Wohnungsinstandsetzung Wienjeder Leerstandstagkostet Miete.
Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.
Die Instandsetzung einer Wohnung nach Mieterwechsel kostet in Wien 60 bis 350 Euro pro Quadratmeter. Entscheidend ist nicht der Quadratmeterpreis, sondern die Zeit: Jeder Monat Leerstand kostet in Wien bei einer 60-m²-Wohnung rund 900 bis 1.300 Euro Miete – meist mehr als das Ausmalen.
Warum die Zeit teurer ist als das Material
Bei einer Instandsetzung stehen zwei Kostenblöcke gegeneinander: die Bauleistung und der entgangene Mietzins. Der zweite wird regelmäßig unterschätzt, weil er nicht auf einer Rechnung steht.
| Wohnungsgröße | Typische Monatsmiete brutto | Kosten je Woche Leerstand | Bauleistung Paket Standard |
|---|---|---|---|
| 45 m² Altbau | 700–950 € | rund 175–240 € | 5.000–9.900 € |
| 62 m² Altbau | 900–1.300 € | rund 225–325 € | 6.800–13.600 € |
| 85 m² Neubau | 1.200–1.700 € | rund 300–425 € | 9.400–18.700 € |
Daraus folgt eine klare Priorität: Ein Ablauf, der zwei Wochen spart, ist bei einer 62-m²-Wohnung rund 500 Euro wert – und genau diese zwei Wochen entstehen fast immer durch Wartezeiten zwischen den Gewerken, nicht durch die Arbeit selbst. Der Maler wartet auf den Bodenleger, der Bodenleger auf den Elektriker, der Elektriker auf einen Termin. Deshalb ist die Koordination die eigentliche Leistung.
Die drei Pakete – und was sie unterscheidet
Damit die Abrechnung für Hausverwaltungen nachvollziehbar bleibt, arbeiten wir mit drei Paketen. Sie unterscheiden sich nicht in der Qualität, sondern im Umfang.
| Paket | Umfang | Wann es passt | Preis netto | Dauer |
|---|---|---|---|---|
| Auffrischen | Ausmalen, Silikonfugen, Kleinreparaturen, Endreinigung | kurze Mietdauer, Wohnung gepflegt zurückgegeben | 60–110 €/m² | 3–6 Werktage |
| Standard | zusätzlich Böden schleifen oder neu, Türen, Beschläge, Steckdosen | Mietdauer 5–15 Jahre, normale Abnützung | 110–220 €/m² | 6–12 Werktage |
| Aufwerten | zusätzlich Bad oder Küche neu, Elektrik nach Befund | lange Mietdauer, Ausstattung veraltet | 220–350 €/m² | 10–20 Werktage |
| Kategorieanhebung | Bad, Heizung, Elektrik für höhere Ausstattungskategorie | strategische Entscheidung des Eigentümers | nach Begehung | 3–6 Wochen |
Warum diese Staffelung? Weil die Entscheidung fast immer an derselben Stelle fällt: Reicht Schleifen oder muss der Boden raus, und ist das Bad noch vermietbar. Alles andere ist in jedem Paket ähnlich. Wer die Wohnung vor der Rückgabe schon kennt, kann die Entscheidung bereits bei der Übergabe treffen – das spart weitere Tage.
