Geschäftslokal umbauen Wienjede Woche Umbauist eine Woche ohne Umsatz.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Der Umbau eines Geschäftslokals kostet in Wien 350 bis 1.500 Euro pro Quadratmeter – vom Shop über Büro und Ordination bis zum Gastrolokal. Ein Vertrag, ein Bauzeitplan mit Eröffnungstermin, Festpreis nach ÖNORM B 2110.

Beim Geschäftslokal ist nicht der Quadratmeterpreis die kritische Größe, sondern der Eröffnungstermin. Die Miete läuft ab Übergabe, Umsatz entsteht erst ab Eröffnung. Jede Woche dazwischen kostet zweimal. Und der Termin wird selten durch die Bauarbeiten bestimmt, sondern durch zwei andere Dinge: durch behördliche Verfahren, wenn sich die Nutzung ändert, und durch Lieferzeiten technischer Geräte. Wer beides zuerst klärt und den Umbau daran ausrichtet, eröffnet pünktlich. Wer mit dem Rückbau beginnt und die Genehmigung nebenher beantragt, steht am Ende in einem fertigen Lokal, das nicht aufsperren darf.
Bauzeitplan mit Eröffnungstermin Genehmigungen vorab geklärt Arbeiten auch außerhalb der Geschäftszeiten Reglementierte Gewerke über Partner Festpreis nach ÖNORM B 2110

Was der Umbau kostet – nach Nutzung

Richtwerte netto je Quadratmeter Nutzfläche, Stand 2026, ohne Einrichtung und Geräte. Verbindlich nach Begehung.

NutzungTypischer UmfangPreis nettoBauzeit
Shop, EinzelhandelBöden, Decken, Beleuchtung, Umkleiden, Malerei350–700 €/m²3–6 Wochen
BüroTrennwände, Elektrik und Netzwerk, Akustik, Teeküche450–850 €/m²4–8 Wochen
Ordination, PraxisHygienebereiche, Sanitär, barrierefreier Zugang700–1.200 €/m²6–10 Wochen
Café, GastroKüche, Lüftung, Fettabscheider, Gäste-WC900–1.500 €/m²8–14 Wochen
Lager, WerkstattBoden, Tore, Elektrik, Heizung250–550 €/m²2–5 Wochen

Warum die Spanne bei Gastro so viel höher liegt als beim Shop: Ein Verkaufsraum besteht im Wesentlichen aus Oberflächen und Beleuchtung. Ein Gastrolokal enthält zusätzlich Küche, Lüftung, Fettabscheider, Gäste-WC und Technik – Bauteile, die einzeln so viel kosten können wie der gesamte Ausbau eines Shops derselben Größe. Deshalb ist der Nutzungstyp die wichtigste Angabe in jeder Anfrage.

Einzelpreise

PositionEinheitPreis nettoWas dazugehört
Rückbau Vormieter-Einbauten25–70 €Demontage, Entsorgung mit Nachweis
Trockenbauwand mit Schallschutz65–120 €Ständerwand, Dämmung, Spachtelung
Abgehängte Akustikdecke65–140 €Unterkonstruktion, Platten, Revisionsöffnungen
Bodenbelag gewerblich55–140 €Vinyl, Fliese oder Kautschuk, Nutzungsklasse beachtet
Estrich sanieren oder spachteln25–60 €Untergrund für den neuen Belag
Elektrik je ArbeitsplatzStk.450–950 €durch konzessionierten Elektrotechniker
Beleuchtung Verkaufsraum35–120 €Schienensystem oder Einbauleuchten
Netzwerk und DatenverkabelungPunkt120–320 €Leitung, Dose, Messprotokoll
Barrierefreier Zugangpsch.1.500–9.000 €Rampe, Türbreite, Klingel nach Bedarf
Kunden-WC barrierefreiStk.9.000–18.000 €nach ÖNORM B 1600
Fettabscheider GastroStk.4.500–12.000 €Einbau über befugte Partner
Lüftung Gastroküchepsch.12.000–45.000 €Planung und Einbau über befugte Partner
Portal und Eingangpsch.4.000–25.000 €abhängig von Schutzzone und Material
Schaufenster tauschenStk.3.500–12.000 €Statik der Öffnung beachten
Klimatisierungpsch.6.000–28.000 €abhängig von Fläche und Außengerät
Rechenbeispiel 1 · Erdgeschoßlokal 85 m², vorher Handy-Shop, danach Ordination
Rückbau, Entsorgung, Planung der Nutzungsänderung6.800 €
Trennwände, Decken, Böden28.400 €
Elektrik, Sanitär, Hygienebereiche31.500 €
Barrierefreier Zugang, WC, Malerei18.600 €

Summe rund 85.300 € netto, etwa 1.000 €/m², in neun Wochen. Die Genehmigung für die geänderte Nutzung läuft parallel zur Ausführungsplanung, damit die Bauzeit nicht auf sie warten muss.

Rechenbeispiel 2 · 64 m² Café mit kleiner Küche, vorher Büro
Rückbau, Durchbrüche, Entsorgung9.200 €
Küche baulich, Fliesen, Fettabscheider26.500 €
Lüftung mit Abluftführung über Dach31.000 €
Gäste-WC, Elektrik, Boden, Oberflächen27.800 €

Summe rund 94.500 € netto, etwa 1.475 €/m², in zwölf Wochen. Der größte Posten ist nicht die Küche, sondern die Lüftung – weil die Abluft über das Dach geführt und mit der Hausgemeinschaft abgestimmt werden muss.

