Wohnungsinstandsetzung Wienjeder Leerstandstagkostet Miete.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Die Instandsetzung einer Wohnung nach Mieterwechsel kostet in Wien 60 bis 350 Euro pro Quadratmeter. Entscheidend ist nicht der Quadratmeterpreis, sondern die Zeit: Jeder Monat Leerstand kostet in Wien bei einer 60-m²-Wohnung rund 900 bis 1.300 Euro Miete – meist mehr als das Ausmalen.

Wohnungsinstandsetzung heißt: eine zurückgegebene Wohnung so herzurichten, dass sie ohne Abstriche neu vermietet werden kann. Das ist kein Bauprojekt im klassischen Sinn, sondern eine Ablaufaufgabe. Technisch ist fast alles Routine – Malerei, Böden, Silikon, Türen, Elektrik. Die Schwierigkeit liegt darin, mehrere Gewerke in kurzer Zeit ohne Wartetage hintereinanderzusetzen und dabei sauber zu dokumentieren, was normale Abnützung war und was Schaden. Wer das trennt, hat eine belastbare Grundlage gegenüber dem Vormieter. Wer es nicht trennt, verliert die Diskussion über die Kaution und die Zeit gleich mit.
Festpreis je Wohnung Fotodokumentation für die Kaution Alle Gewerke in einem Zug Endreinigung inklusive Rahmenvertrag für Hausverwaltungen

Warum die Zeit teurer ist als das Material

Bei einer Instandsetzung stehen zwei Kostenblöcke gegeneinander: die Bauleistung und der entgangene Mietzins. Der zweite wird regelmäßig unterschätzt, weil er nicht auf einer Rechnung steht.

WohnungsgrößeTypische Monatsmiete bruttoKosten je Woche LeerstandBauleistung Paket Standard
45 m² Altbau700–950 €rund 175–240 €5.000–9.900 €
62 m² Altbau900–1.300 €rund 225–325 €6.800–13.600 €
85 m² Neubau1.200–1.700 €rund 300–425 €9.400–18.700 €

Daraus folgt eine klare Priorität: Ein Ablauf, der zwei Wochen spart, ist bei einer 62-m²-Wohnung rund 500 Euro wert – und genau diese zwei Wochen entstehen fast immer durch Wartezeiten zwischen den Gewerken, nicht durch die Arbeit selbst. Der Maler wartet auf den Bodenleger, der Bodenleger auf den Elektriker, der Elektriker auf einen Termin. Deshalb ist die Koordination die eigentliche Leistung.

Der schnellste Ablauf ist nicht der mit den meisten Leuten auf der Baustelle, sondern der mit der richtigen Reihenfolge. Elektrik und Sanitär zuerst, weil sie Wände und Böden öffnen. Dann Spachteln und Malen, weil danach kein Staub mehr entstehen darf. Dann Böden, weil sie als Letztes beschädigt werden könnten. Zum Schluss Silikon, Beschläge und Endreinigung. Wer diese Reihenfolge umdreht, macht Arbeiten zweimal.

Die drei Pakete – und was sie unterscheidet

Damit die Abrechnung für Hausverwaltungen nachvollziehbar bleibt, arbeiten wir mit drei Paketen. Sie unterscheiden sich nicht in der Qualität, sondern im Umfang.

PaketUmfangWann es passtPreis nettoDauer
AuffrischenAusmalen, Silikonfugen, Kleinreparaturen, Endreinigungkurze Mietdauer, Wohnung gepflegt zurückgegeben60–110 €/m²3–6 Werktage
Standardzusätzlich Böden schleifen oder neu, Türen, Beschläge, SteckdosenMietdauer 5–15 Jahre, normale Abnützung110–220 €/m²6–12 Werktage
Aufwertenzusätzlich Bad oder Küche neu, Elektrik nach Befundlange Mietdauer, Ausstattung veraltet220–350 €/m²10–20 Werktage
KategorieanhebungBad, Heizung, Elektrik für höhere Ausstattungskategoriestrategische Entscheidung des Eigentümersnach Begehung3–6 Wochen

Warum diese Staffelung? Weil die Entscheidung fast immer an derselben Stelle fällt: Reicht Schleifen oder muss der Boden raus, und ist das Bad noch vermietbar. Alles andere ist in jedem Paket ähnlich. Wer die Wohnung vor der Rückgabe schon kennt, kann die Entscheidung bereits bei der Übergabe treffen – das spart weitere Tage.