Einzelpreise: was die Positionen kosten
| Position | Einheit | Preis netto | Was dazugehört |
|---|---|---|---|
| Ausmalen Wand und Decke | m² Wandfläche | 8–14 € | Abdecken, kleine Löcher spachteln, zwei Anstriche |
| Nikotin oder Wasserflecken absperren | m² | 6–12 € | Isoliergrund, sonst schlägt der Fleck durch |
| Risse sanieren | lfm | 12–28 € | öffnen, armieren, spachteln |
| Parkett schleifen und versiegeln | m² | 28–45 € | drei Schliffgänge, zwei Lackschichten |
| Parkett ausbessern | Stk. | 35–90 € | einzelne Stäbe tauschen |
| Vinyl- oder Laminatboden neu | m² | 45–80 € | Material, Verlegung, Sockelleisten |
| Silikonfugen erneuern | lfm | 8–15 € | alte Fuge entfernen, reinigen, neu ziehen |
| Innentür lackieren | Stk. | 180–320 € | abschleifen, grundieren, lackieren |
| Innentür tauschen | Stk. | 420–650 € | Blatt, Beschläge, Montage |
| Schalter und Steckdosen tauschen | Stk. | 25–45 € | durch konzessionierten Elektrotechniker |
| Elektrobefund | psch. | 250–550 € | Prüfung der Anlage, Protokoll |
| Zylinder tauschen | Stk. | 90–220 € | damit keine alten Schlüssel im Umlauf bleiben |
| WC oder Waschtisch tauschen | Stk. | 450–900 € | Demontage, Montage, Anschluss |
| Endreinigung | m² | 3–6 € | Fenster, Bad, Küche, Böden, besichtigungsfertig |
| Räumung zurückgelassener Gegenstände | psch. | 250–1.500 € | Abtransport, Entsorgung mit Nachweis |
Summe rund 6.180 € netto, das sind 100 €/m², fertig in 8 Werktagen. Ein zusätzlicher Monat Leerstand hätte bei dieser Wohnung mehr als 1.000 € gekostet – also mehr als die gesamte Malerei.
Summe rund 27.700 € netto, das sind 355 €/m², in 18 Werktagen. Nach 22 Jahren Mietdauer ist das keine Instandsetzung mehr, sondern eine Aufwertung – und sie entscheidet darüber, in welcher Preisklasse die Wohnung neu angeboten werden kann.
Normale Abnützung oder Schaden: warum die Unterscheidung zählt
Bei der Rückgabe entsteht regelmäßig dieselbe Diskussion: Was muss der Mieter zahlen, was trägt der Vermieter? Die rechtliche Bewertung ist Sache des Einzelfalls und gehört zum Anwalt oder zur Hausverwaltung – bautechnisch lässt sich die Grundlage aber sauber vorbereiten. Entscheidend sind drei Dinge: der dokumentierte Zustand, die Mietdauer und die Frage, ob der Schaden über das hinausgeht, was normale Nutzung erzeugt.
| Befund bei der Rückgabe | In der Regel einzuordnen als | Was die Dokumentation zeigen muss |
|---|---|---|
| Vergilbte Wände nach mehreren Jahren | normale Abnützung | Mietdauer, Zustand flächig |
| Dübellöcher in üblichem Ausmaß | normale Abnützung | Anzahl und Verteilung |
| Laufspuren im Parkett | normale Abnützung | Fläche, Tiefe der Spuren |
| Tiefe Kratzer, Brandflecken im Boden | häufig übermäßige Abnützung | Detailfoto mit Maßstab, Position im Raum |
| Starke Nikotinverfärbung | strittig, je nach Einzelfall | Fotos, Hinweis auf Absperrgrund als Mehraufwand |
| Beschädigte Fliesen, Sanitärobjekte | häufig übermäßige Abnützung | Detailfoto, Ersatzkosten je Position |
| Schimmel | Ursache entscheidet: Bau oder Nutzung | Feuchtemessung, Lage, Wärmebrücke oder Lüftung |
| Fehlende Einrichtung, Umbauten | Rückbaupflicht prüfen | Vergleich mit Übergabeprotokoll |
Schimmel bei der Rückgabe: die häufigste Streitfrage
Kein anderer Befund führt so oft zu Auseinandersetzungen. Der Grund: Schimmel kann eine bauliche Ursache haben oder eine Nutzungsursache, und beides sieht gleich aus. Bautechnisch lässt sich das aber eingrenzen.
| Anzeichen | Spricht eher für | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Schimmel in Außenecken, hinter Möbeln an Außenwänden | Wärmebrücke, bauliche Ursache | Oberflächentemperatur messen, Wärmebrücke entschärfen |
| Schimmel rund um Fensterlaibungen nach Fenstertausch | fehlender Luftwechsel nach der Sanierung | Lüftungskonzept, Falzlüfter |
| Schimmel nur im Bad ohne Fenster | Nutzung und Lüftung | Entlüftung prüfen, Nachlaufzeit einstellen |
| Schimmel im Sockelbereich mit Salzrand | aufsteigende Feuchte | Feuchtemessung, Trockenlegung prüfen |
| Schimmel nach Wasserschaden | Leckage | Leitung orten, Trocknung, dann Sanierung |
Was in jedem Fall falsch ist: überstreichen. Ein Anstrich über Schimmel entfernt den Befall nicht, er macht ihn unsichtbar bis zur nächsten Heizperiode – und dann steht die Diskussion mit dem neuen Mieter im Raum. Richtig ist: Ursache klären, befallenes Material entfernen, Untergrund behandeln, dann erst verschließen. Details auf der Seite Schimmelsanierung.
