Zinshaussanierung Wiendie dem Haus nochmal130 Jahre gibt.
Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.
Eine Zinshaussanierung in Wien kostet 1.500 bis 3.000 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche. Sockelsanierung im bewohnten Haus 1.500–2.000 €/m², Totalsanierung im leeren Objekt 2.000–3.000 €/m². Die Stadt Wien fördert über den wohnfonds_wien mit bis zu 40 % der förderbaren Kosten. Bauzeit 6 bis 18 Monate, in der Regel bei laufendem Mietbetrieb.
Was eine Zinshaussanierung in Wien kostet
Die Spanne von 1.500 bis 3.000 € pro Quadratmeter erklärt sich aus dem Umfang. Entscheidend ist nicht die Ausstattung, sondern wie viel Substanz angefasst wird. Richtwerte netto, Stand 2026, verbindlich nach Begehung und Bestandsaufnahme.
| Sanierungsart | Umfang | Preis netto | Bauzeit |
|---|---|---|---|
| Einzelmaßnahme | Dach oder Fassade oder Steigleitungen | 200–600 €/m² NF | 2–5 Monate |
| Sockelsanierung, klein | Dach, Fassade, Allgemeinflächen | 1.200–1.600 €/m² NF | 6–10 Monate |
| Sockelsanierung, umfassend | zusätzlich Steigleitungen, Fenster, Bäder | 1.700–2.200 €/m² NF | 10–15 Monate |
| Totalsanierung im leeren Haus | Rückbau bis auf Tragwerk, Neuaufbau | 2.000–3.000 €/m² NF | 12–18 Monate |
| Sanierung mit Dachgeschossausbau | zusätzlich neue Wohnungen im Dach | 2.400–3.500 €/m² NF | 14–24 Monate |
Einzelpreise, damit Sie ein Angebot prüfen können
Eine Pauschale über 1,8 Mio. € lässt sich nicht beurteilen. Diese Einheitspreise sind der Maßstab für jede Position eines Wiener Zinshaus-Angebots.
| Position | Einheit | Preis netto | Was dazugehört |
|---|---|---|---|
| Dach neu eindecken inkl. Lattung | m² | 180–320 € | Abtragen, Unterdach, Eindeckung, Spengler, Entsorgung |
| Dachbodendämmung begehbar | m² | 35–70 € | Dampfbremse, Dämmung, Verlegeplatte |
| Fassade Straßenseite, Stuck erhalten | m² | 180–350 € | Gerüst, Abschlagen, Stuckergänzung, Putz, Anstrich |
| Fassade Hofseite mit WDVS | m² | 120–190 € | Dämmung, Armierung, Oberputz, Sockel |
| Steigleitungen je Strang | Strang | 25.000–60.000 € | Wasser, Abwasser, Schacht, Wiederherstellung |
| Elektro-Steigleitung und Zählerkasten | Strang | 18.000–40.000 € | über befugten Elektrotechniker |
| Kastenfenster saniert | Stk. | 900–1.800 € | Ausbau, Beschläge, Kittfalz, Anstrich, Dichtung |
| Fenster neu, Holz-Alu 3-fach | Stk. | 1.200–1.800 € | Ausbau, Einbau, Anputz, Innenfensterbank |
| Stiegenhaus sanieren | m² | 120–260 € | Putz, Malerei, Terrazzo, Geländer, Beleuchtung |
| Aufzug nachrüsten | Anlage | 150.000–400.000 € | Statik, Schacht, Anlage, Wiederherstellung |
| Kellertrockenlegung | lfm | 180–420 € | Horizontalsperre, Sanierputz, Abdichtung |
| Hofgestaltung und Entwässerung | m² | 90–210 € | Unterbau, Pflaster, Rinnen, Anschluss |
| Wohnungssanierung im Zuge der Sockel | m² | 400–1.200 € | bei Mieterwechsel oder Zustimmung |
| Baustelleneinrichtung Zinshaus | psch. | 25.000–70.000 € | Gerüst, Bauzaun, Schuttrutsche, Parkspur, Strom, Wasser |
| Planung, Einreichung, Bauleitung | % | 8–14 % der Bausumme | Ziviltechniker, Einreichung MA 37, örtliche Bauaufsicht |
Summe rund 2.180.000 € netto, also 1.557 €/m² Nutzfläche, ohne Dachgeschossausbau. Bei einer bewilligten Sockelsanierung mit 35 % Förderung verbleiben rund 1.086.000 € beim Eigentümer – verteilt auf 15 Jahre Refinanzierung über § 18 MRG ein anderes Bild als die Rohsumme.