Einzelpreise: was die Positionen kosten

PositionEinheitPreis nettoWas dazugehört
Ausmalen Wand und Deckem² Wandfläche8–14 €Abdecken, kleine Löcher spachteln, zwei Anstriche
Nikotin oder Wasserflecken absperren6–12 €Isoliergrund, sonst schlägt der Fleck durch
Risse sanierenlfm12–28 €öffnen, armieren, spachteln
Parkett schleifen und versiegeln28–45 €drei Schliffgänge, zwei Lackschichten
Parkett ausbessernStk.35–90 €einzelne Stäbe tauschen
Vinyl- oder Laminatboden neu45–80 €Material, Verlegung, Sockelleisten
Silikonfugen erneuernlfm8–15 €alte Fuge entfernen, reinigen, neu ziehen
Innentür lackierenStk.180–320 €abschleifen, grundieren, lackieren
Innentür tauschenStk.420–650 €Blatt, Beschläge, Montage
Schalter und Steckdosen tauschenStk.25–45 €durch konzessionierten Elektrotechniker
Elektrobefundpsch.250–550 €Prüfung der Anlage, Protokoll
Zylinder tauschenStk.90–220 €damit keine alten Schlüssel im Umlauf bleiben
WC oder Waschtisch tauschenStk.450–900 €Demontage, Montage, Anschluss
Endreinigung3–6 €Fenster, Bad, Küche, Böden, besichtigungsfertig
Räumung zurückgelassener Gegenständepsch.250–1.500 €Abtransport, Entsorgung mit Nachweis
Rechenbeispiel 1 · Altbauwohnung 62 m², Rückgabe nach 8 Jahren, Paket Standard
Ausmalen 190 m² Wandfläche, Flecken absperren2.600 €
Parkett schleifen und versiegeln, 48 m²1.800 €
Türen, Silikon, Elektrobefund, Kleinreparaturen1.450 €
Endreinigung, Fotodokumentation330 €

Summe rund 6.180 € netto, das sind 100 €/m², fertig in 8 Werktagen. Ein zusätzlicher Monat Leerstand hätte bei dieser Wohnung mehr als 1.000 € gekostet – also mehr als die gesamte Malerei.

Rechenbeispiel 2 · 78 m², Rückgabe nach 22 Jahren, Bad und Böden erneuert
Rückbau Bad, Entsorgung, Vorbereitung3.400 €
Bad neu: Fliesen, Sanitär über Partnerbetrieb11.800 €
Böden neu 62 m², Türen, Malerei komplett9.900 €
Elektrik nach Befund, Endreinigung2.600 €

Summe rund 27.700 € netto, das sind 355 €/m², in 18 Werktagen. Nach 22 Jahren Mietdauer ist das keine Instandsetzung mehr, sondern eine Aufwertung – und sie entscheidet darüber, in welcher Preisklasse die Wohnung neu angeboten werden kann.

Normale Abnützung oder Schaden: warum die Unterscheidung zählt

Bei der Rückgabe entsteht regelmäßig dieselbe Diskussion: Was muss der Mieter zahlen, was trägt der Vermieter? Die rechtliche Bewertung ist Sache des Einzelfalls und gehört zum Anwalt oder zur Hausverwaltung – bautechnisch lässt sich die Grundlage aber sauber vorbereiten. Entscheidend sind drei Dinge: der dokumentierte Zustand, die Mietdauer und die Frage, ob der Schaden über das hinausgeht, was normale Nutzung erzeugt.

Befund bei der RückgabeIn der Regel einzuordnen alsWas die Dokumentation zeigen muss
Vergilbte Wände nach mehreren Jahrennormale AbnützungMietdauer, Zustand flächig
Dübellöcher in üblichem Ausmaßnormale AbnützungAnzahl und Verteilung
Laufspuren im Parkettnormale AbnützungFläche, Tiefe der Spuren
Tiefe Kratzer, Brandflecken im Bodenhäufig übermäßige AbnützungDetailfoto mit Maßstab, Position im Raum
Starke Nikotinverfärbungstrittig, je nach EinzelfallFotos, Hinweis auf Absperrgrund als Mehraufwand
Beschädigte Fliesen, Sanitärobjektehäufig übermäßige AbnützungDetailfoto, Ersatzkosten je Position
SchimmelUrsache entscheidet: Bau oder NutzungFeuchtemessung, Lage, Wärmebrücke oder Lüftung
Fehlende Einrichtung, UmbautenRückbaupflicht prüfenVergleich mit Übergabeprotokoll
Die Beweislage entsteht in den ersten Stunden nach der Rückgabe – nicht am Ende der Arbeiten. Sobald ausgemalt ist, lässt sich nicht mehr belegen, wie die Wand ausgesehen hat. Deshalb fotografieren wir vor Arbeitsbeginn jede Beanstandung mit Position und Maßstab und stellen die Kostenaufstellung so, dass Positionen für normale Abnützung und Positionen für Beschädigungen getrennt ausgewiesen sind. Ob und in welcher Höhe etwas weiterverrechnet wird, entscheidet die Hausverwaltung oder der Eigentümer – wir liefern die Grundlage.

Schimmel bei der Rückgabe: die häufigste Streitfrage

Kein anderer Befund führt so oft zu Auseinandersetzungen. Der Grund: Schimmel kann eine bauliche Ursache haben oder eine Nutzungsursache, und beides sieht gleich aus. Bautechnisch lässt sich das aber eingrenzen.

AnzeichenSpricht eher fürNächster Schritt
Schimmel in Außenecken, hinter Möbeln an AußenwändenWärmebrücke, bauliche UrsacheOberflächentemperatur messen, Wärmebrücke entschärfen
Schimmel rund um Fensterlaibungen nach Fenstertauschfehlender Luftwechsel nach der SanierungLüftungskonzept, Falzlüfter
Schimmel nur im Bad ohne FensterNutzung und LüftungEntlüftung prüfen, Nachlaufzeit einstellen
Schimmel im Sockelbereich mit Salzrandaufsteigende FeuchteFeuchtemessung, Trockenlegung prüfen
Schimmel nach WasserschadenLeckageLeitung orten, Trocknung, dann Sanierung

Was in jedem Fall falsch ist: überstreichen. Ein Anstrich über Schimmel entfernt den Befall nicht, er macht ihn unsichtbar bis zur nächsten Heizperiode – und dann steht die Diskussion mit dem neuen Mieter im Raum. Richtig ist: Ursache klären, befallenes Material entfernen, Untergrund behandeln, dann erst verschließen. Details auf der Seite Schimmelsanierung.

