und den kompletten Umbau nicht ersetzen, aber überbrücken. Wer unter Druck steht, sollte sie nutzen – und den Umbau danach in Ruhe planen, inklusive Förderantrag, der Zeit braucht.

Barrierefrei über das Bad hinaus

Ein barrierefreies Bad nützt wenig, wenn der Weg dorthin nicht passt. Diese Punkte gehören in dieselbe Überlegung, auch wenn sie nicht zum Bad zählen:

  • Schwellen in der Wohnung. Türschwellen und Niveausprünge lassen sich meist mit geringem Aufwand ausgleichen, 150 bis 600 € je Stelle.
  • Türbreiten. Nicht nur die Badtür ist relevant, sondern auch Schlafzimmer und Wohnungseingang.
  • Zugang zum Haus. Stufen am Eingang, fehlender Lift, schmales Stiegenhaus – siehe Stiegenhaussanierung.
  • Beleuchtung. Bewegungsmelder auf dem Weg zum Bad verhindern nächtliche Stürze wirksamer als jeder Griff.
  • Bodenbeläge. Lose Teppiche und Kanten sind die häufigste Stolperursache in der eigenen Wohnung.

Die meisten dieser Punkte kosten wenig und lassen sich gemeinsam mit dem Badumbau erledigen, weil die Handwerker ohnehin im Haus sind. Getrennt beauftragt kostet jede einzelne Maßnahme eine Anfahrt und einen Termin.

Was Sie von uns bekommen

  • Festpreis nach Begehung, aufgeschlüsselt in Positionen, mit ausgewiesenen Bedarfspositionen für alles, was erst nach dem Öffnen sichtbar wird.
  • Unterlagen für den Förderantrag: Kostenaufstellung, Planskizze, Fotos des Ist-Zustands.
  • Fotodokumentation der Abdichtung vor dem Fliesen – der einzige Nachweis, der im Schadensfall zählt.
  • Nennung der ausführenden Partnerbetriebe für Sanitär und Elektro, mit Konzession.
  • Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110 und Gewährleistungsfristen je Gewerk.
  • Endreinigung, damit das Bad ab dem ersten Tag nutzbar ist.

Wann Sie uns nicht brauchen

Für einen einzelnen Haltegriff, einen Duschsitz oder eine rutschhemmende Beschichtung reicht ein Installateur oder ein Handwerksdienst, und das ist dann auch günstiger. Wir lohnen uns, sobald die Wanne raus muss, der Boden neu aufgebaut wird und mehrere Gewerke zusammenkommen – oder wenn für die Förderung eine vollständige Kostenaufstellung gebraucht wird.