Zur Arbeitsweise und zu den Gewerken siehe Baufirma Wien.
Förderung: der Punkt, an dem sich die Rechnung entscheidet
Ohne Förderung ist eine Zinshaussanierung ein Zuschussgeschäft. Mit Förderung wird sie tragfähig. In Wien läuft das über den wohnfonds_wien, und die Regeln sind streng, aber berechenbar.
| Förderschiene | Was gefördert wird | Höhe | Bedingung |
|---|---|---|---|
| Sockelsanierung | Dach, Fassade, Leitungen, Fenster, Allgemeinflächen | bis 40 % der förderbaren Kosten | Gebäude vor 1945, Mietermitwirkung, Einreichung vor Baubeginn |
| THEWOSAN | thermisch-energetische Maßnahmen | Zuschuss je m² gedämmter Fläche | Nachweis der Energieeinsparung, Energieausweis vorher/nachher |
| Totalsanierung | Sanierung im leeren Haus | Darlehen und Zuschüsse | meist mit Mietzinsbeschränkung verbunden |
| Bundesförderung | Heizungstausch, thermische Sanierung | je nach Programm | eigene Einreichung, kombinierbar |
| Aufzugsförderung | Lift-Nachrüstung im Bestand | anteilig im Rahmen der Sockelsanierung | günstiger als Einzelmaßnahme |
Sockelsanierung oder Totalsanierung?
Die Entscheidung fällt selten frei. Sie hängt davon ab, ob das Haus bewohnt ist und ob die Mietverhältnisse dem MRG unterliegen.
Sockelsanierung
Das Haus bleibt bewohnt, gearbeitet wird an Dach, Fassade, Leitungen und Allgemeinflächen. Mieter müssen die Arbeiten nach § 8 MRG dulden, behalten aber ihre Verträge. Höchste Förderquote, längere Bauzeit, mehr Rücksicht auf den Betrieb.
Totalsanierung
Das Haus ist leer, der Rückbau geht bis aufs Tragwerk. Schneller, technisch sauberer, teurer. Die Förderung ist meist mit Mietzinsbeschränkungen für die Folgejahre verknüpft.
Einzelmaßnahmen
Nur Dach, nur Fassade, nur Strang. Sinnvoll bei akutem Schaden oder knappem Budget – aber ohne Förderquote der Sockelsanierung und mit doppelten Gerüstkosten, wenn später der Rest folgt.
Unsere Empfehlung
Wenn ohnehin zwei oder mehr Gewerke anstehen, ist die Sockelsanierung fast immer die günstigere Gesamtrechnung. Gerüst, Baustelleneinrichtung und Verfahren fallen nur einmal an.
Ablauf einer Zinshaussanierung
Die Bauteile eines Wiener Zinshauses und was sie brauchen
Dach: der teuerste Schaden, wenn man wartet
Wiener Gründerzeitdächer sind meist Pfettendachstühle mit Biberschwanz- oder Falzziegeldeckung, viele davon aus den 1950er-Jahren nach Kriegsschäden. Typische Befunde: durchfeuchtete Sparrenköpfe an der Traufe, undichte Kehlen, Spenglerarbeiten am Ende ihrer Lebensdauer, Kamine ohne Verwahrung.
- Neueindeckung 180–320 €/m², inklusive Abtragen, Unterdachbahn, Lattung, Deckung und Entsorgung.
- Sparrenköpfe werden bei Befall abgeschnitten und angeschuht – das gehört in die Statik, nicht ins Bauchgefühl.
- Dachbodendämmung ist die Maßnahme mit dem besten Verhältnis von Kosten zu Wirkung: 35–70 €/m², spürbar in jeder Abrechnung des Hauses.
- Spengler nicht sparen. Kehlen, Anschlüsse und Rinnen sind der Punkt, an dem Dächer undicht werden, nicht die Ziegelfläche.