Der Ablauf, Tag für Tag

Am Beispiel des Standardpakets, 62 m², acht Werktage:

TagWas passiertWarum in dieser Reihenfolge
Tag 0Begehung bei der Rückgabe, Fotos, AufmaßBeweislage sichern, bevor etwas verändert wird
Tag 1–2Kleinreparaturen, Elektro, Sanitärtauschalles, was Wand oder Boden öffnet, kommt zuerst
Tag 2–3Spachteln, Risse, AbsperrgrundUntergrund muss trocken sein, bevor gemalt wird
Tag 3–5Malerei Wände und Deckendanach darf kein Staub mehr entstehen
Tag 5–7Böden schleifen und versiegeln oder neu verlegenBoden ist die empfindlichste Oberfläche, deshalb spät
Tag 7Silikon, Beschläge, Zylinder, RestarbeitenFeinarbeiten nach dem Boden
Tag 8Endreinigung, Fotos nachher, Übergabebesichtigungsfertig, dokumentiert

Der einzige Punkt, an dem dieser Ablauf regelmäßig kippt, ist die Versiegelung des Parketts: Sie braucht Trocknungszeit, und in dieser Zeit darf niemand in die Wohnung. Wer parallel andere Gewerke einplant, verliert genau diese Tage doppelt. Deshalb wird der Boden entweder ganz am Ende gemacht oder die Wohnung für zwei Tage gesperrt.

Für Hausverwaltungen: der Rahmenvertrag

Wer regelmäßig Wohnungen übergibt, braucht keine Einzelangebote, sondern feste Konditionen und berechenbare Abläufe. Was ein Rahmenvertrag mit uns enthält:

  • Feste Paketpreise je Quadratmeter für Auffrischen, Standard und Aufwerten – kalkulierbar schon bei der Kündigung des Mietverhältnisses.
  • Feste Reaktionszeiten: Begehung binnen fünf Werktagen, bei Bedarf am Tag der Rückgabe, Angebot binnen zwei Werktagen.
  • Einheitliche Dokumentation: Fotos vorher und nachher, Kostenaufstellung getrennt nach Erhaltung und Beschädigung, direkt in die Abrechnung übernehmbar.
  • Ein Ansprechpartner für alle Objekte, auch bei mehreren parallelen Wohnungen.
  • Endreinigung inklusive, ausgeführt von unserer Partnerfirma, ohne zweite Beauftragung.
  • Mängelbehebung im Fenster: Wenn der neue Mieter etwas beanstandet, wird es in derselben Woche erledigt.

Rechnerisch bringt ein Rahmenvertrag vor allem Zeit: Die Abstimmung, die sonst je Wohnung neu geführt wird, entfällt. Bei fünfzehn Wohnungen im Jahr sind das mehrere Wochen Leerstand weniger – und das ist der Posten, der in keiner Rechnung steht und trotzdem am meisten kostet.

Kategorieanhebung: wann sich mehr rechnet

Bei sehr alten Ausstattungen stellt sich bei jeder Rückgabe dieselbe Frage: nur instand setzen oder gleich aufwerten? Bautechnisch ist die Antwort einfach – wenn Bad, Elektrik und Heizung ohnehin am Ende ihrer Lebensdauer sind, ist die Rückgabe der einzige Zeitpunkt, zu dem sich das ohne Mieter im Haus erledigen lässt. Mietrechtlich ist die Frage komplexer, weil die zulässige Miete von der Ausstattungskategorie abhängen kann; das ist im Einzelfall zu prüfen.

SituationEmpfehlungBegründung
Bad aus den 1980ern, funktionsfähiginstand setzen, Fugen und ArmaturenAufwand steht nicht im Verhältnis
Bad mit undichter Wanne, alte FliesenerneuernFolgeschaden-Risiko, Vermietbarkeit
Elektrik ohne SchutzleitererneuernSicherheitsfrage, nicht Komfortfrage
Gastherme über 20 JahreTausch prüfen, Förderlage beachtenAusfall im Winter kostet Leerstand
Parkett mehrfach geschliffenneu verlegenNutzschicht aufgebraucht, Schleifen bringt nichts

Böden: was sich wann lohnt

Der Boden ist bei fast jeder Instandsetzung der zweitgrößte Posten nach der Malerei und derjenige, bei dem die meisten Fehlentscheidungen getroffen werden. Der Grund: Schleifen ist günstiger als Neuverlegen, funktioniert aber nur, solange Nutzschicht vorhanden ist.