Ist der Bestandsboden gebrochen oder abgesackt, gehört seine Instandsetzung vor den Ausbau: Industrieboden sanieren.

Genehmigungen: was den Zeitplan wirklich bestimmt

Bauarbeiten in einem Geschäftslokal sind meist in Wochen zu rechnen, Verfahren in Monaten. Deshalb steht am Anfang die Einordnung: Was ist geplant, ändert sich die Nutzung, und welche Verfahren zieht das nach sich?

VorhabenWas in der Regel zu klären istZeitlicher Vorlauf
Oberflächen erneuern, Einrichtung tauschenmeist kein Verfahren, Mietvertrag prüfenkeiner
Trennwände ohne Eingriff ins Tragwerkmeist unkritisch, Brandschutz beachtengering
Nutzung ändern, etwa Shop zu Gastrobaurechtliche Einordnung und Betriebsanlagengenehmigungmehrere Wochen bis Monate
Durchbruch in tragender WandStatik und BewilligungWochen
Portal, Werbeanlage, MarkiseOrtsbild, in Schutzzonen zusätzlich geprüftWochen
Abluft über Dach führenZustimmung der Eigentümer, technische AbstimmungWochen
Gastgarten oder Schanigarteneigenes Verfahren, saisonabhängigMonate
Die Betriebsanlagengenehmigung ist kein Formalakt, sondern sie bestimmt die Bauweise. In ihr werden Lüftung, Lärm, Fluchtwege, Sanitärräume und Betriebszeiten festgelegt – also genau die Punkte, die man baulich umsetzen muss. Wer erst baut und dann einreicht, riskiert, Teile zurückbauen zu müssen, weil die Behörde etwas anders sieht. Deshalb klären wir die Einordnung vor der Ausführungsplanung, und zwar mit dem Planer, der die Einreichung macht. Kosten dafür entstehen früh, aber sie sind ein Bruchteil dessen, was ein Rückbau kostet.

Gastro: die Punkte, an denen es teuer wird

Bei Gastronomie liegt der Unterschied zum Shop nicht in der Optik, sondern in der Technik. Vier Themen bestimmen Kosten und Zeitplan.

ThemaWarum es aufwendig istGrößenordnung
Lüftung der KücheAbluft muss abgeführt werden, meist über Dach, mit Schallschutz und Fettfilterung12.000–45.000 €
Fettabscheidervorgeschrieben, braucht Platz, Zugang für die Entleerung4.500–12.000 €
Gäste-WCAnzahl und Ausführung nach Gästezahl, häufig barrierefrei9.000–25.000 €
Bodenaufbau in der KücheAbdichtung, Gefälle zum Ablauf, rutschhemmender Belag120–260 €/m²

Der häufigste Planungsfehler in diesem Bereich betrifft die Abluft. Sie muss irgendwohin, und im Wiener Altbau heißt das fast immer: durch das Haus nach oben. Dafür braucht es einen Schacht oder eine Leitungsführung, die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft und eine Ausführung, die weder Geruch noch Geräusch in die Wohnungen bringt. Diese Frage sollte geklärt sein, bevor ein Mietvertrag unterschrieben wird – denn wenn keine Lösung möglich ist, ist das Lokal für Gastro mit Küche schlicht nicht geeignet.

Ordination und Praxis: Hygiene bestimmt den Ausbau

Bei medizinischen Nutzungen bestimmt nicht die Gestaltung den Ausbau, sondern die Anforderung an Reinigbarkeit, Trennung und Zugänglichkeit.

  • Oberflächen. Fugenarme, desinfektionsmittelbeständige Böden und Wände in Behandlungsräumen – das schließt viele Standardbeläge aus.
  • Handwaschplätze. Anzahl und Lage ergeben sich aus der Nutzung, jede Position braucht Zu- und Ableitung.
  • Trennung der Bereiche. Wartebereich, Behandlung, Personal und Lager werden funktional getrennt – das erzeugt Wände und damit Elektro- und Lüftungsaufwand.
  • Barrierefreier Zugang. Für Ordinationen praktisch immer relevant, inklusive Tür, Wendeflächen und WC.
  • Schallschutz. Gespräche dürfen im Wartebereich nicht verständlich sein – das verlangt Wandaufbau und Türqualität, nicht nur eine Tür.
  • Technikräume. Röntgen, Sterilisation oder Labor haben eigene Anforderungen an Fläche, Strom und Lüftung.

Weil diese Punkte einander bedingen, ist die Reihenfolge entscheidend: erst Raumprogramm, dann Leitungen, dann Oberflächen. Wer die Behandlungsräume nach dem Fliesen verschiebt, macht die halbe Elektroinstallation neu.

Büro: Akustik ist die unterschätzte Größe

In Büroumbauten liegt der häufigste Mangel nicht in der Technik, sondern im Schall. Offene Flächen sehen gut aus und sind schwer zu nutzen, wenn jedes Telefonat den halben Raum stört.

MaßnahmeWirkungKosten
Abgehängte Akustikdeckesenkt Nachhall spürbar, größter Einzelhebel65–140 €/m²
Akustikelemente an Wändengezielt gegen Flatterechos80–220 €/m²
Teppich statt Hartbodenreduziert Trittschall und Nachhall45–110 €/m²
Trennwände raumhoch statt halbhochechte Trennung statt optischer65–120 €/m²
Türen mit Dichtungverhindert Sprachübertragung in den Gang450–1.200 €/Stk.

