Fundament Wiender Baugrund entscheidet,nicht der Beton.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Ein Fundament kostet in Wien 140 bis 420 Euro pro Laufmeter oder Quadratmeter. Streifenfundament 140–320 €/lfm, Punktfundament 280–750 €/Stk., Bodenplatte 180–380 €/m². Frostfrei ab 80 cm Tiefe, Bemessung nach Baugrundgutachten.

Ein Fundament kostet in Wien 140 bis 320 € pro Laufmeter beim Streifenfundament und 180 bis 380 € pro Quadratmeter bei der Bodenplatte. Welche Art und welche Abmessung nötig ist, entscheidet nicht der Wunsch, sondern der Baugrund: Tragfähigkeit, Schichtaufbau und Grundwasserstand stehen im geotechnischen Bericht, der 1.800 bis 5.000 € kostet. In Wien wechselt der Untergrund kleinräumig zwischen Schotterterrassen, Tegel und Anschüttungen – teils innerhalb eines Grundstücks. Frostfrei gegründet wird ab 80 cm Tiefe.
Baugrundgutachten vor der Bemessung Frostfrei ab 80 cm Statik über konzessionierten Partnerbetrieb Bewehrungsabnahme vor dem Betonieren Betongüteprüfung dokumentiert

Was ein Fundament in Wien kostet

Richtwerte netto, Stand 2026, verbindlich nach Baugrundgutachten und statischer Bemessung.

ArtWofürPreis nettoÜbliche Abmessung
Streifenfundamenttragende Wände, Mauern140–320 €/lfm40–80 cm breit, 80–120 cm tief
PunktfundamentStützen, Carport, Terrassenpfosten280–750 €/Stk.60×60 bis 100×100 cm
Bodenplatte unbewehrtNebengebäude, Gartenhaus110–190 €/m²15–20 cm stark
Bodenplatte bewehrtWohngebäude ohne Keller180–380 €/m²25–35 cm mit Frostschürze
Fundamentplatte, weiße Wannebei hohem Grundwasser280–520 €/m²wasserundurchlässiger Beton
Streifenfundament für GartenmauerEinfriedung, Sichtschutz140–320 €/lfm30–50 cm breit, ab 80 cm tief

Einzelpreise

PositionEinheitPreis nettoWas dazugehört
Baugrunduntersuchungpsch.1.800–5.000 €Kernbohrungen, Laborwerte, Bericht
Statische Bemessungpsch.800–3.500 €über konzessionierten Partnerbetrieb
Aushub28–95 €Lösen, Laden, Abtransport
Sauberkeitsschicht18–35 €Magerbeton als Arbeitsebene
Schalung35–85 €Stellen, Ausrichten, Ausschalen
Bewehrung liefern und verlegenkg4,50–9,00 €Matten oder Stabstahl nach Plan
Beton liefern und einbringen180–320 €Lieferung, Einbau, Verdichten
BetonpumpeEinsatz450–1.400 €bei schlechter Zugänglichkeit
Frostschürzelfm85–180 €Randabsenkung bei Bodenplatten
Perimeterdämmung unter Platte28–65 €druckfest, bei beheizten Gebäuden
Abdichtung gegen Bodenfeuchte18–45 €Bahn oder Anstrich, unter der Platte
WasserhaltungWoche600–2.200 €bei hohem Grundwasserstand
BetongüteprüfungStk.180–450 €Probewürfel, Druckfestigkeitsprüfung
Erdungsanlage einlegenlfm12–35 €Fundamenterder, vor dem Betonieren
Rechenbeispiel · Bodenplatte 95 m² für Einfamilienhaus ohne Keller
Baugrund, Statik, Aushub9.800 €
Frostschürze 42 lfm, Sauberkeitsschicht6.400 €
Dämmung, Abdichtung, Erder7.200 €
Schalung, Bewehrung, Beton, Prüfung14.900 €

Summe rund 38.300 € netto, das sind 403 €/m². Ein Streifenfundament mit unterkellertem Haus wäre nicht billiger – dort kommen Kellerwände und Abdichtung dazu, dafür entsteht Nutzfläche zum günstigsten Quadratmeterpreis des ganzen Hauses.