Der Ablauf, Tag für Tag
Am Beispiel des Standardpakets, 62 m², acht Werktage:
| Tag | Was passiert | Warum in dieser Reihenfolge |
|---|---|---|
| Tag 0 | Begehung bei der Rückgabe, Fotos, Aufmaß | Beweislage sichern, bevor etwas verändert wird |
| Tag 1–2 | Kleinreparaturen, Elektro, Sanitärtausch | alles, was Wand oder Boden öffnet, kommt zuerst |
| Tag 2–3 | Spachteln, Risse, Absperrgrund | Untergrund muss trocken sein, bevor gemalt wird |
| Tag 3–5 | Malerei Wände und Decken | danach darf kein Staub mehr entstehen |
| Tag 5–7 | Böden schleifen und versiegeln oder neu verlegen | Boden ist die empfindlichste Oberfläche, deshalb spät |
| Tag 7 | Silikon, Beschläge, Zylinder, Restarbeiten | Feinarbeiten nach dem Boden |
| Tag 8 | Endreinigung, Fotos nachher, Übergabe | besichtigungsfertig, dokumentiert |
Der einzige Punkt, an dem dieser Ablauf regelmäßig kippt, ist die Versiegelung des Parketts: Sie braucht Trocknungszeit, und in dieser Zeit darf niemand in die Wohnung. Wer parallel andere Gewerke einplant, verliert genau diese Tage doppelt. Deshalb wird der Boden entweder ganz am Ende gemacht oder die Wohnung für zwei Tage gesperrt.
Für Hausverwaltungen: der Rahmenvertrag
Wer regelmäßig Wohnungen übergibt, braucht keine Einzelangebote, sondern feste Konditionen und berechenbare Abläufe. Was ein Rahmenvertrag mit uns enthält:
- Feste Paketpreise je Quadratmeter für Auffrischen, Standard und Aufwerten – kalkulierbar schon bei der Kündigung des Mietverhältnisses.
- Feste Reaktionszeiten: Begehung binnen fünf Werktagen, bei Bedarf am Tag der Rückgabe, Angebot binnen zwei Werktagen.
- Einheitliche Dokumentation: Fotos vorher und nachher, Kostenaufstellung getrennt nach Erhaltung und Beschädigung, direkt in die Abrechnung übernehmbar.
- Ein Ansprechpartner für alle Objekte, auch bei mehreren parallelen Wohnungen.
- Endreinigung inklusive, ausgeführt von unserer Partnerfirma, ohne zweite Beauftragung.
- Mängelbehebung im Fenster: Wenn der neue Mieter etwas beanstandet, wird es in derselben Woche erledigt.
Rechnerisch bringt ein Rahmenvertrag vor allem Zeit: Die Abstimmung, die sonst je Wohnung neu geführt wird, entfällt. Bei fünfzehn Wohnungen im Jahr sind das mehrere Wochen Leerstand weniger – und das ist der Posten, der in keiner Rechnung steht und trotzdem am meisten kostet.
Kategorieanhebung: wann sich mehr rechnet
Bei sehr alten Ausstattungen stellt sich bei jeder Rückgabe dieselbe Frage: nur instand setzen oder gleich aufwerten? Bautechnisch ist die Antwort einfach – wenn Bad, Elektrik und Heizung ohnehin am Ende ihrer Lebensdauer sind, ist die Rückgabe der einzige Zeitpunkt, zu dem sich das ohne Mieter im Haus erledigen lässt. Mietrechtlich ist die Frage komplexer, weil die zulässige Miete von der Ausstattungskategorie abhängen kann; das ist im Einzelfall zu prüfen.