Ein Hinweis aus der Praxis: Wer Besprechungsräume plant, sollte den Schallschutz dieser Räume ernster nehmen als ihre Größe. Ein kleiner, ruhiger Raum wird täglich genutzt, ein großer mit hellhörigen Wänden nicht.

Der Mietvertrag: was vor dem Umbau geklärt gehört

Viele teure Überraschungen beim Lokalumbau haben keinen bautechnischen, sondern einen vertraglichen Ursprung. Diese Punkte sollten vor Beginn schriftlich stehen:

PunktWarum er zähltWas zu vereinbaren ist
Zustimmung zum Umbauohne sie ist jede Veränderung riskantUmfang konkret benennen, nicht pauschal
Rückbaupflicht beim Auszugkann fünfstellig werdenRückbauverzicht für definierte Einbauten
Investitionsablösewer bezahlt Einbauten beim AuszugRegelung, welche Teile abgegolten werden
Portal und WerbeanlageOrtsbild und Hausgemeinschaft betroffenZustimmung vorab, inklusive Gestaltung
Abluft und Technik am Dachbetrifft allgemeine TeileZustimmung der Eigentümer einholen
Mietfreie Bauzeitreduziert die DoppelbelastungVerhandlungspunkt, üblich bei längeren Umbauten
Zustand bei ÜbergabeBasis für spätere RückgabeProtokoll mit Fotos, gemeinsam erstellt

Besonders der sechste Punkt wird oft übersehen: Eine mietfreie Bau- oder Ausbauphase ist bei Gewerbemietverträgen verhandelbar und kann bei drei Monaten Umbauzeit einen erheblichen Betrag ausmachen – oft mehr als jede Einsparung beim Material.

Umbau im laufenden Betrieb

Manchmal kann das Lokal nicht schließen – etwa weil die Marke Präsenz braucht oder ein Teil des Sortiments weiterläuft. Das ist möglich, verändert aber Ablauf und Preis.

MaßnahmeWirkung auf den BetriebEinfluss auf die Kosten
Abschnittsweise arbeitenTeilfläche bleibt offen+10 bis 25 %, mehr Rüstzeit
Staubschutzwändetrennt Baustelle vom Verkaufsraum1.500–6.000 € je nach Länge
Arbeiten in Randzeitenkein Lärm während der Öffnungszeiten+15 bis 30 % Lohnkosten
NachtarbeitBetrieb tagsüber unverändertdeutlich teurer, nur bei kurzen Phasen sinnvoll

Die ehrliche Einschätzung: In den meisten Fällen ist eine kurze Vollschließung günstiger als ein langer Umbau im laufenden Betrieb – sowohl auf der Kostenseite als auch für den Eindruck bei Kunden. Eine halbfertige Fläche mit Staubschutzwand wirkt auf Besucher stärker nach als zwei Wochen geschlossen mit einem Hinweis auf die Neueröffnung.

Der Ablauf bis zur Eröffnung

1 · Begehung und EinordnungWas ist geplant, ändert sich die Nutzung, was sagt der Mietvertrag? Daraus entsteht die Liste der nötigen Verfahren.
2 · Planung und EinreichungStatik und Einreichung über konzessionierte Partner, parallel die Bestellung von Geräten mit langen Lieferzeiten.
3 · Rückbau und EntsorgungAlles raus, was nicht bleibt – sortenrein getrennt, mit Nachweis.
4 · Technik zuerstElektro, Sanitär, Lüftung, Netzwerk. Alles, was später in Wänden und Decken verschwindet.
5 · AusbauWände, Decken, Böden, Oberflächen – in dieser Reihenfolge, damit Staub nicht auf Fertiges fällt.
6 · Einrichtung und FeinarbeitenMöbel, Geräte, Beleuchtung, Beschriftung. Hier laufen Ihr Einrichter und wir parallel.
7 · Abnahme und ÜbergabeProtokoll nach ÖNORM B 2110, Prüfprotokolle, Einweisung in die Technik.

Zwischen Schritt zwei und drei liegt der Punkt, an dem sich entscheidet, ob der Eröffnungstermin hält: Geräte mit Lieferzeiten von sechs bis zwölf Wochen – Küchentechnik, Lüftung, Sonderbeleuchtung – müssen bestellt sein, bevor der Rückbau beginnt. Wer sie erst bestellt, wenn die Wände stehen, verliert genau diese Wochen am Ende.

Die häufigsten Fehler beim Lokalumbau

FehlerWarum er passiertFolge
Bauen vor der GenehmigungZeitdruck, Eröffnungstermin steht schonRückbau, Verzögerung, im schlimmsten Fall keine Betriebserlaubnis
Abluftfrage zu spät stellengilt als DetailLokal ist für Gastro mit Küche ungeeignet
Geräte spät bestellenBudget wird erst nach dem Umbau freigegebenfertiges Lokal wartet auf Technik
Rückbaupflicht nicht geklärtMietvertrag wird nur überflogenfünfstellige Kosten beim Auszug
Barrierefreiheit nicht eingeplantwird als optional gesehenNachrüstung mitten im Betrieb
Elektrik nach dem Möbelplan geplantEinrichtung kommt zuletztDosen an der falschen Stelle, Kabel sichtbar
Kein Schallschutz zwischen Lokal und Wohnungenwird erst zum Thema, wenn es Beschwerden gibtAuflagen, Betriebszeiten eingeschränkt
Bauzeitplan ohne Pufferoptimistische PlanungEröffnung verschoben, Werbung verpufft

Der sechste Punkt ist der ärgerlichste, weil er so leicht vermeidbar wäre: Der Möbelplan gehört vor die Elektroplanung. Wer weiß, wo Kassa, Regale, Vitrinen und Arbeitsplätze stehen, setzt Dosen und Auslässe richtig – und spart sich Kabelkanäle, die jeder Kunde sieht.