- Photovoltaik wird nur mitgeplant, wenn das Dach ohnehin neu gemacht wird; nachträgliche Montage auf altem Dach ist Geldverbrennung.
Fassade: Straßenseite ist Denkmal, Hofseite ist Physik
Die Straßenfassade eines Gründerzeithauses trägt Stuck, Gesimse, Faschen und oft Figuren. In einer Schutzzone entscheidet die MA 19 über jede Veränderung des Erscheinungsbildes. Gedämmt wird dort in der Regel nicht – die Fassade wird instandgesetzt, Stuck ergänzt, verputzt und gestrichen.
Die Hoffassade ist meist schmucklos. Dort ist ein Wärmedämmverbundsystem zulässig und sinnvoll: 120–190 €/m², mit spürbarer Wirkung auf den Heizwärmebedarf und Anspruch auf THEWOSAN-Förderung. Wer beides kombiniert – Instandsetzung vorne, Dämmung hinten – bekommt den besten Kompromiss aus Auflage und Wirkung.
- Gerüst steht bei Zinshäusern 4 bis 8 Monate und kostet 12–22 €/m² pro Monat. Deshalb: alle Fassadenarbeiten in einem Zug.
- Stuckergänzung erfolgt mit Abformung vorhandener Elemente, nicht mit Fertigteilen aus dem Katalog.
- Sockel braucht Sanierputz und häufig eine Horizontalsperre – aufsteigende Feuchte zerstört jeden neuen Anstrich binnen zweier Winter.
- Fensterbänke, Fallrohre, Blitzschutz gehören in dieselbe Baustelle, sonst wird das Gerüst zweimal gestellt.
Steigleitungen: unsichtbar, aber der häufigste Grund für Wasserschäden
Blei bis in die 1930er, verzinkter Stahl bis in die 1970er. Beide sind heute am Ende ihrer Nutzungsdauer. Ein Strangtausch kostet 25.000 bis 60.000 € je Strang und ist der Punkt, an dem eine Sanierung für die Bewohner spürbar wird: zwei bis drei Wochen ohne Wasser in der Wohnung.
- Neue Schächte aus Trockenbau mit Revisionsklappen, meist F90 im Stiegenhaus.
- Wasserzähler je Wohnung im selben Zug – Voraussetzung für verbrauchsabhängige Abrechnung.
- Abwasser mit Schalldämmung ummantelt, sonst hört das ganze Haus jede Spülung.
- Gasleitungen über konzessionierten Gas- und Sanitärtechniker (§ 94 Z 25 GewO), mit Dichtheitsprüfung und Protokoll.
- Bauküche und Duschcontainer im Hof während der Strangphase – kostet 4.000 bis 9.000 €, verhindert aber Mietzinsminderungen und Streit.
Mehr dazu auf der Seite Strangsanierung Wien.
Fenster: sanieren oder tauschen
| Variante | Kosten je Fenster | Vorteil | Grenze |
|---|---|---|---|
| Kastenfenster saniert | 900–1.800 € | Original erhalten, in Schutzzone oft einzig zulässig, guter Schallschutz | U-Wert bleibt bei 1,8–2,2, Wartung nötig |
| Kastenfenster mit Innenflügel-Isolierglas | 1.400–2.400 € | Optik bleibt, U-Wert auf ca. 1,3 | aufwendige Tischlerarbeit |
| Neues Holz-Alu-Fenster 3-fach | 1.200–1.800 € | U-Wert 0,8–1,0, wartungsarm | in Schutzzone meist nicht bewilligt |
| Kunststofffenster 3-fach | 750–1.400 € | günstigste Variante | Erscheinungsbild, Lebensdauer geringer |
Im Hof ist der Tausch fast immer zulässig, zur Straße hin selten. Die Entscheidung trifft nicht der Bauherr allein, sondern die MA 19 – deshalb gehört sie vor die Kostenschätzung, nicht danach.
Stiegenhaus, Keller, Hof
Diese Flächen kosten wenig im Verhältnis zur Gesamtsumme, entscheiden aber darüber, wie das sanierte Haus wahrgenommen wird – von Mietern, von Kaufinteressenten, von Bewertern.
- Stiegenhaus 120–260 €/m²: Putz ausbessern, Terrazzo schleifen, Geländer entrosten und lackieren, Beleuchtung auf LED mit Bewegungsmelder.