| Situation | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Bad aus den 1980ern, funktionsfähig | instand setzen, Fugen und Armaturen | Aufwand steht nicht im Verhältnis |
| Bad mit undichter Wanne, alte Fliesen | erneuern | Folgeschaden-Risiko, Vermietbarkeit |
| Elektrik ohne Schutzleiter | erneuern | Sicherheitsfrage, nicht Komfortfrage |
| Gastherme über 20 Jahre | Tausch prüfen, Förderlage beachten | Ausfall im Winter kostet Leerstand |
| Parkett mehrfach geschliffen | neu verlegen | Nutzschicht aufgebraucht, Schleifen bringt nichts |
Böden: was sich wann lohnt
Der Boden ist bei fast jeder Instandsetzung der zweitgrößte Posten nach der Malerei und derjenige, bei dem die meisten Fehlentscheidungen getroffen werden. Der Grund: Schleifen ist günstiger als Neuverlegen, funktioniert aber nur, solange Nutzschicht vorhanden ist.
| Bodenart | Wie oft schleifbar | Erkennungsmerkmal | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Massivparkett, Stabparkett | mehrfach, 8–12 mm Nutzschicht | einzelne Stäbe, oft Fischgrät | schleifen, solange keine Fugen klaffen |
| Fertigparkett | ein- bis zweimal, 2,5–4 mm | Klickverbindung, gleichmäßiges Bild | vor dem Schleifen Dicke prüfen |
| Laminat | gar nicht | bedruckte Oberfläche | tauschen |
| Vinyl oder PVC | gar nicht | weiche Oberfläche, verschweißte Nähte | tauschen, günstig und schnell |
| Dielenboden alt | mehrfach | breite Bretter, sichtbare Nägel | erhalten, ausbessern, schleifen |
| Fliesen | – | – | ausbessern statt tauschen, sofern Design tragbar |
Ein häufiger Irrtum betrifft das Fertigparkett: Es sieht aus wie Massivparkett, hat aber nur wenige Millimeter Nutzholz. Wird es zum zweiten oder dritten Mal geschliffen, kommt die Trägerplatte zum Vorschein, und der Boden ist unbrauchbar. Deshalb wird vor jedem Schliff die Dicke an einer verdeckten Stelle geprüft – ein Aufwand von Minuten, der Tausende Euro verhindert.
Wirtschaftlich gilt: Schleifen und Versiegeln kostet 28 bis 45 €/m², eine Neuverlegung mit Vinyl oder Laminat 45 bis 80 €/m². Der Unterschied ist also kleiner, als viele annehmen – und ein neuer Boden bringt eine gleichmäßige Optik, die sich bei der Besichtigung unmittelbar auszahlt. Bei alten Dielen und Fischgrätparkett ist der Erhalt fast immer die bessere Entscheidung, weil genau dieser Boden das Verkaufsargument der Altbauwohnung ist.
Malerei: warum der Untergrund über das Ergebnis entscheidet
Malerarbeiten sind der Posten, bei dem am meisten gespart wird und der am schnellsten wieder Geld kostet. Der Grund liegt fast nie in der Farbe, sondern im Untergrund.
| Untergrund | Nötige Vorarbeit | Was passiert, wenn sie fehlt |
|---|---|---|
| Vergilbte Dispersionsfarbe | Reinigen, ein bis zwei Anstriche | Deckkraft reicht nicht, Streifen bleiben |
| Nikotin | Absperrgrund vor dem Anstrich | Vergilbung schlägt nach Tagen durch |
| Wasserflecken | Ursache prüfen, dann absperren | Fleck kommt zurück, oft größer |
| Risse in Wand oder Decke | öffnen, armieren, spachteln | Riss zeichnet sich nach Wochen wieder ab |
| Alte Leimfarbe | vollständig entfernen | neue Farbe löst sich samt Altanstrich |
| Kalkputz im Altbau | diffusionsoffene Farbe wählen | Putz kann nicht atmen, Schäden im Sockel |
Daraus folgt, warum ein Angebot mit der Position „Ausmalen pauschal" wenig aussagt. Zwei Angebote für dieselbe Wohnung können sich um den Faktor zwei unterscheiden, und der Unterschied liegt in den Vorarbeiten, die man nach der Fertigstellung nicht mehr sieht – wohl aber vier Wochen später.