Was ein Geschäftslokal im Wiener Altbau mitbringt

Die meisten Lokalflächen in Wien liegen im Erdgeschoß von Gründerzeithäusern. Daraus ergeben sich wiederkehrende Themen, die man kennen sollte, bevor man einen Mietvertrag unterschreibt.

MerkmalWas es bedeutetKonsequenz für den Umbau
Gewölbedeckentragen über Druck, Schub geht in die Mauernkeine Mauer entfernen ohne Statik, Abhängungen nur an geeigneten Punkten
Feuchtes Mauerwerk im Sockelkeine Horizontalsperre vorhandenvor Wandaufbauten trockenlegen, sonst Schimmel hinter der Verkleidung
Hohe Räumedrei bis vier Meter, schöner RaumeindruckHeizlast höher, Abhangdecke oft sinnvoll
Wenig StromanschlussleistungBestand auf Wohnnutzung ausgelegtAnschlussleistung prüfen, bevor Küche oder Klima geplant wird
Kein Fettabscheider, kein Lüftungsschachtwar für Handel gedacht, nicht für GastroNachrüstung planen oder Nutzung anpassen
Schaufenster in tragender WandSturz über der ÖffnungÄnderungen nur mit statischer Beurteilung
Wohnungen darüberLärm und Geruch wirken direktSchallschutz und Abluft von Anfang an mitplanen

Die vierte Zeile ist der Punkt, an dem Gastro-Projekte am häufigsten scheitern, nachdem der Vertrag bereits unterschrieben ist: Die vorhandene Anschlussleistung reicht für eine Profiküche nicht, und eine Erhöhung ist entweder teuer oder im Haus nicht möglich. Diese Prüfung kostet vorab fast nichts und entscheidet über die Machbarkeit.

Kostentreiber und Sparpotenziale

ThemaTreibt die KostenWo sich sparen lässt
Grundrissjede neue Wand bringt Elektro, Lüftung, OberflächenBestand nutzen, offene Bereiche belassen
HaustechnikLüftung und Abwasser sind die teuersten PositionenLokale wählen, die technisch schon vorbereitet sind
OberflächenSonderformate, Sonderfarben, MusterflächenStandardformate mit gutem Design statt Sonderanfertigung
BeleuchtungSonderleuchten mit langer LieferzeitSchienensystem, später erweiterbar
ZeitdruckNacht- und Wochenendarbeitrealistischer Termin mit Puffer statt Zuschlägen
NachträgeÄnderungen nach Beginn der InstallationenMöbel- und Nutzungsplan vor dem Baustart fixieren

Der größte einzelne Hebel steht in der letzten Zeile. Eine Grundrissänderung, die vor dem Baustart entschieden wird, kostet die Planung. Dieselbe Änderung nach dem Setzen der Leitungen kostet Rückbau, Neuinstallation und Zeit – in der Praxis das Fünf- bis Zehnfache.

Übergabe und Betrieb

Am Ende steht nicht nur ein fertiges Lokal, sondern eine Technik, die jemand bedienen muss. Was wir übergeben:

  • Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110 mit Mängelliste und Fristen.
  • Prüfprotokolle der Gewerke – Elektro, Sanitär, Lüftung, jeweils vom ausführenden Fachbetrieb.
  • Fotodokumentation der verdeckten Leistungen, insbesondere Leitungswege. Das erspart bei jeder späteren Änderung Suchen und Öffnen.
  • Einweisung in Lüftung, Heizung, Klimatisierung und Beleuchtungssteuerung.
  • Wartungshinweise mit Intervallen, vor allem für Fettabscheider und Lüftungsfilter – beides ist betriebsrelevant, nicht optional.

Der vorletzte Punkt ist der, der im Alltag am meisten Ärger erspart: Wer weiß, wo die Leitungen liegen, kann später ein Regal anbohren, ohne ein Kabel zu treffen.

Für welche Nutzungen wir umbauen

Die Anforderungen unterscheiden sich stärker, als es von außen aussieht. Diese Übersicht zeigt, worauf es je Nutzung ankommt – und woran Projekte typischerweise hängen.

NutzungBestimmende AnforderungTypischer Engpass
EinzelhandelPräsentation, Beleuchtung, KundenflussBeleuchtung und Portal, beides mit Lieferzeit
GastronomieKüche, Lüftung, Sanitär, BetriebsanlagengenehmigungAbluftführung und Anschlussleistung
Büro und AgenturAkustik, Netzwerk, BesprechungsräumeSchallschutz zwischen den Räumen
Ordination, TherapieHygiene, Trennung, BarrierefreiheitRaumprogramm und Sanitärleitungen
Friseur, Kosmetik, StudioWasseranschlüsse, Lüftung, BeleuchtungAnzahl und Lage der Anschlüsse
Fitness und StudioTrittschall, Lüftung, Sanitär mit DuschenSchallschutz zur Wohnung darüber
Lager, WerkstattBoden, Tore, StromBodenbelastbarkeit und Zufahrt

Ein Muster zieht sich durch alle Zeilen: Der Engpass ist fast nie die sichtbare Fläche, sondern etwas Technisches, das man vorher klären kann. Deshalb beginnt jede Anfrage bei uns mit zwei Fragen – welche Nutzung und was ist im Bestand vorhanden – und nicht mit der Frage nach dem Quadratmeterpreis.