- Keller: Trockenlegung bei aufsteigender Feuchte, Sanierputz, neue Beleuchtung, abschließbare Abteile. Siehe Kellersanierung Wien.
- Hof: Entwässerung ist wichtiger als Optik. Ein Hof ohne Gefälle schickt Wasser an die Kellerwand.
- Müllraum und Fahrradabstellplatz sind bei Neuvermietung ein echtes Argument und kosten wenig.
Sechs Dinge, die es nur im Wiener Gründerzeithaus gibt
1. Holztramdecken und Dippelböden
Über 60 % der Wiener Altbauwohnungen haben Holzbalkendecken. Sie tragen, aber begrenzt: 150 bis 250 kg/m² sind üblich, nicht mehr. Das entscheidet über Estrichaufbauten, Badewannen, Trockenbauwände und Aufzugsschächte. Bei jeder Sanierung gehört die Tragfähigkeit geprüft, bevor irgendetwas geplant wird – nicht nachher.
2. Badenische statt Badezimmer
Wohnungen der Kategorie C und D haben oft kein eigenes Bad, sondern eine Nische in der Küche, das WC am Gang. Im Zuge einer Sockelsanierung lassen sich Wohnungen kategorisieren – das ist mietrechtlich relevant und förderfähig, braucht aber die Zustimmung der Mieter oder einen Wohnungswechsel.
3. Gasthermen im Bestand
In Wien millionenfach verbaut. Beim Strangtausch stellt sich immer die Frage: Therme bleibt, Therme wird getauscht, oder das Haus stellt auf Fernwärme um. Die dritte Variante ist die zukunftssicherste, braucht aber Platz für die Übergabestation und eine Vereinbarung mit allen Mietern.
4. Schutzzone und MA 19
Große Teile des Gründerzeitbestands liegen in Schutzzonen. Dort ist jede Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes beurteilungspflichtig: Fassade, Fenster, Dachaufbauten, Balkone, Werbung. Das ist kein Hindernis, aber ein Zeitfaktor – planen Sie zwei bis vier Monate ein.
5. Substandard und Kategorien
Wohnungen ohne Bad oder ohne WC in der Wohnung sind Kategorie D. Eine Anhebung auf Kategorie A ist förderfähig und hebt den zulässigen Mietzins – rechtlich sauber nur mit Zustimmung oder bei Neuvermietung. Das ist der Hebel, mit dem sich eine Sanierung langfristig rechnet.
6. Enge Baustellen
Innerstädtische Zinshäuser haben keinen Lagerplatz. Material kommt just in time, Schutt geht über die Rutsche, Parkspuren brauchen Bewilligung der MA 46. In Gassen mit Straßenbahn oder Radweg wird jede Anlieferung zur Terminsache. Wer das nicht plant, verliert Wochen.
Ebenso früh gehört der Bestand festgehalten: Vor Arbeiten mit Erschütterung oder Lastwechsel dokumentiert eine Beweissicherung den Zustand der Wohnungen und der Nachbarhäuser – das erspart später die Diskussion darüber, welcher Riss schon vorher da war.
Schadstoffe: was in Wiener Zinshäusern steckt
Vor dem ersten Abbruch gehört geprüft, was verbaut ist. Das ist keine Formalität – es entscheidet über Entsorgungskosten und Arbeitsschutz.
| Stoff | Wo er vorkommt | Umgang |
|---|---|---|
| Asbest | Eternitplatten, Bodenkleber, Rohrisolierungen, Brandschutzplatten bis 1990 | Beprobung vor Abbruch, Entfernung nur durch befugten Fachbetrieb, Entsorgungsnachweis |
| Künstliche Mineralfasern alt | Dämmungen vor 1998 | Staubdicht ausbauen, getrennt entsorgen |
| Bleirohre | Trinkwasserleitungen bis ca. 1930 | Vollständiger Tausch, kein Teilersatz |
| Teerhaltige Anstriche | Kellerabdichtungen, Dachpappen | Als gefährlicher Abfall entsorgen |
| Holzschutzmittel | Dachstühle der 1960er/70er | Beprobung, bei Befund Abschottung während der Arbeiten |
| Schimmel | Feuchte Kellerwände, kalte Außenecken | Ursache beheben, dann sanieren – siehe Schimmelsanierung |
Die Beprobung kostet 800 bis 2.500 € und ist die günstigste Position der ganzen Baustelle – gemessen an dem, was ein unerkannter Asbestbefund während der Bauzeit auslöst.