BodenartWie oft schleifbarErkennungsmerkmalEmpfehlung
Massivparkett, Stabparkettmehrfach, 8–12 mm Nutzschichteinzelne Stäbe, oft Fischgrätschleifen, solange keine Fugen klaffen
Fertigparkettein- bis zweimal, 2,5–4 mmKlickverbindung, gleichmäßiges Bildvor dem Schleifen Dicke prüfen
Laminatgar nichtbedruckte Oberflächetauschen
Vinyl oder PVCgar nichtweiche Oberfläche, verschweißte Nähtetauschen, günstig und schnell
Dielenboden altmehrfachbreite Bretter, sichtbare Nägelerhalten, ausbessern, schleifen
Fliesenausbessern statt tauschen, sofern Design tragbar

Ein häufiger Irrtum betrifft das Fertigparkett: Es sieht aus wie Massivparkett, hat aber nur wenige Millimeter Nutzholz. Wird es zum zweiten oder dritten Mal geschliffen, kommt die Trägerplatte zum Vorschein, und der Boden ist unbrauchbar. Deshalb wird vor jedem Schliff die Dicke an einer verdeckten Stelle geprüft – ein Aufwand von Minuten, der Tausende Euro verhindert.

Wirtschaftlich gilt: Schleifen und Versiegeln kostet 28 bis 45 €/m², eine Neuverlegung mit Vinyl oder Laminat 45 bis 80 €/m². Der Unterschied ist also kleiner, als viele annehmen – und ein neuer Boden bringt eine gleichmäßige Optik, die sich bei der Besichtigung unmittelbar auszahlt. Bei alten Dielen und Fischgrätparkett ist der Erhalt fast immer die bessere Entscheidung, weil genau dieser Boden das Verkaufsargument der Altbauwohnung ist.

Malerei: warum der Untergrund über das Ergebnis entscheidet

Malerarbeiten sind der Posten, bei dem am meisten gespart wird und der am schnellsten wieder Geld kostet. Der Grund liegt fast nie in der Farbe, sondern im Untergrund.

UntergrundNötige VorarbeitWas passiert, wenn sie fehlt
Vergilbte DispersionsfarbeReinigen, ein bis zwei AnstricheDeckkraft reicht nicht, Streifen bleiben
NikotinAbsperrgrund vor dem AnstrichVergilbung schlägt nach Tagen durch
WasserfleckenUrsache prüfen, dann absperrenFleck kommt zurück, oft größer
Risse in Wand oder Deckeöffnen, armieren, spachtelnRiss zeichnet sich nach Wochen wieder ab
Alte Leimfarbevollständig entfernenneue Farbe löst sich samt Altanstrich
Kalkputz im Altbaudiffusionsoffene Farbe wählenPutz kann nicht atmen, Schäden im Sockel

Daraus folgt, warum ein Angebot mit der Position „Ausmalen pauschal" wenig aussagt. Zwei Angebote für dieselbe Wohnung können sich um den Faktor zwei unterscheiden, und der Unterschied liegt in den Vorarbeiten, die man nach der Fertigstellung nicht mehr sieht – wohl aber vier Wochen später.

Bad und Küche: instand setzen oder erneuern

Beide Räume entscheiden bei der Besichtigung überproportional stark über die Vermietbarkeit, und beide sind die teuersten Positionen. Deshalb lohnt eine nüchterne Bewertung, statt pauschal zu erneuern oder pauschal zu belassen.

BefundInstand setzen reichtErneuern sinnvoll
Fugen dunkel, Silikon schimmeligja, Fugen erneuern 8–15 €/lfmnein
Armaturen verkalkt oder tropfendja, Tausch 180–450 € je Stücknein
Wanne emailliert, matt oder abgestoßenbedingt, Beschichtung hält begrenztbei tiefen Schäden ja
Fliesenbild funktionsfähig, aber veraltetja, wenn Zustand einwandfreiwenn Hohlstellen oder Risse vorhanden
Abdichtung unter der Wanne unklarneinja, Folgeschaden droht
Küchenmöbel beschädigt, Arbeitsplatte aufgequollenTeile tauschenbei Wasserschaden im Korpus erneuern

Der wichtigste Punkt steht in der vorletzten Zeile: Eine unklare Abdichtung ist kein optisches Thema, sondern ein Risiko für die Wohnung darunter. Ein Wasserschaden aus einer undichten Dusche kostet ein Vielfaches der Sanierung und verursacht zusätzlich Leerstand in zwei Wohnungen. Deshalb wird im Zweifel geöffnet und geprüft, bevor neu gefliest wird. Mehr dazu auf der Seite Badsanierung.

Das Übergabeprotokoll: die Grundlage für alles Weitere

Ein gutes Protokoll spart später mehr Diskussion, als jede nachträgliche Argumentation gewinnen kann. Diese Punkte gehören hinein, und zwar raumweise:

  • Zustand jeder Oberfläche – Wand, Decke, Boden, Türen, Fenster, jeweils mit kurzer Beschreibung statt nur „in Ordnung".
  • Zählerstände für Strom, Gas und Wasser mit Datum und Foto.
  • Anzahl der übergebenen Schlüssel, einschließlich Keller, Müllraum und Postfach.
  • Funktionsprüfung von Therme, Abfluss, Rollläden und Fenstern, mit Datum der letzten Wartung.
  • Beanstandungen mit Fotos, jeweils mit Maßstab und Position im Raum.
  • Vom Mieter vorgenommene Änderungen und ob ein Rückbau vereinbart war.

Für die Instandsetzung ist vor allem der letzte Punkt relevant: Einbauten, die der Mieter hinterlässt – Lampen, Regale, Trennwände, ein selbst verlegter Boden – müssen entweder übernommen oder zurückgebaut werden. Beides kostet Geld, und die Entscheidung darüber gehört in das Protokoll, nicht in eine spätere Diskussion.