Wie Sie zwei Angebote vergleichbar machen

Bei Lokalumbauten unterscheiden sich Angebote stärker als in jedem anderen Bereich, weil der Leistungsumfang selten definiert ist. Diese sieben Punkte machen den Vergleich möglich:

  • Nutzungstyp und Raumprogramm müssen im Angebot stehen – sonst kalkulieren zwei Anbieter zwei verschiedene Projekte.
  • Rückbau und Entsorgung als eigene Position, mit Angabe, was entsorgt wird.
  • Haustechnik getrennt ausgewiesen: Elektro, Sanitär, Lüftung, Klima – je mit ausführendem Betrieb.
  • Bedarfspositionen für alles, was vom Befund abhängt, mit Einheitspreisen.
  • Bauzeitplan mit Abschnitten und benannten Abhängigkeiten von Genehmigung und Lieferung.
  • Schnittstellen zum Einrichter klar beschrieben: Wer liefert, wer montiert, wer schließt an.
  • Vertragsgrundlage ÖNORM B 2110 mit Abnahme, Rücklässen und Regelung für Nachträge.

Fehlt einer dieser Punkte, ist das Angebot nicht günstiger, sondern unvollständig. Die Differenz taucht später auf – meist in der Woche vor der geplanten Eröffnung, wenn sie am teuersten ist.

Zeitplan: ein realistisches Beispiel

Am Beispiel eines Cafés mit 64 m², von der ersten Besichtigung bis zur Eröffnung. Die Bauzeit ist dabei der kürzeste Abschnitt.

WocheWas läuftWer
1Besichtigung, Machbarkeit: Abluft, Anschlussleistung, Sanitärwir mit Ihnen
2Raumprogramm, Angebot, Entscheidungwir
3–4Planung, Einreichung, Zustimmung der Eigentümer für die AbluftPlaner, Hausverwaltung
3Bestellung Küchentechnik und Lüftung (Lieferzeit 6–10 Wochen)Sie mit uns
5–6Rückbau, Entsorgung, Durchbrüchewir
7–9Elektro, Sanitär, Lüftungsleitungen, Estrich mit Gefällewir mit Partnern
10–12Fliesen, Trockenbau, Oberflächen, Gäste-WCwir
13Küchengeräte, Lüftung einbauen, InbetriebnahmePartner, Lieferant
14Einrichtung, Feinarbeiten, Reinigung, Abnahmegemeinsam
15Behördliche Abnahmen, Personal einschulen, EröffnungSie

Zwei Dinge fallen an diesem Plan auf. Erstens: Die eigentliche Bauzeit liegt bei acht bis neun Wochen, der gesamte Vorlauf bei fünfzehn. Zweitens: Die Bestellung der Technik steht in Woche drei, nicht in Woche zehn – sonst wartet ein fertiges Lokal auf eine Lüftung. Wer einen Eröffnungstermin nennt, sollte deshalb rückwärts rechnen und nicht vorwärts hoffen.

Was bei der Übernahme eines bestehenden Lokals zu prüfen ist

Wird ein Lokal mit Einrichtung übernommen, lohnt eine nüchterne Prüfung, bevor der Ablösebetrag verhandelt wird.

PrüfpunktWarumAufwand
Alter und Zustand der Lüftunggrößter Einzelposten bei GastroSichtprüfung, Wartungsnachweise
ElektrobefundSicherheit und ausreichende Leistung250–550 €
FettabscheiderFunktion und EntleerungsnachweiseUnterlagen prüfen
Bodenaufbau in der KücheAbdichtung und Gefälle vorhanden?Sichtprüfung, im Zweifel öffnen
Bestehende Genehmigungengelten nicht automatisch weiterEinsicht bei der Behörde
Zustand der SanitärräumeAnzahl und Ausführung nach GästezahlSichtprüfung

Der fünfte Punkt wird am häufigsten übersehen: Eine bestehende Betriebsanlagengenehmigung ist an den Betrieb und an den genehmigten Umfang gebunden. Wer die Nutzung ändert oder erweitert, braucht in der Regel ein neues oder geändertes Verfahren – auch dann, wenn vorher jahrelang dasselbe gemacht wurde. Diese Auskunft holen wir vor der Planung ein, damit die Ablöse nicht für eine Genehmigung bezahlt wird, die so nicht weitergilt.

Barrierefreiheit im Geschäftslokal

Für Betriebe mit Kundenverkehr ist ein barrierefreier Zugang je nach Nutzung und Umfang des Umbaus gefordert – und unabhängig davon wirtschaftlich sinnvoll, weil er einen Teil der Kundschaft überhaupt erst erreichbar macht.