Welches Fundament wofür

BauvorhabenÜbliche LösungWorauf es ankommt
Einfamilienhaus mit KellerStreifenfundament unter KellerwändenGründungstiefe, Abdichtung, Drainage
Einfamilienhaus ohne Kellerbewehrte Bodenplatte mit FrostschürzeDämmung unter der Platte, Erder
Zubau an Bestandgleiche Gründungstiefe wie der Bestandsonst ungleiche Setzung und Riss
Gartenmauer, EinfriedungStreifenfundament ab 80 cm Tiefefrostfrei, sonst hebt sie der Frost
Carport, TerrassenüberdachungPunktfundamenteLasten je Stütze, Einbauteile vorher setzen
Gartenhaus, Nebengebäudeunbewehrte Platte oder StreifenTragfähigkeit des Untergrunds
Hoher Grundwasserstandweiße Wannewasserundurchlässiger Beton, Fugenbänder
Schlechter BaugrundBodenaustausch oder Mikropfähleentscheidet das Baugrundgutachten
Frostfrei heißt in Wien mindestens 80 cm Gründungstiefe. Darüber wirkt Frost auf das Bodenwasser, hebt das Fundament an und lässt es im Frühjahr nicht in seine Lage zurückkehren. Das ist die häufigste Ursache für schiefe Gartenmauern, abgesackte Terrassenstützen und gerissene Nebengebäude – und der billigste Fehler, den man vermeiden kann.

Wie ein Fundament entsteht

1 · BaugrunduntersuchungKernbohrungen, Bodenproben, Laborwerte, geotechnischer Bericht. Er nennt Tragfähigkeit, Schichtaufbau und Grundwasserstand — die drei Werte, die alles Weitere bestimmen.
2 · Statische BemessungAbmessungen, Bewehrung, Gründungstiefe, über einen konzessionierten Partnerbetrieb nach § 94 Z 5 GewO. Erst danach steht fest, was das Fundament kostet.
3 · Absteckung und AushubEinmessen der Achsen, Aushub auf Gründungstiefe, Sohle prüfen. Weicht der Boden vom Gutachten ab, wird angehalten und neu beurteilt.
4 · SauberkeitsschichtMagerbeton als saubere Arbeitsebene, damit die Bewehrung nicht im Erdreich liegt und die Betondeckung stimmt.
5 · Schalung und BewehrungSchalung stellen und ausrichten, Bewehrung nach Plan verlegen, Abstandhalter setzen. Der Fundamenterder wird jetzt eingelegt — später geht das nicht mehr.
6 · BewehrungsabnahmeKontrolle gegen den Plan, dokumentiert mit Fotos. Nach dem Betonieren ist die Bewehrung nicht mehr prüfbar — deshalb ist das der wichtigste Kontrollpunkt der ganzen Baustelle.
7 · BetonierenBeton in der vorgegebenen Güte, lagenweise eingebracht und verdichtet. Probewürfel für die Druckfestigkeitsprüfung werden genommen.
8 · NachbehandlungFeucht halten und vor Sonne, Wind und Frost schützen. Zu schnell austrocknender Beton erreicht seine Festigkeit nicht und bekommt Schwindrisse.
9 · Ausschalen und FreigabeNach Erreichen der Ausschalfestigkeit, Prüfung der Maße, Übergabe mit Protokollen an das nächste Gewerk.

Die sieben Fehler, die ein Fundament ruinieren

  • Ohne Baugrundgutachten bemessen. Der Untergrund wechselt in Wien kleinräumig. Was nebenan trägt, muss auf Ihrem Grundstück nicht tragen.
  • Nicht frostfrei gegründet. Unter 80 cm hebt der Frost das Fundament an — die häufigste Ursache für schiefe Mauern und abgesackte Stützen.
  • Bewehrung ohne Abstandhalter. Liegt der Stahl zu nah an der Oberfläche, fehlt die Betondeckung und er beginnt zu rosten.
  • Auf ungeeigneter Sohle betoniert. Aufgeweichter oder gestörter Untergrund muss ausgetauscht werden, nicht überbetoniert.
  • Fundamenterder vergessen. Er muss vor dem Betonieren eingelegt werden — nachträglich ist es ein Vielfaches an Aufwand.
  • Keine Nachbehandlung. Zu schnell ausgetrockneter Beton erreicht die Festigkeit nicht und reißt.
  • Beim Zubau andere Gründungstiefe. Alt und Neu setzen sich unterschiedlich, der Riss entlang der Nahtstelle folgt im ersten Jahr.