Was Sie selbst vorbereiten können

Wer den Leerstand kurz halten will, kann vor der Rückgabe einiges erledigen, das sonst Tage kostet:

VorbereitungWannWirkung
Termin für die Begehung bei der Rückgabe fixierenbei Kündigungspart 3–5 Tage
Entscheidung über Bad und Böden vorab treffenvor der Rückgabe, nach BesichtigungMaterial kann bestellt sein
Zugang und Schlüsselübergabe klärenvor Arbeitsbeginnvermeidet Leerläufe der Handwerker
Hausverwaltung über Lärmzeiten informierenvor Arbeitsbeginnkeine Beschwerden, kein Baustopp
Inserat vorbereiten, Fotos nach Fertigstellung einplanenwährend der ArbeitenVermietung startet am Tag der Übergabe

Der letzte Punkt klingt banal, ist aber in der Praxis der größte Hebel: Wenn das Inserat erst nach der Fertigstellung erstellt wird, verstreichen weitere ein bis zwei Wochen bis zur ersten Besichtigung – dieselbe Zeit, die wir vorher mühsam im Bauablauf eingespart haben.

Wie eine Wohnung altert – und was das für die Planung heißt

Jede Wohnung altert in Etappen, und wer die Etappen kennt, kann den Aufwand bei der Rückgabe vorhersehen, statt ihn zu entdecken. Die folgende Übersicht bildet ab, was sich in der Praxis nach welcher Mietdauer zeigt.

MietdauerTypischer ZustandPassendes PaketErwartete Kosten je m²
bis 3 JahreWände gebrauchsfähig, Boden intakt, Fugen in OrdnungAuffrischen, oft nur teilweise40–80 €
3–8 JahreWände vergilbt, Silikon verbraucht, Boden mit LaufspurenAuffrischen bis Standard60–150 €
8–15 JahreBoden schleifbedürftig, Türen abgenutzt, Schalter vergilbtStandard110–220 €
15–25 JahreBad veraltet, Elektrik grenzwertig, Boden am EndeAufwerten220–350 €
über 25 JahreAusstattung vollständig überaltertKategorieanhebung oder Sanierungnach Begehung

Für Hausverwaltungen ergibt sich daraus eine einfache Planungsregel: Bei Mietverhältnissen über 15 Jahren sollte das Budget für die Rückgabe schon bei der Kündigung im Bereich einer Aufwertung angesetzt werden, nicht im Bereich einer Malerei. Wer das umgekehrt kalkuliert, hat entweder eine Budgetüberschreitung oder eine Wohnung, die deutlich unter ihrem Potenzial vermietet wird.

Warum ein Anbieter für alle Gewerke günstiger ist als drei

Auf dem Papier ist die Einzelvergabe günstiger: Jeder Betrieb kalkuliert nur seine Leistung, und die Summe der Einzelpreise liegt unter dem Paketpreis. In der Abrechnung dreht sich das regelmäßig um, und zwar aus vier Gründen.

  • Wartetage. Jeder Übergang zwischen zwei Betrieben kostet in der Praxis ein bis drei Tage. Bei vier Gewerken sind das bis zu zwei Wochen Leerstand – bei einer 62-m²-Wohnung rund 450 bis 650 Euro.
  • Schnittstellen. Wenn der Maler nach dem Bodenleger kommt, deckt er ab und arbeitet langsamer. Wenn er davor kommt, muss der Bodenleger auf die Trocknung warten. Beides kostet Geld, und beides fällt niemandem auf, weil es in keiner Position steht.
  • Verantwortung. Bei einem Mangel an der Schnittstelle – Farbe auf dem neuen Boden, Kratzer in der frischen Wand – verweisen zwei Betriebe aufeinander. Die Klärung übernimmt der Auftraggeber.
  • Koordinationsaufwand. Vier Betriebe bedeuten vier Termine, vier Zugänge, vier Rechnungen und vier Ansprechpartner. Diese Zeit wird nicht verrechnet, aber sie entsteht – bei der Hausverwaltung.

Deshalb ist der Vergleich zwischen Einzelvergabe und Paket erst dann fair, wenn Leerstandskosten und interner Aufwand mitgerechnet werden. In unserer Erfahrung liegt die Grenze bei drei Gewerken: Darunter lohnt die Einzelvergabe, darüber fast nie.

Was mit den Kosten passiert, wenn während der Arbeiten etwas auftaucht

Instandsetzungen sind planbarer als Sanierungen, aber nicht frei von Überraschungen. Die drei häufigsten:

BefundWie oftVorgehenZusatzkosten typisch
Feuchte hinter Möbeln oder Einbautenhäufig bei langer MietdauerUrsache klären, dann trocknen, dann malen400–2.500 €
Beschädigter Estrich unter dem Bodenbelaggelegentlichausbessern oder spachteln15–40 €/m²
Elektrik ohne Schutzleiter in Teilbereichenim Altbau häufigBefund, Entscheidung über Teilerneuerung800–4.500 €

Unser Umgang damit ist immer gleich: anhalten, fotografieren, Nachtragsangebot vorlegen, Freigabe abwarten. Nicht, weil das angenehmer klingt, sondern weil die Alternative – weiterbauen und hinterher verrechnen – regelmäßig zu Streit über Positionen führt, die niemand freigegeben hat.