HindernisLösungKosten
Eine bis zwei Stufen am Eingangfeste Rampe oder Niveauangleichung1.500–9.000 €
Mehrere StufenRampe mit Podest, Hublift oder Zugang von der Seite9.000–35.000 €
Zu schmale EingangstürTürblatt tauschen, Öffnung verbreitern1.800–6.500 €
Schwere Türautomatischer Türantrieb3.500–9.000 €
Fehlendes barrierefreies WCEinbau nach ÖNORM B 16009.000–18.000 €
Enge Gänge im VerkaufsraumMöblierung anpassengering, oft nur Planung

Wenn eine bauliche Lösung am Denkmalschutz oder am Platz scheitert, gibt es fast immer eine organisatorische: eine mobile Rampe, eine Klingel mit Hinweis, ein Bestellservice. Das ist nicht gleichwertig, aber besser als nichts – und es zeigt, dass man das Thema ernst nimmt.

Schutzzone und Ortsbild

In Wiener Schutzzonen wird geprüft, wie sich das Lokal nach außen zeigt. Das betrifft mehr Elemente, als die meisten erwarten.

ElementWorauf geachtet wirdPraktische Folge
PortalMaterial, Gliederung, FarbeStandardprofile oft nicht zulässig, Tischlerlösung nötig
BeschriftungGröße, Schrift, BeleuchtungLeuchtkästen häufig ausgeschlossen, Einzelbuchstaben möglich
MarkiseForm, Farbe, AusladungKorbmarkisen oft nicht erlaubt, gerade Formen eher
SchaufensterTeilung, Rahmenstärkedurchgehende Scheiben teils nicht zulässig
Klimageräte außenSichtbarkeit von der StraßeAufstellung im Hof oder verdeckt

Das klingt nach Einschränkung und ist in der Praxis oft ein Vorteil: Ein Portal, das zur Fassade passt, wirkt hochwertiger als ein Standardsystem – und bleibt länger aktuell. Wichtig ist nur, die Anforderungen zu kennen, bevor bestellt wird, denn ein nicht genehmigtes Portal wird auf eigene Kosten getauscht.

Wann Sie uns nicht brauchen

Wenn nur ausgemalt und die Einrichtung getauscht wird, reicht ein Malerbetrieb mit Ihrem Ladenbauer. Wir lohnen uns, sobald Wände, Böden, Elektrik und Sanitär zusammenkommen, wenn ein Eröffnungstermin einzuhalten ist oder wenn ein Verfahren läuft, das mit der Bauausführung abgestimmt werden muss.

Werbung, Sichtbarkeit und Außenauftritt

Der Umbau endet nicht an der Eingangstür. Wie ein Lokal von außen wirkt, entscheidet darüber, wie viele Menschen überhaupt hereinkommen – und dieser Teil hat eigene Regeln und eigene Lieferzeiten.

ElementWirkungKostenWorauf zu achten ist
Portalgestaltungprägt den ersten Eindruck stärker als jede Anzeige4.000–25.000 €in Schutzzonen abgestimmte Ausführung, Vorlauf einplanen
BeschriftungAuffindbarkeit, Wiedererkennung800–6.000 €Einzelbuchstaben meist zulässiger als Leuchtkästen
Schaufensterbeleuchtungwirkt vor allem außerhalb der Öffnungszeiten1.200–6.000 €Stromauslass in der Planung berücksichtigen
Markise oder SonnenschutzKomfort und Sichtbarkeit2.500–9.000 €Form und Farbe im Ortsbild geprüft
Eingangszone und Bodenbelagsignalisiert Qualität, bevor jemand eintritt1.500–8.000 €rutschhemmend, an den Gehsteig angeschlossen

Ein Detail mit überraschend großer Wirkung ist der Übergang vom Gehsteig ins Lokal. Eine saubere, schwellenlose Eingangszone mit passendem Belag lädt ein und löst gleichzeitig einen Teil der Barrierefreiheit. Sie kostet im Verhältnis wenig, wird aber fast immer erst am Schluss bedacht – wenn der Belag im Inneren schon gewählt ist und nicht mehr dazu passt.

Nach der Eröffnung: was erfahrungsgemäß nachkommt

Kein Lokal ist am Eröffnungstag fertig. Diese Punkte kommen typischerweise in den ersten Monaten und lassen sich vorbereiten, statt sie zu improvisieren:

  • Zusätzliche Steckdosen. Sobald der Betrieb läuft, zeigt sich, wo Geräte tatsächlich stehen. Leerrohre an neuralgischen Punkten sparen später Kabelkanäle.
  • Beleuchtung nachjustieren. Ein Schienensystem lässt sich ergänzen und umhängen, feste Einbauleuchten nicht.
  • Akustik. Erst mit Gästen zeigt sich, ob der Raum zu laut ist. Nachrüstbare Akustikelemente sind günstiger als ein zweiter Umbau.
  • Lager und Rückzugsflächen. Fast jedes Lokal braucht mehr Stauraum als geplant – eine Reserve im Grundriss zahlt sich aus.
  • Wartung. Lüftungsfilter, Fettabscheider und Klimageräte haben Intervalle. Wer sie einplant, vermeidet Ausfälle im laufenden Betrieb.

Wir halten diese Punkte im Übergabegespräch fest, damit klar ist, welche Vorbereitungen im Bau bereits getroffen wurden und wo noch etwas nachgerüstet werden kann, ohne Wände zu öffnen.

Warum ein Ansprechpartner den Eröffnungstermin rettet

Bei einem Lokalumbau arbeiten typischerweise sechs bis zehn Beteiligte: Bauunternehmen, Elektro, Sanitär, Lüftung, Ladenbauer, Küchenlieferant, Planer, Behörde, Vermieter und Hausverwaltung. Jede Schnittstelle zwischen zwei davon ist ein möglicher Wartetag – und Wartetage summieren sich am Ende der Bauzeit, also genau dann, wenn die Eröffnung schon beworben ist.