So prüfen Sie ein Angebot

Liegt ein Baugrundgutachten vor?Ohne geotechnischen Bericht ist die Bemessung geraten. 1.800 bis 5.000 €, und die Grundlage für alles Weitere.
Welche Gründungstiefe ist kalkuliert?Mindestens 80 cm, bei bindigen Böden mehr. Das gehört in Zentimetern im Angebot zu stehen.
Welche Betongüte und welche Bewehrungsmenge?Mit Kilogramm je Kubikmeter oder nach Plan. “Betonieren nach Erfordernis” ist keine Position.
Sind Sauberkeitsschicht und Abstandhalter enthalten?Kleine Positionen mit großer Wirkung auf die Dauerhaftigkeit.
Ist der Fundamenterder drin?12 bis 35 € je Laufmeter, muss vor dem Betonieren eingelegt werden.
Gibt es eine Betongüteprüfung?Probewürfel mit Druckfestigkeitsprüfung, 180 bis 450 € je Prüfung, protokolliert.
Wie wird mit abweichendem Baugrund umgegangen?Regelung für Bodenaustausch und Mehrtiefen, mit Einheitspreisen statt Verhandlung auf der Baustelle.
Wer macht die Statik?Namentlich benannter konzessionierter Partnerbetrieb nach § 94 Z 5 GewO.

Wann Sie uns nicht brauchen

Für ein Gartenhaus auf vier Gehwegplatten brauchen Sie kein Bauunternehmen — das ist Heimwerkerarbeit, solange nichts Tragendes darauf kommt. Auch Punktfundamente für eine leichte Terrassenüberdachung sind machbar, wenn die frostfreie Tiefe eingehalten wird. Rufen Sie an, wenn etwas Tragendes darauf steht, wenn der Baugrund unklar ist oder wenn an einen Bestand angeschlossen wird. Dort entscheidet sich, ob in fünf Jahren ein Riss durch die Wand läuft.