Was der Vermieter erhalten muss – und was nicht

Bautechnisch ist die Grenze meist klar zu benennen, auch wenn die rechtliche Einordnung dem Einzelfall vorbehalten bleibt. Die Erhaltungspflicht des Vermieters zielt auf das, was die Wohnung brauchbar hält: dichte Fenster und Dach, funktionierende Leitungen, sichere Elektrik, ein brauchbares Bad, eine funktionierende Heizquelle. Was darüber hinaus die Ausstattung verbessert, ist Sache der Entscheidung, nicht der Pflicht.

MaßnahmeRegelmäßig ErhaltungRegelmäßig Verbesserung
Tropfende Armatur tauschenjanein
Defekte Therme erneuernjanein
Bad von 1985 gegen modernes Bad tauschennein, solange funktionsfähigja
Undichtes Fenster sanierenjanein
Kastenfenster gegen neue Fenster tauschenje nach Zustandhäufig ja
Elektrik ohne Schutzleiter erneuernja, Sicherheitsfragenein
Böden neu verlegen statt schleifenabhängig vom Zustandoft ja

Warum das für die Instandsetzung praktisch wichtig ist: Die Aufstellung, die wir liefern, trennt die Positionen so, dass diese Zuordnung nachvollziehbar bleibt. Das erleichtert die Abrechnung gegenüber Eigentümern, gegenüber der Rücklage und – falls nötig – gegenüber dem Vormieter. Welche Position am Ende wem zugeordnet wird, entscheidet die Hausverwaltung oder der Eigentümer nach rechtlicher Prüfung.

Material: wo Qualität zählt und wo nicht

Bei einer Mietwohnung gilt eine andere Logik als beim Eigenheim. Entscheidend ist nicht die höchste Qualität, sondern die richtige Balance zwischen Anschaffung, Lebensdauer und Wiederherstellbarkeit bei der nächsten Rückgabe.

BauteilEmpfehlungBegründung
Wandfarbescheuerbeständige Qualitäthält den nächsten Mieterwechsel besser aus, kostet kaum mehr
Bodenbelag in Wohnräumenrobustes Vinyl oder Laminat mittlerer Nutzungsklasseunempfindlich, in Teilen austauschbar
Silikonfugenfungizid ausgerüstetbleibt länger sauber, senkt Reklamationen
ArmaturenStandard eines bekannten HerstellersErsatzteile über Jahre verfügbar
TürbeschlägeMetall statt Kunststoffüberlebt mehrere Mietverhältnisse
Fliesenneutrale Formate und FarbenTeilreparatur möglich, bleibt vermietbar

Der letzte Punkt wird oft unterschätzt: Wer ein auffälliges Format wählt, findet nach fünf Jahren keine passende Ersatzfliese mehr. Eine einzelne beschädigte Fliese führt dann zum Tausch der ganzen Fläche. Neutral gewählte Standardware ist in solchen Fällen die günstigere Entscheidung, auch wenn sie im Moment der Auswahl weniger interessant wirkt.

Übergabe an den neuen Mieter

Die letzte Etappe entscheidet darüber, ob aus der Instandsetzung eine reibungslose Neuvermietung wird. Drei Punkte haben sich bewährt:

  • Fotodokumentation nach Fertigstellung. Sie dient als Zustandsnachweis für die neue Übergabe – und spart bei der nächsten Rückgabe wieder Diskussion.
  • Kurze Mängelfrist. Was der neue Mieter in den ersten Wochen beanstandet, wird sofort erledigt. Das ist günstiger als eine Beschwerde, die über Monate läuft.
  • Unterlagen an einem Ort. Elektrobefund, Thermenwartung, Aufbaubeschreibung der Böden – gesammelt bei der Hausverwaltung, nicht verteilt auf mehrere Mailpostfächer.

Damit schließt sich der Kreis: Eine dokumentierte Instandsetzung ist nicht nur ein abgeschlossener Auftrag, sondern die Ausgangslage für den übernächsten Mieterwechsel. Wer das durchhält, hat nach zwei Zyklen einen Bestand, bei dem jede Rückgabe planbar ist – und genau das senkt die Kosten dauerhaft stärker als jeder ausgehandelte Quadratmeterpreis.

Häufige Fehler bei der Instandsetzung

FehlerWarum er passiertWas er kostet
Ohne Fotos vor Arbeitsbeginn startenZeitdruck bei der Übergabekeine Grundlage gegenüber dem Vormieter
Gewerke einzeln beauftragenjeder Einzelpreis wirkt günstigerWartetage, Leerstand, Koordination beim Verwalter
Über Flecken malen ohne Absperrgrundspart einen ArbeitsgangFleck schlägt durch, Raum muss neu gemalt werden
Schimmel überstreichenschnelle Lösung vor der BesichtigungRückkehr in der Heizperiode, Reklamation des neuen Mieters
Parkett schleifen, obwohl Nutzschicht weg istgünstiger als NeuverlegungBoden wird unbrauchbar, Neuverlegung zusätzlich
Boden vor der Malerei verlegender Bodenleger hatte früher ZeitAbdeckarbeit, Beschädigungen, Nacharbeit
Endreinigung separat vergebenist beim Reiniger vermeintlich billigerzusätzlicher Termin, Wohnung steht länger leer
Elektrobefund erst nach VermietungKosten sparen wollenArbeiten in bewohnter Wohnung, teurer und störend

Was Sie von uns bekommen

  • Festpreis je Wohnung nach der Begehung, aufgeschlüsselt in Positionen – nicht als Pauschale.
  • Fotodokumentation vorher und nachher, jede Beanstandung mit Position und Maßstab.
  • Getrennte Kostenaufstellung nach normaler Abnützung und Beschädigung.
  • Ein Ansprechpartner für alle Gewerke, auch bei mehreren Wohnungen gleichzeitig.
  • Endreinigung durch unsere Partnerfirma, ohne zweite Beauftragung.
  • Elektrobefund auf Wunsch, ausgestellt von einem konzessionierten Elektrotechniker.