Unser Modell setzt deshalb an der Koordination an, nicht am Einzelpreis: Ein Vertrag, ein Bauzeitplan, eine Verantwortung für die Reihenfolge. Sie behalten die Entscheidungen über Gestaltung, Ausstattung und Geräte, wir sorgen dafür, dass die Gewerke in der richtigen Abfolge stehen und die Abhängigkeiten zu Genehmigung und Lieferung im Plan sichtbar sind. Wenn etwas kippt, erfahren Sie es, sobald es absehbar ist, und nicht in der Woche vor der Eröffnung. Das ist der Unterschied, der sich am Ende nicht in der Rechnung zeigt, sondern im Datum.

Häufige Fragen zum Umbau von Geschäftslokalen in Wien

Wie lange dauert es von der Besichtigung bis zur Eröffnung?
Bei einem Café mit 64 m² etwa fünfzehn Wochen, davon acht bis neun Wochen Bauzeit. Der Rest sind Planung, Einreichung, Zustimmungen und Lieferzeiten. Wer einen Eröffnungstermin nennt, sollte rückwärts rechnen.
Was ist bei der Übernahme eines bestehenden Lokals zu prüfen?
Zustand von Lüftung, Elektrik, Fettabscheider und Küchenboden – und vor allem die bestehenden Genehmigungen. Sie gelten nicht automatisch weiter, wenn sich Betrieb oder Umfang ändern. Diese Auskunft holen wir vor der Planung ein.
Reicht die Stromanschlussleistung für eine Gastroküche?
Im Wiener Altbau oft nicht, weil der Bestand auf Wohnnutzung ausgelegt ist. Die Prüfung kostet vorab fast nichts und entscheidet über die Machbarkeit – sie gehört vor die Unterschrift unter den Mietvertrag.
Was kostet es, wenn ich mitten im Umbau den Grundriss ändere?
Ein Vielfaches derselben Änderung vor Baubeginn. Nach dem Setzen der Leitungen bedeutet sie Rückbau, Neuinstallation und Zeitverlust – in der Praxis das Fünf- bis Zehnfache der reinen Planungsänderung.
Was ist mit Gewölbedecken im Erdgeschoß?
Sie tragen über Druck, und ihr Schub geht in die Mauern. Wände entfernen oder Lasten abhängen geht nur nach statischer Beurteilung. Dafür sind sie optisch oft der stärkste Teil des Lokals – erhalten lohnt sich.
Kann ich die Fläche vorab auf Machbarkeit prüfen lassen?
Ja, und das empfehlen wir vor jeder Vertragsunterschrift: Abluftführung, Anschlussleistung, Sanitärleitungen, Statik der Öffnungen, Zustand des Bodens. Diese Begehung ist kostenlos und verhindert die teuersten Überraschungen.
Was kostet der Umbau eines Geschäftslokals?
Shop 350 bis 700 €/m², Büro 450 bis 850 €/m², Ordination 700 bis 1.200 €/m², Gastro 900 bis 1.500 €/m², jeweils ohne Einrichtung und Geräte. Eine Ordination mit 85 m² liegt im Beispiel bei rund 85.300 € netto.
Warum ist Gastro so viel teurer als ein Shop?
Wegen der Technik. Küche, Lüftung, Fettabscheider und Gäste-WC kosten einzeln oft so viel wie der gesamte Ausbau eines Shops gleicher Größe. Die Optik ist bei beiden vergleichbar aufwendig, die Haustechnik nicht.
Wie lange dauert der Umbau?
Shop drei bis sechs Wochen, Büro vier bis acht, Ordination sechs bis zehn, Gastro acht bis vierzehn Wochen. Genehmigungen und Lieferzeiten für Geräte laufen parallel und sind oft länger als die Bauzeit selbst.
Brauche ich eine Betriebsanlagengenehmigung?
Für Gastronomie und viele andere Gewerbe ja. Sie legt unter anderem Lüftung, Lärm, Fluchtwege und Sanitärräume fest – also genau das, was baulich umgesetzt wird. Deshalb klären wir die Einordnung vor der Ausführungsplanung.
Was passiert, wenn ich vor der Genehmigung baue?
Im besten Fall nichts, im schlechtesten muss zurückgebaut werden, weil die Behörde etwas anders beurteilt. Das kostet Zeit und Geld und gefährdet den Eröffnungstermin – der Vorlauf für die Einreichung ist dagegen planbar.
Was ist bei einer Nutzungsänderung zu beachten?
Wird aus einem Shop eine Ordination oder ein Lokal, können baurechtliche und gewerberechtliche Verfahren nötig sein. Die Einreichung übernehmen konzessionierte Partnerbetriebe, die wir koordinieren und die im Angebot namentlich stehen.
Wohin mit der Abluft der Gastroküche?
In der Regel über Dach, mit Fettfilterung und Schallschutz. Dafür braucht es eine Leitungsführung durch das Haus und die Zustimmung der Eigentümer. Diese Frage sollte vor der Unterschrift unter den Mietvertrag geklärt sein.
Können Sie außerhalb der Geschäftszeiten arbeiten?
Ja, laute Arbeiten legen wir nach Absprache in Randzeiten, wenn Nachbarlokale oder Wohnungen im Haus betroffen sind. Das verteuert die Lohnkosten um etwa 15 bis 30 Prozent, hält aber den Betrieb störungsfrei.