Mietrecht: was Sie dürfen, was Sie müssen, was es bringt
Bei einem Zinshaus mit Altmietverträgen ist das Mietrechtsgesetz der wichtigste Faktor der ganzen Kalkulation – wichtiger als jeder Baupreis.
| Bestimmung | Worum es geht | Bedeutung für die Sanierung |
|---|---|---|
| § 3 MRG | Erhaltungspflicht des Vermieters | Dach, Fassade, Leitungen, Allgemeinflächen sind Erhaltung – nicht auf Mieter umlegbar, aber aus der Mietzinsreserve zu decken |
| § 4 MRG | Nützliche Verbesserungen | Lift, Wärmedämmung, Kategorieanhebung – über § 18 refinanzierbar |
| § 8 MRG | Duldungspflicht der Mieter | Arbeiten müssen geduldet werden, sind aber rechtzeitig anzukündigen; wesentliche Beeinträchtigungen sind abzugelten |
| § 18 MRG | Erhöhung der Hauptmietzinse | Deckt die Differenz zwischen Kosten und Mietzinsreserve, verteilt über 10 bis 15 Jahre – der zentrale Refinanzierungsweg |
| § 20 MRG | Hauptmietzinsabrechnung | Zehnjahresbetrachtung der Reserve, Grundlage jedes § 18-Antrags |
| § 16 MRG | Zulässiger Hauptmietzins | Kategorieanhebung wirkt erst bei Neuvermietung, nicht im laufenden Vertrag |
Mietzinsminderung während der Bauzeit
Mieter können bei erheblicher Beeinträchtigung den Mietzins mindern – Gerüst vor dem Fenster, Lärm, Wasserabstellung. Das ist kalkulierbar und gehört in die Kostenplanung: 5 bis 15 % der Jahresmiete während der Bauphase sind realistisch. Wer Bauküche, Duschcontainer und saubere Ankündigungen organisiert, senkt diesen Posten deutlich – und verhindert Verfahren.
Rechnet sich das? Die drei Zahlen, auf die es ankommt
1 · Mietzinsreserve
Was in den letzten zehn Jahren an Hauptmietzins eingenommen und nicht verbaut wurde. Die Reserve deckt die Erhaltung zuerst. Ist sie negativ, trägt der Eigentümer vor – der § 18 holt es zurück.
2 · Förderquote
Bis 40 % bei bewilligter Sockelsanierung. Der Unterschied zwischen 2,18 Mio. € und 1,42 Mio. € entscheidet über die gesamte Rechnung.
3 · Wertsteigerung
Ein saniertes Zinshaus mit neuem Dach, gedämmter Hoffassade, neuen Leitungen und Lift wird anders bewertet als ein unsaniertes. Der Sprung liegt erfahrungsgemäß deutlich über den Baukosten – besonders, wenn Kategorie-D-Wohnungen angehoben werden.
Was dagegenspricht
Wenn das Haus in zwei Jahren verkauft wird, ist eine Vollsanierung selten die beste Wahl. Dann zählt, was ein Käufer sieht: Dach dicht, Stiegenhaus ordentlich, keine offenen Verfahren.
Die zehn teuersten Fehler bei Zinshaussanierungen
- Vor der Förderzusage beginnen. Der häufigste und mit Abstand teuerste Fehler. Anspruch weg, sechsstellig.
- Keine Hauptmietzinsabrechnung. Ohne § 20-Abrechnung kein § 18-Verfahren, ohne § 18 keine Refinanzierung.
- Fassade dämmen ohne MA-19-Abklärung. Rückbau auf eigene Kosten, dazu ein Verfahren.
- Dach neu, Leitungen alt. Zwei Jahre später wird das Stiegenhaus wieder aufgerissen, das Gerüst kommt ein zweites Mal.
- Keine Schadstoffbeprobung. Asbestfund während des Abbruchs stoppt die Baustelle für Wochen.
- Mieter zu spät informiert. Führt zu Minderungen, Anzeigen und Verzögerungen, die vermeidbar waren.