Bad und Küche: instand setzen oder erneuern
Beide Räume entscheiden bei der Besichtigung überproportional stark über die Vermietbarkeit, und beide sind die teuersten Positionen. Deshalb lohnt eine nüchterne Bewertung, statt pauschal zu erneuern oder pauschal zu belassen.
| Befund | Instand setzen reicht | Erneuern sinnvoll |
|---|---|---|
| Fugen dunkel, Silikon schimmelig | ja, Fugen erneuern 8–15 €/lfm | nein |
| Armaturen verkalkt oder tropfend | ja, Tausch 180–450 € je Stück | nein |
| Wanne emailliert, matt oder abgestoßen | bedingt, Beschichtung hält begrenzt | bei tiefen Schäden ja |
| Fliesenbild funktionsfähig, aber veraltet | ja, wenn Zustand einwandfrei | wenn Hohlstellen oder Risse vorhanden |
| Abdichtung unter der Wanne unklar | nein | ja, Folgeschaden droht |
| Küchenmöbel beschädigt, Arbeitsplatte aufgequollen | Teile tauschen | bei Wasserschaden im Korpus erneuern |
Der wichtigste Punkt steht in der vorletzten Zeile: Eine unklare Abdichtung ist kein optisches Thema, sondern ein Risiko für die Wohnung darunter. Ein Wasserschaden aus einer undichten Dusche kostet ein Vielfaches der Sanierung und verursacht zusätzlich Leerstand in zwei Wohnungen. Deshalb wird im Zweifel geöffnet und geprüft, bevor neu gefliest wird. Mehr dazu auf der Seite Badsanierung.
Das Übergabeprotokoll: die Grundlage für alles Weitere
Ein gutes Protokoll spart später mehr Diskussion, als jede nachträgliche Argumentation gewinnen kann. Diese Punkte gehören hinein, und zwar raumweise:
- Zustand jeder Oberfläche – Wand, Decke, Boden, Türen, Fenster, jeweils mit kurzer Beschreibung statt nur „in Ordnung".
- Zählerstände für Strom, Gas und Wasser mit Datum und Foto.
- Anzahl der übergebenen Schlüssel, einschließlich Keller, Müllraum und Postfach.
- Funktionsprüfung von Therme, Abfluss, Rollläden und Fenstern, mit Datum der letzten Wartung.
- Beanstandungen mit Fotos, jeweils mit Maßstab und Position im Raum.
- Vom Mieter vorgenommene Änderungen und ob ein Rückbau vereinbart war.
Für die Instandsetzung ist vor allem der letzte Punkt relevant: Einbauten, die der Mieter hinterlässt – Lampen, Regale, Trennwände, ein selbst verlegter Boden – müssen entweder übernommen oder zurückgebaut werden. Beides kostet Geld, und die Entscheidung darüber gehört in das Protokoll, nicht in eine spätere Diskussion.
Was Sie selbst vorbereiten können
Wer den Leerstand kurz halten will, kann vor der Rückgabe einiges erledigen, das sonst Tage kostet:
| Vorbereitung | Wann | Wirkung |
|---|---|---|
| Termin für die Begehung bei der Rückgabe fixieren | bei Kündigung | spart 3–5 Tage |
| Entscheidung über Bad und Böden vorab treffen | vor der Rückgabe, nach Besichtigung | Material kann bestellt sein |
| Zugang und Schlüsselübergabe klären | vor Arbeitsbeginn | vermeidet Leerläufe der Handwerker |
| Hausverwaltung über Lärmzeiten informieren | vor Arbeitsbeginn | keine Beschwerden, kein Baustopp |
| Inserat vorbereiten, Fotos nach Fertigstellung einplanen | während der Arbeiten | Vermietung startet am Tag der Übergabe |
Der letzte Punkt klingt banal, ist aber in der Praxis der größte Hebel: Wenn das Inserat erst nach der Fertigstellung erstellt wird, verstreichen weitere ein bis zwei Wochen bis zur ersten Besichtigung – dieselbe Zeit, die wir vorher mühsam im Bauablauf eingespart haben.