Kann das Lokal während des Umbaus offen bleiben?
Abschnittsweise ja, mit Staubschutzwänden. Das verteuert den Umbau um 10 bis 25 Prozent. In vielen Fällen ist eine kurze Vollschließung günstiger und wirkt auf Kunden besser als eine halbfertige Fläche.
Was muss ich im Mietvertrag prüfen?
Zustimmung zum Umbau, Rückbaupflicht beim Auszug, Investitionsablöse, Regelungen zu Portal und Werbeanlage sowie zur Technik am Dach. Verhandelbar ist außerdem eine mietfreie Bauzeit – bei drei Monaten Umbau ein erheblicher Betrag.
Übernehmen Sie auch den Rückbau beim Auszug?
Ja, mit Entsorgungsnachweis und besenreiner Übergabe an den Vermieter, auf Wunsch mit Endreinigung durch unsere Partnerfirma. Sinnvoll ist, den Umfang vorab mit dem Vermieter schriftlich festzuhalten.
Machen Sie auch Gastroküchen?
Den baulichen Teil – Böden mit Gefälle und Abdichtung, Wände, Fliesen, Durchbrüche – übernehmen wir. Lüftung, Fettabscheider und Gasinstallationen laufen über befugte Partnerbetriebe, die im Angebot namentlich stehen.
Muss das Lokal barrierefrei sein?
Das hängt von Nutzung und Umfang des Umbaus ab. Für Betriebe mit Kundenverkehr ist ein barrierefreier Zugang häufig gefordert und in jedem Fall wirtschaftlich sinnvoll, weil er die erreichbare Kundschaft vergrößert.
Was kostet eine Rampe am Eingang?
Bei ein bis zwei Stufen 1.500 bis 9.000 €, bei mehreren Stufen mit Podest oder Hublift 9.000 bis 35.000 €. Wo baulich nichts möglich ist, hilft eine organisatorische Lösung wie mobile Rampe und Klingel.
Was ist in einer Schutzzone zu beachten?
Portal, Beschriftung, Markise, Schaufensterteilung und sichtbare Klimageräte werden auf das Ortsbild geprüft. Standardsysteme sind oft nicht zulässig, dafür wirkt eine angepasste Lösung hochwertiger und bleibt länger aktuell.
Wann müssen Geräte bestellt werden?
Vor dem Rückbau. Küchentechnik, Lüftung und Sonderbeleuchtung haben Lieferzeiten von sechs bis zwölf Wochen. Wer sie erst bestellt, wenn die Wände stehen, verliert diese Wochen am Ende der Bauzeit.
Wie wird der Eröffnungstermin abgesichert?
Über einen Bauzeitplan mit Abschnitten, Pufferzeiten und benannten Abhängigkeiten – Genehmigung, Lieferung, Einrichtung. Verzögert sich etwas, sagen wir es, sobald es absehbar ist, nicht am Tag des Termins.
Wer plant die Elektrik?
Konzessionierte Elektrotechniker auf Basis Ihres Möbel- und Nutzungsplans. Deshalb brauchen wir diesen Plan früh: Wo Kassa, Regale und Arbeitsplätze stehen, entscheidet über jede Dose.
Was ist beim Schallschutz zum Wohnhaus zu beachten?
Musik, Lüftung und Betrieb dürfen die Wohnungen nicht stören. Baulich geht es um Decken- und Wandaufbau, Aufstellung der Technik und entkoppelte Befestigungen. Das gehört in die Planung, nicht in die Mängelliste.
Bekomme ich einen Festpreis?
Ja, nach der Begehung, als Leistungsverzeichnis nach ÖNORM B 2110 mit Bauzeitplan und Eröffnungstermin. Was vom Befund abhängt, steht als Bedarfsposition mit Preis darin. Nachträge nur nach schriftlicher Freigabe.
Was ist nicht im Preis enthalten?
Einrichtung, Geräte, Kassensysteme und Warenwirtschaft. Wir bauen die Hülle, die Technik und die Anschlüsse – die Ausstattung kommt von Ihrem Einrichter, mit dem wir die Schnittstellen abstimmen.
Arbeiten Sie mit meinem Ladenbauer zusammen?
Ja, das ist der Normalfall. Wichtig ist nur, dass die Schnittstellen früh feststehen: Wer liefert Rückwände, wer Beleuchtung, wer die Anschlüsse. Wo das offen bleibt, entstehen Wartetage.
Wie gehen Sie mit Befunden im Bestand um?
Wir halten an, dokumentieren mit Fotos und legen einen Nachtrag vor. Typisch sind feuchte Wände hinter Verkleidungen, alte Leitungen ohne Plan und Bodenaufbauten, die sich als ungeeignet erweisen.
Können Sie auch nur einzelne Gewerke übernehmen?
Ja, etwa nur Trockenbau oder nur Böden. Die Koordination bleibt dann bei Ihnen. Ab drei Gewerken ist die Vergabe an einen Ansprechpartner in der Regel günstiger, weil die Wartetage entfallen.
Wie schnell steht der Bauzeitplan für die Eröffnung?
Begehung binnen fünf Werktagen, Angebot mit Bauzeitplan zwei Werktage danach. Darin stehen die Abhängigkeiten von Genehmigung und Lieferzeiten, damit der Eröffnungstermin belastbar ist.

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