Wann Sie uns nicht brauchen

Wenn nur ausgemalt werden muss und die Wohnung ohnehin mehrere Wochen leer steht, reicht ein Malerbetrieb, und das ist dann auch die günstigere Lösung. Wir lohnen uns, sobald mehrere Gewerke zusammenkommen, die Neuvermietung schnell gehen soll oder Sie als Hausverwaltung einen festen Partner für alle Wohnungen im Bestand brauchen.

Häufige Fragen zur Wohnungsinstandsetzung in Wien

Was kostet es, eine Wohnung nach Wasserschaden instand zu setzen?
Das hängt davon ab, ob nur Oberflächen betroffen sind oder auch der Aufbau. Trocknung, Rückbau durchfeuchteter Materialien und Wiederaufbau bewegen sich meist zwischen 3.000 und 15.000 € – die Versicherung verlangt dafür eine Schadensdokumentation, die wir mitliefern.
Kann die Wohnung während der Arbeiten besichtigt werden?
Ab dem Zeitpunkt, an dem Malerei und Böden fertig sind, ja. Davor raten wir ab: Interessenten bewerten den Zustand, den sie sehen, und eine halbfertige Wohnung wirkt nach, auch wenn sie danach makellos ist.
Was passiert mit Einbauten des Vormieters?
Sie werden übernommen oder zurückgebaut – das entscheidet die Vereinbarung im Mietvertrag und das Übergabeprotokoll. Rückbau kostet je nach Umfang 250 bis 2.500 €, dokumentiert mit Fotos vor dem Abbau.
Wie wird der Preis bei mehreren Wohnungen gleichzeitig kalkuliert?
Über feste Paketpreise je Quadratmeter aus dem Rahmenvertrag. Bei parallelen Wohnungen in einem Haus kommen Einsparungen durch gemeinsame Anfahrt, Material und Entsorgung dazu, die wir im Angebot ausweisen.
Machen Sie auch Kleinreparaturen im laufenden Mietverhältnis?
Ja, für Hausverwaltungen mit Rahmenvertrag. Der Unterschied zur Instandsetzung: Termine werden mit dem Mieter abgestimmt, gearbeitet wird raumweise und der Aufwand wird nach Stunden abgerechnet.
Wie lange gilt Ihr Angebot?
30 Tage ab Ausstellung. Danach prüfen wir Material- und Lohnkosten neu, weil vor allem Bodenbeläge und Sanitärprodukte in kurzen Abständen im Preis schwanken.
Was kostet die Instandsetzung einer Wohnung nach Auszug?
60 bis 110 €/m² für das Auffrischen, 110 bis 220 €/m² im Standard mit Böden und Türen, 220 bis 350 €/m², wenn Bad oder Küche erneuert werden. Eine 62-m²-Altbauwohnung im Standardpaket liegt im Beispiel bei rund 6.180 € netto.
Wie schnell ist die Wohnung wieder vermietbar?
Beim Auffrischen in 3 bis 6 Werktagen, im Standardpaket in 6 bis 12 Werktagen, beim Aufwerten mit Bad in 10 bis 20 Werktagen. Entscheidend ist, dass die Gewerke ohne Wartetage aufeinanderfolgen.
Warum ist der Leerstand teurer als die Malerei?
Weil die Miete weiterläuft, während nichts eingeht. Bei einer 62-m²-Wohnung sind das je Woche rund 225 bis 325 Euro. Zwei gesparte Wochen entsprechen damit etwa den Kosten des kompletten Ausmalens eines Zimmers.
In welcher Reihenfolge wird gearbeitet?
Zuerst alles, was Wand oder Boden öffnet: Elektro und Sanitär. Dann Spachteln und Malen. Dann Böden. Zum Schluss Silikon, Beschläge und Endreinigung. Wer den Boden zuerst macht, deckt ihn danach ab und beschädigt ihn trotzdem.
Kann ich die Kosten dem Vormieter verrechnen?
Nur für Schäden, die über die normale Abnützung hinausgehen, und das ist eine Rechtsfrage des Einzelfalls. Wir liefern die Grundlage: Fotos jeder Beanstandung vor Arbeitsbeginn und eine Aufstellung, die beide Kategorien getrennt ausweist.
Was gilt als normale Abnützung?
Alles, was bei vertragsgemäßer Nutzung zwangsläufig entsteht – vergilbte Wände nach Jahren, Dübellöcher in üblichem Ausmaß, Laufspuren im Boden. Tiefe Kratzer, Brandflecken oder beschädigte Sanitärobjekte fallen in der Regel nicht darunter.
Wann sollten die Fotos gemacht werden?
Bei der Rückgabe, vor jeder Arbeit. Sobald ausgemalt ist, lässt sich der Vorzustand nicht mehr belegen. Am besten gemeinsam mit der Übergabe, damit beide Seiten dasselbe sehen.
Was passiert bei Schimmel in der Wohnung?
Zuerst wird die Ursache eingegrenzt: Wärmebrücke, Lüftung, aufsteigende Feuchte oder Leckage. Erst danach wird saniert. Überstreichen ist keine Lösung, der Befall kehrt in der nächsten Heizperiode zurück.