Wie eine Wohnung altert – und was das für die Planung heißt
Jede Wohnung altert in Etappen, und wer die Etappen kennt, kann den Aufwand bei der Rückgabe vorhersehen, statt ihn zu entdecken. Die folgende Übersicht bildet ab, was sich in der Praxis nach welcher Mietdauer zeigt.
| Mietdauer | Typischer Zustand | Passendes Paket | Erwartete Kosten je m² |
|---|---|---|---|
| bis 3 Jahre | Wände gebrauchsfähig, Boden intakt, Fugen in Ordnung | Auffrischen, oft nur teilweise | 40–80 € |
| 3–8 Jahre | Wände vergilbt, Silikon verbraucht, Boden mit Laufspuren | Auffrischen bis Standard | 60–150 € |
| 8–15 Jahre | Boden schleifbedürftig, Türen abgenutzt, Schalter vergilbt | Standard | 110–220 € |
| 15–25 Jahre | Bad veraltet, Elektrik grenzwertig, Boden am Ende | Aufwerten | 220–350 € |
| über 25 Jahre | Ausstattung vollständig überaltert | Kategorieanhebung oder Sanierung | nach Begehung |
Für Hausverwaltungen ergibt sich daraus eine einfache Planungsregel: Bei Mietverhältnissen über 15 Jahren sollte das Budget für die Rückgabe schon bei der Kündigung im Bereich einer Aufwertung angesetzt werden, nicht im Bereich einer Malerei. Wer das umgekehrt kalkuliert, hat entweder eine Budgetüberschreitung oder eine Wohnung, die deutlich unter ihrem Potenzial vermietet wird.
Warum ein Anbieter für alle Gewerke günstiger ist als drei
Auf dem Papier ist die Einzelvergabe günstiger: Jeder Betrieb kalkuliert nur seine Leistung, und die Summe der Einzelpreise liegt unter dem Paketpreis. In der Abrechnung dreht sich das regelmäßig um, und zwar aus vier Gründen.
- Wartetage. Jeder Übergang zwischen zwei Betrieben kostet in der Praxis ein bis drei Tage. Bei vier Gewerken sind das bis zu zwei Wochen Leerstand – bei einer 62-m²-Wohnung rund 450 bis 650 Euro.
- Schnittstellen. Wenn der Maler nach dem Bodenleger kommt, deckt er ab und arbeitet langsamer. Wenn er davor kommt, muss der Bodenleger auf die Trocknung warten. Beides kostet Geld, und beides fällt niemandem auf, weil es in keiner Position steht.
- Verantwortung. Bei einem Mangel an der Schnittstelle – Farbe auf dem neuen Boden, Kratzer in der frischen Wand – verweisen zwei Betriebe aufeinander. Die Klärung übernimmt der Auftraggeber.
- Koordinationsaufwand. Vier Betriebe bedeuten vier Termine, vier Zugänge, vier Rechnungen und vier Ansprechpartner. Diese Zeit wird nicht verrechnet, aber sie entsteht – bei der Hausverwaltung.
Deshalb ist der Vergleich zwischen Einzelvergabe und Paket erst dann fair, wenn Leerstandskosten und interner Aufwand mitgerechnet werden. In unserer Erfahrung liegt die Grenze bei drei Gewerken: Darunter lohnt die Einzelvergabe, darüber fast nie.
Was mit den Kosten passiert, wenn während der Arbeiten etwas auftaucht
Instandsetzungen sind planbarer als Sanierungen, aber nicht frei von Überraschungen. Die drei häufigsten:
| Befund | Wie oft | Vorgehen | Zusatzkosten typisch |
|---|---|---|---|
| Feuchte hinter Möbeln oder Einbauten | häufig bei langer Mietdauer | Ursache klären, dann trocknen, dann malen | 400–2.500 € |
| Beschädigter Estrich unter dem Bodenbelag | gelegentlich | ausbessern oder spachteln | 15–40 €/m² |
| Elektrik ohne Schutzleiter in Teilbereichen | im Altbau häufig | Befund, Entscheidung über Teilerneuerung | 800–4.500 € |
Unser Umgang damit ist immer gleich: anhalten, fotografieren, Nachtragsangebot vorlegen, Freigabe abwarten. Nicht, weil das angenehmer klingt, sondern weil die Alternative – weiterbauen und hinterher verrechnen – regelmäßig zu Streit über Positionen führt, die niemand freigegeben hat.