Häufige Fragen zum barrierefreien Bad in Wien

Lohnt es sich, bei einer normalen Badsanierung barrierefrei vorzubereiten?
Ja, das ist der stärkste Spartipp bei diesem Thema. Wandverstärkungen, ein Leerrohr für den Notruf, WC in Komforthöhe und eine nach außen öffnende Tür kosten zusammen unter tausend Euro, wenn das Bad ohnehin erneuert wird – als späterer Einzelumbau ein Vielfaches.
Was ist ein Wannenausschnitt und taugt er?
Ein Stück der Wannenwand wird herausgeschnitten und ein Einstiegselement eingesetzt, umsetzbar an einem Tag. Das löst das Einsteigen, nicht die Schwelle – für Rollator oder Rollstuhl reicht es nicht. Als Zwischenlösung sinnvoll, als Dauerlösung nur bedingt.
Wie groß muss die Dusche sein?
Mindestens 90 × 90 cm, besser 120 × 120 cm. Die größere Fläche schafft Platz für einen Duschsitz und für eine helfende Person – und sie erleichtert das Gefälle, weil sich der Höhenunterschied auf mehr Strecke verteilt.
Was ist zu beachten, wenn im Bad gepflegt wird?
Platz für eine zweite Person neben Dusche und WC, ein Duschsitz mit Armlehnen, keine oder eine klappbare Abtrennung und ein erreichbarer Notruf. Ein WC in einer engen Nische ist im Pflegefall unbrauchbar, auch wenn es technisch korrekt sitzt.
Wie hoch soll das WC sein?
Etwa 46 bis 48 cm inklusive Sitz. Für kleine Personen kann das zu hoch sein, für große zu niedrig – deshalb messen wir bei der Begehung gemeinsam aus, statt einen Katalogwert zu übernehmen.
Wie oft müssen Silikonfugen erneuert werden?
Alle fünf bis acht Jahre. Sie sind ein Verschleißteil, und eine rissige Fuge im Spritzbereich ist der häufigste Ausgangspunkt für Feuchteschäden. Die Erneuerung kostet wenig und verhindert viel.
Was kostet ein barrierefreies Bad?
5.500 bis 9.500 € für den Tausch der Wanne gegen eine bodengleiche Dusche, 9.500 bis 16.000 € für ein altersgerechtes Bad, 16.000 bis 28.000 € für ein Bad nach ÖNORM B 1600. Das Beispiel mit 5,5 m² liegt bei rund 11.500 € netto.
Was ist der Unterschied zwischen altersgerecht und barrierefrei?
Altersgerecht heißt sicherer und bequemer – Dusche statt Wanne, Griffe, erhöhtes WC. Barrierefrei nach ÖNORM B 1600 heißt zusätzlich: definierte Bewegungsflächen, Türbreiten und eine Ausstattung, die auch mit Rollstuhl selbstständig nutzbar ist.
Geht eine bodengleiche Dusche im Altbau?
In den meisten Fällen ja. Die Frage ist das Gefälle zum Abfluss: Entweder wird der Boden etwas angehoben, eine flache Rinne gewählt oder der Ablauf versetzt. Liegt darunter eine Holztramdecke, bestimmt die Lage zwischen den Tramen die Position der Dusche.
Wie viel Gefälle braucht die Dusche?
Etwa ein bis zwei Prozent, auf zwei Meter also zwei bis vier Zentimeter. Zu wenig Gefälle bedeutet stehendes Wasser und veralgte Fugen, zu viel wird beim Stehen unangenehm.
Gibt es eine Förderung der Stadt Wien?
Ja, für altersgerechte und für behindertengerechte Umbauten, mit unterschiedlichen Sätzen. Die aktuelle Höhe und die Voraussetzungen nennt die Stadt Wien. Entscheidend ist: Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein.
Was passiert, wenn ich vorher beauftrage?
Dann ist die Förderung in aller Regel verloren, unabhängig davon, wie förderwürdig der Umbau wäre. Deshalb gehört der Antrag an den Anfang – wir liefern die Unterlagen dafür binnen zwei Werktagen nach der Begehung.
Kann ich als Mieter umbauen?
Mit Zustimmung des Vermieters. Für altersgerechte Umbauten gibt es gesetzliche Erleichterungen, und auch Mieter können gefördert werden. Die Zustimmung sollte schriftlich vorliegen, bevor der Förderantrag läuft.
Muss ich beim Auszug zurückbauen?
Das hängt von der Vereinbarung ab. Sinnvoll ist, einen Rückbauverzicht gleich mitzuvereinbaren – ein barrierefreies Bad erhöht die Vermietbarkeit der Wohnung, das ist ein gutes Argument gegenüber dem Vermieter.
Welche Fliesen sind rutschfest genug?
Im Duschbereich Fliesen mit erhöhter Rutschhemmung für barfuß begangene Nassbereiche. Praktisch hilft ein kleines Format: Je mehr Fugen, desto besser der Halt – und das Gefälle lässt sich damit leichter ausbilden.
Warum ist die Wand für die Haltegriffe so wichtig?
Weil ein Griff das Körpergewicht halten muss. In massivem Ziegel geht das mit geeigneten Dübeln, in einer Gipskarton-Vorwand nur mit eingebauter Verstärkung. Deshalb werden die Positionen vor dem Verkleiden festgelegt.
Wie viele Griffe braucht ein Bad?
Üblich sind drei bis fünf: neben dem WC, in der Dusche senkrecht und waagrecht sowie am Weg zum Waschtisch. Entscheidend ist die individuelle Bewegungsrichtung, nicht die Zahl – deshalb legen wir die Positionen gemeinsam vor Ort fest.