Arbeiten Sie mit Hausverwaltungen zusammen?
Ja, mit Rahmenvertrag: feste Paketpreise, feste Reaktionszeiten, einheitliche Dokumentation und ein Ansprechpartner für alle Objekte. Das spart vor allem die Abstimmung, die sonst bei jeder Wohnung neu anfällt.
Was ist in der Endreinigung enthalten?
Fenster samt Rahmen, Bad und WC, Küche, Böden und Oberflächen – besichtigungsfertig. Sie wird direkt nach den Arbeiten von unserer Partnerfirma erledigt, ohne dass Sie einen zweiten Termin organisieren müssen.
Brauche ich einen Elektrobefund bei Neuvermietung?
Ein aktueller Befund dokumentiert den Zustand der Anlage und schützt den Vermieter. Wir organisieren ihn über einen konzessionierten Elektrotechniker, 250 bis 550 €. Sinnvoll ist er vor der Vermietung, weil Arbeiten in der leeren Wohnung einfacher sind.
Lohnt sich eine Kategorieanhebung?
Wenn Bad, Heizung und Elektrik ohnehin am Ende ihrer Lebensdauer sind, ist die Leerstandsphase der einzige günstige Zeitpunkt. Ob sich das auf die zulässige Miete auswirkt, ist mietrechtlich zu prüfen – die baulichen Grundlagen und den Festpreis liefern wir.
Was passiert mit zurückgelassenen Möbeln?
Wir räumen und entsorgen mit Nachweis, 250 bis 1.500 € je nach Menge. Wertvolle Gegenstände dokumentieren wir vorher, damit es später keine Diskussion gibt.
Tauschen Sie auch die Schlösser?
Ja, auf Wunsch tauschen wir den Zylinder der Wohnungstür, 90 bis 220 €. Damit sind alte Schlüssel wertlos – das ist bei jedem Mieterwechsel zu empfehlen.
Kann Parkett immer geschliffen werden?
Nein. Ein Massivparkett verträgt mehrere Schliffe, ein Fertigparkett je nach Nutzschicht oft nur einen. Ist die Nutzschicht aufgebraucht, bringt Schleifen nichts mehr – dann wird neu verlegt.
Wie lange dauert die Versiegelung des Bodens?
Je nach System ein bis zwei Tage bis zur Begehbarkeit. In dieser Zeit sollte niemand in die Wohnung, deshalb wird der Boden am Ende gemacht und nicht parallel zu anderen Gewerken.
Machen Sie auch Teilinstandsetzungen?
Ja, etwa nur Bad oder nur Böden. Das Paket „Auffrischen" deckt die häufigsten Arbeiten bei kurzer Mietdauer ab, alles Weitere wird einzeln kalkuliert.
Können mehrere Wohnungen gleichzeitig laufen?
Ja. Bei Hausverwaltungen mit mehreren Objekten planen wir die Gewerke so, dass sie zwischen den Wohnungen rotieren – dadurch entstehen weniger Wartezeiten als bei einzelner Abarbeitung.
Was kostet das Ausmalen einer Wohnung?
8 bis 14 € je Quadratmeter Wandfläche, bei einer 62-m²-Wohnung sind das rund 190 m² Wandfläche und damit 1.500 bis 2.700 €. Müssen Flecken abgesperrt werden, kommen 6 bis 12 €/m² dazu.
Wer haftet, wenn beim neuen Mieter etwas auffällt?
Für unsere Leistungen gilt die gesetzliche Gewährleistung. Wird innerhalb dieser Frist etwas beanstandet, das aus unserer Arbeit stammt, beheben wir es – bei Rahmenverträgen in derselben Woche.
Wie bekomme ich den Festpreis?
Nach der Begehung innerhalb von zwei Werktagen, als Paketpreis mit Einzelpositionen. Nachträge nur nach schriftlicher Freigabe – und nur, wenn beim Öffnen etwas sichtbar wird, das vorher nicht erkennbar war.
Warum nennen Sie am Telefon keinen Preis?
Weil er falsch wäre. Der Aufwand hängt vom Zustand ab, und den sieht man erst in der Wohnung. Ein Telefonpreis ist entweder zu hoch oder er hält nicht – beides hilft niemandem.
Können Sie am Tag der Wohnungsrückgabe kommen?
Bei Hausverwaltungen mit Rahmenvertrag ja, sonst binnen fünf Werktagen. Je früher die Begehung, desto eher ist die Wohnung wieder am Markt.
Ab wann ist es keine Instandsetzung mehr?
Sobald Installationen getauscht, Grundrisse verändert oder Bad und Küche erneuert werden. Dann sprechen wir von Wohnungssanierung – anderer Umfang, andere Dauer, andere Kalkulation.
Übernehmen Sie auch Wohnungen außerhalb Wiens?
In Klosterneuburg und im Wiener Umland ja. Weiter entfernt kommt ein Anfahrtsaufschlag dazu, der im Angebot ausgewiesen wird.

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