- Tragfähigkeit der Decken nicht geprüft. Estrich, Bad oder Aufzugsschacht geplant, die die Decke nicht trägt.
- Gerüst zu früh gestellt. Jeder Monat kostet 12–22 €/m². Bei 900 m² Fassade sind das bis zu 20.000 € im Monat.
- Einzelvergabe an zwölf Firmen. Keiner ist für Schnittstellen zuständig, jeder Nachtrag geht zulasten des Eigentümers.
- Keine Fotodokumentation. Was zugemacht wurde, lässt sich später nicht nachweisen – weder gegenüber Förderstelle noch Versicherung.
So prüfen Sie ein Zinshaus-Angebot
Drei Beispiele aus der Praxis
Beispiel 1 · 16. Bezirk, 1.200 m², Sockelsanierung im bewohnten Haus
Bestand: Dach von 1958 undicht, Hoffassade ungedämmt, verzinkte Steigleitungen, Stiegenhaus seit 40 Jahren unverändert. Ausgeführt: Neueindeckung mit Dachbodendämmung, Hoffassade mit WDVS 14 cm, Straßenfassade instandgesetzt mit Stuckergänzung, drei Stränge erneuert, Stiegenhaus saniert, Hof entwässert. Bauzeit 11 Monate im bewohnten Zustand. Kosten 1.410.000 € netto, das sind 1.175 €/m². Förderung wohnfonds_wien 34 %, Eigenanteil rund 930.000 €, refinanziert über § 18 auf 15 Jahre.
Beispiel 2 · 3. Bezirk, 800 m², Einzelmaßnahme mit Folgekosten
Der Eigentümer ließ 2023 nur das Dach erneuern, ohne Förderantrag, weil es schnell gehen musste. 2026 kam die Fassade dazu – Gerüst ein zweites Mal, 38.000 € allein dafür. Hätte man beides gemeinsam eingereicht, wären rund 210.000 € Förderung angefallen. Das ist die teuerste Art, Zeit zu sparen.
Beispiel 3 · 15. Bezirk, 1.600 m², Sanierung mit Dachgeschossausbau
Sockelsanierung kombiniert mit dem Ausbau von vier neuen Wohnungen im Dach. Die neuen Einheiten finanzierten einen erheblichen Teil der Sanierung mit. Bauzeit 19 Monate, davon 5 Monate Verfahren. Der Lift wurde im selben Zug nachgerüstet – im Rahmen der Sockelsanierung deutlich günstiger als einzeln. Details auf Dachgeschossausbau Wien.
Für wen wir sanieren
Zinshaus-Eigentümer
Ein Ansprechpartner, ein Festpreis, ein Bauzeitplan. Förderabwicklung und Mieterkommunikation auf Wunsch inklusive.
Hausverwaltungen
Beschlussfähige Unterlagen, prüffähige Leistungsverzeichnisse, wöchentliche Fotoberichte, klare Trennung von Erhaltung und Verbesserung für die Abrechnung.
Immobilienentwickler
Sanierung mit Dachgeschossausbau, Kategorieanhebung, Wertsteigerung vor Verkauf oder Neuvermietung.
Erbengemeinschaften
Objekte mit jahrzehntelangem Instandhaltungsrückstau. Wir priorisieren nach Dringlichkeit und Förderfähigkeit statt nach Wunschliste.
Warum Skyline Bau
- Seit 2014 in Wien, Schwerpunkt Sanierung im bewohnten Gründerzeitbestand.
- Referenz Parlamentsgebäude Wien 2022: Trockenbau-, Maler- und Bodenarbeiten im zweiten Untergeschoss im Auftrag der W+R Schirmungstechnik GmbH – eine Baustelle mit Zutrittskontrolle, festen Zeitfenstern und lückenloser Dokumentation.
- Eigene Ausführung der freien Gewerke: Abbruch, Entkernung, Trockenbau, Estrich, Fliesen, Malerei, Dämmung, Erdarbeiten.
- Konzessionierte Partnerbetriebe für Baumeisterleistungen, Statik, Gas, Sanitär und Elektro – namentlich im Angebot, mit Befugnisnachweis.