Braucht es eine breitere Tür?
Für ein rollstuhlgerechtes Bad ja. Im Altbau ist eine Schiebetür oft die einfachste Lösung, weil sie keinen Schwenkbereich braucht. Generell empfehlenswert: eine Tür, die nach außen öffnet – falls jemand dahinter stürzt.
Wie lange ist das Bad nicht nutzbar?
Beim Wannentausch vier bis sieben Werktage, davon etwa fünf Tage ohne Nutzung. Gibt es nur ein Bad in der Wohnung, klären wir vorab, ob für diese Tage eine Ausweichmöglichkeit besteht.
Kann ich während des Umbaus in der Wohnung bleiben?
Ja. Staubschutz an der Badtür, Schutz von Flur und Böden, Arbeiten nur zu vereinbarten Zeiten. Nur das Bad selbst ist zeitweise gesperrt.
Was ist ein Verbrühschutz und warum ist er sinnvoll?
Eine Thermostatarmatur begrenzt die Auslauftemperatur. Bei eingeschränkter Reaktionsfähigkeit – nach einem Schlaganfall, bei Demenz, bei Taubheitsgefühl in den Händen – verhindert sie Verbrühungen zuverlässiger als jede Achtsamkeit.
Brauche ich einen Notruf im Bad?
Sinnvoll ist er, wenn jemand allein lebt. Möglich sind eine einfache Zugschnur mit Signal, eine Verbindung zum Hausnotruf oder ein Funkgerät. Die Elektroleitung dafür wird beim Umbau ohnehin mitverlegt, später ist das aufwendiger.
Ist eine Dusche ohne Abtrennung sinnvoll?
Für Rollstuhlnutzung oft ja, weil keine Barriere im Weg steht. Ohne Abtrennung braucht es allerdings ausreichend Fläche und gutes Gefälle, damit der Rest des Bades trocken bleibt. Alternativ: eine faltbare Abtrennung, die sich wegklappen lässt.
Was kostet die reine Umrüstung von Wanne auf Dusche?
5.500 bis 9.500 € netto, abhängig von Aufbauhöhe, Leitungslage und Fliesenumfang. Kommt ein neues WC oder eine Türverbreiterung dazu, liegt es im Bereich des altersgerechten Bades.
Wer führt die Sanitärarbeiten aus?
Konzessionierte Gas- und Sanitärtechniker nach § 94 Z 25 GewO, die im Angebot namentlich stehen. Rückbau, Abdichtung, Fliesen, Trockenbau und die Koordination übernehmen wir.
Wie wird die Abdichtung nachgewiesen?
Durch Fotos jeder Abdichtungsebene vor dem Fliesen, übergeben mit dem Abnahmeprotokoll. Nach dem Verfliesen ist nichts mehr einsehbar – dann zählt nur noch, was dokumentiert wurde.
Kann das Bad gleichzeitig modernisiert werden?
Ja, und meist ist das sinnvoll: Wenn die Wanne ohnehin raus muss und der Boden neu aufgebaut wird, kosten neue Fliesen und Sanitärobjekte nur den Materialunterschied. Der zweite Umbau in fünf Jahren wäre deutlich teurer.
Was ist mit der Wohnung darunter?
Sie ist nur vom Lärm betroffen. Wichtig ist die Abdichtung: Ein Fehler zeigt sich dort als Feuchtefleck, oft erst nach Monaten. Deshalb wird jede Ebene dokumentiert und bei Altbaudecken zusätzlich auf Bewegungsfugen geachtet.
Helfen Sie beim Förderantrag?
Wir liefern Kostenaufstellung, Planskizze und Fotos in der Form, die dafür gebraucht wird. Den Antrag selbst stellen Sie oder Ihre Angehörigen bei der Stadt Wien – wir dürfen das nicht übernehmen.
Wie schnell habe ich die Unterlagen für den Förderantrag?
Begehung binnen fünf Werktagen, Angebot mit Kostenaufstellung und Planskizze zwei Werktage danach – rechtzeitig, damit der Antrag vor der Auftragsvergabe gestellt werden kann.
Gibt es Sofortmaßnahmen, wenn es schnell gehen muss?
Ja: Haltegriffe, Duschsitz, Thermostatarmatur und eine rutschhemmende Beschichtung lassen sich meist innerhalb eines Tages umsetzen, 250 bis 900 € je Maßnahme. Sie ersetzen den Umbau nicht, überbrücken ihn aber sicher.

Verwandte Leistungen

◆ Partnerfirma · Bling Premium Reinigung

Neues Bad? Fugen, Glas und Armaturen sauber übergeben.

Nach dem Umbau übernimmt unsere Partnerfirma Bling Premium Reinigung die Endreinigung, damit das neue Bad ab dem ersten Tag benutzbar ist. Mehr unter bling-bling.at.

Anfrage senden

Direkt hier anfragen — Festpreisangebot kostenlos. Skyline Bau antwortet innerhalb von 2 Werktagen.

Anfrage zu: Barrierefreies Bad Wien
Bau-Notfall? Wasserschaden, Schimmel, akute Schäden — bitte direkt via WhatsApp 24/7 — wir kommen zeitnah.

Sie und Skyline Bau erhalten je eine Bestätigung per E-Mail.

Bereit für Ihr barrierefreies Bad in Wien?

Schreiben Sie uns direkt auf WhatsApp — Fotos schicken. Antwort in 2 Werktagen.

Bling Bling GmbH · Marke Skyline Bau · Firmendaten im Impressum

Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister“ konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.