Häufige Fragen zum Fundament in Wien

Was kostet ein Fundament?
Streifenfundament 140 bis 320 € je Laufmeter, Punktfundament 280 bis 750 € je Stück, bewehrte Bodenplatte 180 bis 380 €/m². Eine 95-m²-Bodenplatte für ein Einfamilienhaus ohne Keller liegt bei rund 38.300 € netto inklusive Baugrund, Statik und Dämmung.
Wie tief muss ein Fundament sein?
In Wien mindestens 80 cm, also frostfrei. Bei bindigen Böden und in exponierten Lagen tiefer. Die genaue Tiefe legt die statische Bemessung auf Basis des Baugrundgutachtens fest — nicht die Faustregel.
Was heißt frostfrei gegründet?
Die Fundamentsohle liegt unter der Tiefe, in die Frost eindringt. Darüber gefriert Bodenwasser, dehnt sich aus und hebt das Fundament an. Im Frühjahr kehrt es nicht in seine Lage zurück — das ist die häufigste Ursache für schiefe Gartenmauern und abgesackte Terrassenstützen.
Brauche ich wirklich ein Baugrundgutachten?
Bei allem, was tragend ist, ja. Wien liegt auf Schotterterrassen, Tegel und Anschüttungen, die kleinräumig wechseln — teils innerhalb eines Grundstücks. 1.800 bis 5.000 €, und ohne diese Werte ist jede Bemessung geraten.
Streifenfundament oder Bodenplatte?
Das Streifenfundament trägt punktuell unter Wänden und ist bei unterkellerten Gebäuden üblich. Die Bodenplatte verteilt die Last flächig und ist bei Häusern ohne Keller Standard — sie ist zugleich der Boden des Erdgeschosses und nimmt Dämmung und Erder auf.
Was ist eine Frostschürze?
Eine Randabsenkung der Bodenplatte auf frostfreie Tiefe, 85 bis 180 € je Laufmeter. Sie verhindert, dass Frost unter den Plattenrand greift. Ohne sie hebt sich die Platte am Rand — und reißt.
Was ist eine weiße Wanne?
Eine Konstruktion aus wasserundurchlässigem Beton, die ohne zusätzliche Abdichtung gegen drückendes Wasser dicht ist, 280 bis 520 €/m². Nötig bei hohem Grundwasserstand. Entscheidend sind die Fugenbänder — dort versagt sie, wenn überhaupt.
Was ist ein Fundamenterder?
Ein Band- oder Rundstahl, der im Fundament eingebettet wird und die elektrische Anlage erdet, 12 bis 35 € je Laufmeter. Er muss vor dem Betonieren eingelegt werden — nachträglich ist es ein Vielfaches an Aufwand und oft nur mit Tiefenerder lösbar.
Warum wird die Bewehrung fotografiert?
Weil sie nach dem Betonieren nicht mehr prüfbar ist. Vor jedem Betoniervorgang erfolgt eine Bewehrungsabnahme gegen den Plan, dokumentiert mit Fotos. Falsch verlegte Bewehrung ist der schwerwiegendste Fundamentfehler und im Nachhinein kaum zu beheben.
Was ist Betondeckung und warum zählt sie?
Der Abstand zwischen Bewehrungsstahl und Betonoberfläche. Ist er zu gering, dringt Feuchte an den Stahl, er rostet und sprengt den Beton ab. Sichergestellt wird das mit Abstandhaltern — eine kleine Position mit großer Wirkung auf die Lebensdauer.
Was ist die Nachbehandlung?
Beton wird nach dem Einbringen feucht gehalten und vor Sonne, Wind und Frost geschützt. Zu schnell ausgetrockneter Beton erreicht seine Festigkeit nicht und bekommt Schwindrisse. Das kostet fast nichts und wird trotzdem oft weggelassen.
Wie lange muss Beton aushärten?
Ausschalen nach wenigen Tagen, je nach Bauteil und Temperatur. Die Nennfestigkeit erreicht Beton nach 28 Tagen. Belastet werden darf früher, aber nur nach Freigabe — das legt die Statik fest, nicht der Terminplan.
Kann im Winter betoniert werden?
Über 5 °C ja, bei Frost nicht ohne Zusatzmaßnahmen. Mit Frostschutzmitteln, Heizmatten und Abdeckung ist vieles möglich, aber langsamer und teurer. Auf gefrorenem Untergrund wird nicht betoniert.
Was ist, wenn der Boden nicht trägt?
Dann wird ausgetauscht, verdichtet oder tiefer gegründet — je nach Befund. Bei sehr schlechtem Untergrund kommen Mikropfähle infrage, die die Last in tragfähige Schichten leiten. Was nötig ist, sagt das Baugrundgutachten, nicht die Baustelle.
Wie tief muss ich beim Zubau gründen?
Auf dem Niveau des Bestandsfundaments. Unterschiedliche Gründungstiefen führen zu ungleichen Setzungen und damit zu einem Riss entlang der Nahtstelle. Was der Bestand für ein Fundament hat, zeigt eine Bauteilöffnung — siehe Zubau Wien.
Was kostet ein Fundament für eine Gartenmauer?
140 bis 320 € je Laufmeter bei 30 bis 50 cm Breite und mindestens 80 cm Tiefe. Das ist bei einer Mauer oft der größte Einzelposten — und der, an dem am häufigsten gespart wird. Details auf Gartenmauer Wien.
Was kostet ein Punktfundament?
280 bis 750 € je Stück, je nach Abmessung und Aushubtiefe. Wichtig sind die Lasten je Stütze und dass Einbauteile wie Pfostenanker vor dem Betonieren gesetzt werden — nachträgliches Bohren schwächt das Fundament.
Braucht ein Gartenhaus ein Fundament?
Bei kleinen, leichten Häusern genügen Gehwegplatten oder Punktfundamente. Sobald etwas Tragendes darauf kommt, dauerhaft genutzt wird oder Anschlüsse hat, gehört eine Platte oder ein Streifenfundament darunter.
Muss ich unter die Bodenplatte dämmen?
Bei beheizten Gebäuden ja, mit druckfester Perimeterdämmung, 28 bis 65 €/m². Ohne sie geht Wärme direkt ins Erdreich, und die Bodenoberfläche bleibt kalt — nachträglich ist das nicht behebbar.
Welche Nachweise bekomme ich?
Statische Berechnung, Bewehrungsabnahmeprotokolle mit Fotos, Lieferscheine und Betongüteprüfungen, Aufmaßblätter, Einmessprotokoll und das Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110. Diese Unterlagen gehören zur Übergabe.
Wie lange dauert ein Fundament?
Bei einer 95-m²-Bodenplatte rechnen Sie mit zwei bis vier Wochen inklusive Aushub, Schalung, Bewehrung, Betonieren und Aushärtezeit. Streifenfundamente für eine Gartenmauer sind in wenigen Tagen fertig, brauchen aber ebenfalls Aushärtezeit vor dem Weiterbauen.
Brauche ich eine Bewilligung?
Das Fundament selbst ist Teil des bewilligten Bauvorhabens. Bei freistehenden Mauern, Carports und Nebengebäuden hängt es von Größe und Lage ab — das klären wir vor der Planung über die MA 37.
Wer macht die Statik?
Ein konzessionierter Partnerbetrieb nach § 94 Z 5 GewO, der im Angebot namentlich steht, 800 bis 3.500 €. Die Ausführung, Bewehrungsabnahme und Dokumentation laufen über unsere Bauleitung — Sie haben einen Ansprechpartner.
Wie schnell bekomme ich ein Angebot?
Begehung binnen fünf Werktagen in ganz Wien mit erster Einschätzung. Für ein belastbares Angebot brauchen wir das Baugrundgutachten und die statische Bemessung — diese Werte bestimmen den Preis stärker als die Fläche.

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