Was der Vermieter erhalten muss – und was nicht
Bautechnisch ist die Grenze meist klar zu benennen, auch wenn die rechtliche Einordnung dem Einzelfall vorbehalten bleibt. Die Erhaltungspflicht des Vermieters zielt auf das, was die Wohnung brauchbar hält: dichte Fenster und Dach, funktionierende Leitungen, sichere Elektrik, ein brauchbares Bad, eine funktionierende Heizquelle. Was darüber hinaus die Ausstattung verbessert, ist Sache der Entscheidung, nicht der Pflicht.
| Maßnahme | Regelmäßig Erhaltung | Regelmäßig Verbesserung |
|---|---|---|
| Tropfende Armatur tauschen | ja | nein |
| Defekte Therme erneuern | ja | nein |
| Bad von 1985 gegen modernes Bad tauschen | nein, solange funktionsfähig | ja |
| Undichtes Fenster sanieren | ja | nein |
| Kastenfenster gegen neue Fenster tauschen | je nach Zustand | häufig ja |
| Elektrik ohne Schutzleiter erneuern | ja, Sicherheitsfrage | nein |
| Böden neu verlegen statt schleifen | abhängig vom Zustand | oft ja |
Warum das für die Instandsetzung praktisch wichtig ist: Die Aufstellung, die wir liefern, trennt die Positionen so, dass diese Zuordnung nachvollziehbar bleibt. Das erleichtert die Abrechnung gegenüber Eigentümern, gegenüber der Rücklage und – falls nötig – gegenüber dem Vormieter. Welche Position am Ende wem zugeordnet wird, entscheidet die Hausverwaltung oder der Eigentümer nach rechtlicher Prüfung.
Material: wo Qualität zählt und wo nicht
Bei einer Mietwohnung gilt eine andere Logik als beim Eigenheim. Entscheidend ist nicht die höchste Qualität, sondern die richtige Balance zwischen Anschaffung, Lebensdauer und Wiederherstellbarkeit bei der nächsten Rückgabe.
| Bauteil | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Wandfarbe | scheuerbeständige Qualität | hält den nächsten Mieterwechsel besser aus, kostet kaum mehr |
| Bodenbelag in Wohnräumen | robustes Vinyl oder Laminat mittlerer Nutzungsklasse | unempfindlich, in Teilen austauschbar |
| Silikonfugen | fungizid ausgerüstet | bleibt länger sauber, senkt Reklamationen |
| Armaturen | Standard eines bekannten Herstellers | Ersatzteile über Jahre verfügbar |
| Türbeschläge | Metall statt Kunststoff | überlebt mehrere Mietverhältnisse |
| Fliesen | neutrale Formate und Farben | Teilreparatur möglich, bleibt vermietbar |
Der letzte Punkt wird oft unterschätzt: Wer ein auffälliges Format wählt, findet nach fünf Jahren keine passende Ersatzfliese mehr. Eine einzelne beschädigte Fliese führt dann zum Tausch der ganzen Fläche. Neutral gewählte Standardware ist in solchen Fällen die günstigere Entscheidung, auch wenn sie im Moment der Auswahl weniger interessant wirkt.
Übergabe an den neuen Mieter
Die letzte Etappe entscheidet darüber, ob aus der Instandsetzung eine reibungslose Neuvermietung wird. Drei Punkte haben sich bewährt:
- Fotodokumentation nach Fertigstellung. Sie dient als Zustandsnachweis für die neue Übergabe – und spart bei der nächsten Rückgabe wieder Diskussion.
- Kurze Mängelfrist. Was der neue Mieter in den ersten Wochen beanstandet, wird sofort erledigt. Das ist günstiger als eine Beschwerde, die über Monate läuft.
- Unterlagen an einem Ort. Elektrobefund, Thermenwartung, Aufbaubeschreibung der Böden – gesammelt bei der Hausverwaltung, nicht verteilt auf mehrere Mailpostfächer.
Damit schließt sich der Kreis: Eine dokumentierte Instandsetzung ist nicht nur ein abgeschlossener Auftrag, sondern die Ausgangslage für den übernächsten Mieterwechsel. Wer das durchhält, hat nach zwei Zyklen einen Bestand, bei dem jede Rückgabe planbar ist – und genau das senkt die Kosten dauerhaft stärker als jeder ausgehandelte Quadratmeterpreis.