- Festpreis statt Regie, Gewährleistung 3 Jahre nach § 933 ABGB, 10 Jahre auf die Dachabdichtung, Bau-Haftpflicht 3 Mio. €.
Wann Sie uns nicht brauchen
Wenn nur das Dach undicht ist und sonst nichts ansteht, rufen Sie einen Dachdecker. Wenn das Haus in absehbarer Zeit verkauft wird, ist eine Vollsanierung selten die richtige Entscheidung – dann zählen Dichtheit, ein ordentliches Stiegenhaus und saubere Unterlagen. Und wenn die Mietzinsreserve hoch genug ist, um die Erhaltung allein zu tragen, brauchen Sie kein § 18-Verfahren und keine Beratung dazu. Das sagen wir Ihnen bei der Begehung, auch wenn wir damit einen Auftrag verlieren.
Häufige Fragen zur Zinshaussanierung in Wien
Was kostet eine Zinshaussanierung in Wien?
Was kostet die Sanierung eines Zinshauses mit 1.000 m²?
Wie lange dauert eine Zinshaussanierung?
Was ist eine Sockelsanierung?
Was ist der Unterschied zwischen Sockel- und Totalsanierung?
Wie hoch ist die Förderung in Wien?
Zinshaussanierung: Wann muss der Förderantrag gestellt werden?
Wie lange dauert die Förderzusage?
Muss ich die Mieter fragen?
Können die Mieter während der Sanierung wohnen bleiben?
Können Mieter den Mietzins mindern?
Was ist ein § 18-Verfahren?
Was gehört zur Erhaltung, was zur Verbesserung?
Was ist die Mietzinsreserve?
Lohnt sich die Sanierung wirtschaftlich?
Kann ich einzelne Maßnahmen statt aller machen?
Was kostet ein neues Dach am Zinshaus?
Was kostet eine Fassadensanierung?
Zinshaussanierung: Darf ich die Straßenfassade dämmen?
Was kostet der Tausch der Steigleitungen?
Wie lange ist das Wasser abgestellt?
Kastenfenster sanieren oder tauschen?
Muss ich einen Lift einbauen?
Was ist mit den Gasthermen?
Was ist eine Kategorieanhebung?
Zinshaussanierung: Brauche ich eine Baubewilligung?
Was ist mit Asbest und anderen Schadstoffen?
Wie viel trägt eine Holztramdecke?
Was kostet die Sanierung des Stiegenhauses?
Was tun gegen feuchte Kellerwände?
Wie lange steht das Gerüst?
Wird der Hof auch gemacht?
Kann ich das Dachgeschoss gleich mitausbauen?
Wer koordiniert im bewohnten Zinshaus?
Zinshaussanierung: Ist Skyline Bau ein Baumeister?
Zinshaussanierung: Gibt es einen Festpreis?
Zinshaussanierung: Wie ist der Zahlungsplan?
Zinshaussanierung: Welche Gewährleistung gibt es?
Zinshaussanierung: Was passiert bei verdeckten Schäden?
Machen Sie auch die Mieterkommunikation?
Bekomme ich Unterlagen für die Hausverwaltung?
Übernehmen Sie die Förderabwicklung?
Was kostet die Planung?
Wie finde ich heraus, was mein Haus braucht?
Betreuen Sie Zinshäuser in allen Bezirken?
Zinshaussanierung: Wie schnell bekomme ich ein Angebot?
Was ist mit Photovoltaik und Begrünung?
Können Sie auch nur beraten?
Verwandte Leistungen
Zinshaus saniert? Stiegenhaus und Hof gehören dazu.
Nach einer Zinshaussanierung sind Stiegenhaus, Gänge, Hof und Keller staubbelastet. Bling Premium Reinigung übernimmt Bauend- und Grundreinigung im ganzen Haus, auf Wunsch auch die laufende Hausbetreuung danach. Mehr unter bling-bling.at.
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Rechtlicher Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH — eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO. Sie ist kein konzessionierter Baumeister.
Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister” ausschließlich konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen (§ 94 Z 5), Elektrotechnik (§ 94 Z 16), Gas- und Sanitärtechnik (§ 94 Z 25), Fliesenlegen (§ 94 Z 38) — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt. Deren Befugnisnachweis erhalten Sie auf Wunsch vor Vertragsabschluss.
Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister” konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.