Häufige Fehler bei der Instandsetzung
| Fehler | Warum er passiert | Was er kostet |
|---|---|---|
| Ohne Fotos vor Arbeitsbeginn starten | Zeitdruck bei der Übergabe | keine Grundlage gegenüber dem Vormieter |
| Gewerke einzeln beauftragen | jeder Einzelpreis wirkt günstiger | Wartetage, Leerstand, Koordination beim Verwalter |
| Über Flecken malen ohne Absperrgrund | spart einen Arbeitsgang | Fleck schlägt durch, Raum muss neu gemalt werden |
| Schimmel überstreichen | schnelle Lösung vor der Besichtigung | Rückkehr in der Heizperiode, Reklamation des neuen Mieters |
| Parkett schleifen, obwohl Nutzschicht weg ist | günstiger als Neuverlegung | Boden wird unbrauchbar, Neuverlegung zusätzlich |
| Boden vor der Malerei verlegen | der Bodenleger hatte früher Zeit | Abdeckarbeit, Beschädigungen, Nacharbeit |
| Endreinigung separat vergeben | ist beim Reiniger vermeintlich billiger | zusätzlicher Termin, Wohnung steht länger leer |
| Elektrobefund erst nach Vermietung | Kosten sparen wollen | Arbeiten in bewohnter Wohnung, teurer und störend |
Was Sie von uns bekommen
- Festpreis je Wohnung nach der Begehung, aufgeschlüsselt in Positionen – nicht als Pauschale.
- Fotodokumentation vorher und nachher, jede Beanstandung mit Position und Maßstab.
- Getrennte Kostenaufstellung nach normaler Abnützung und Beschädigung.
- Ein Ansprechpartner für alle Gewerke, auch bei mehreren Wohnungen gleichzeitig.
- Endreinigung durch unsere Partnerfirma, ohne zweite Beauftragung.
- Elektrobefund auf Wunsch, ausgestellt von einem konzessionierten Elektrotechniker.
Wann Sie uns nicht brauchen
Wenn nur ausgemalt werden muss und die Wohnung ohnehin mehrere Wochen leer steht, reicht ein Malerbetrieb, und das ist dann auch die günstigere Lösung. Wir lohnen uns, sobald mehrere Gewerke zusammenkommen, die Neuvermietung schnell gehen soll oder Sie als Hausverwaltung einen festen Partner für alle Wohnungen im Bestand brauchen.
Häufige Fragen zur Wohnungsinstandsetzung in Wien
Was kostet es, eine Wohnung nach Wasserschaden instand zu setzen?
Kann die Wohnung während der Arbeiten besichtigt werden?
Was passiert mit Einbauten des Vormieters?
Wie wird der Preis bei mehreren Wohnungen gleichzeitig kalkuliert?
Machen Sie auch Kleinreparaturen im laufenden Mietverhältnis?
Wie lange gilt Ihr Angebot?
Was kostet die Instandsetzung einer Wohnung nach Auszug?
Wie schnell ist die Wohnung wieder vermietbar?
Warum ist der Leerstand teurer als die Malerei?
In welcher Reihenfolge wird gearbeitet?
Kann ich die Kosten dem Vormieter verrechnen?
Was gilt als normale Abnützung?
Wann sollten die Fotos gemacht werden?
Was passiert bei Schimmel in der Wohnung?
Arbeiten Sie mit Hausverwaltungen zusammen?
Was ist in der Endreinigung enthalten?
Brauche ich einen Elektrobefund bei Neuvermietung?
Lohnt sich eine Kategorieanhebung?
Was passiert mit zurückgelassenen Möbeln?
Tauschen Sie auch die Schlösser?
Kann Parkett immer geschliffen werden?
Wie lange dauert die Versiegelung des Bodens?
Machen Sie auch Teilinstandsetzungen?
Können mehrere Wohnungen gleichzeitig laufen?
Was kostet das Ausmalen einer Wohnung?
Wer haftet, wenn beim neuen Mieter etwas auffällt?
Wie bekomme ich den Festpreis?
Warum nennen Sie am Telefon keinen Preis?
Können Sie am Tag der Wohnungsrückgabe kommen?
Ab wann ist es keine Instandsetzung mehr?
Übernehmen Sie auch Wohnungen außerhalb Wiens?
Verwandte Leistungen
Wohnung instandgesetzt? Die Endreinigung ist schon eingeplant.
Nach jeder Instandsetzung übernimmt unsere Partnerfirma Bling Premium Reinigung die Endreinigung – Fenster, Bad, Küche, Böden, besichtigungsfertig für die Neuvermietung. Mehr unter bling-bling.at.
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Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister“ konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.